Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und die Werbung von watson und Werbepartnern zu personalisieren. Weitere Infos: Datenschutzerklärung.
Bild

Jeff Bridges, die Backstreet Boys und Cardi B – nur einige der Stars, die 2019 in Super-Bowl-Werbung mitspielen.  Screenshots youtube/watson montage

"Würde man sich hier nie trauen" – ein Werbe-Experte bewertet Super-Bowl-Ads

Der Super Bowl hat 2018 in den USA über 100 Millionen Zuschauer vor den Fernseher gelockt. Das birgt für Marken ein unglaubliches Werbepotenzial, zumal im Football alle paar Minuten durch Unterbrechungen (Auszeit, Ballbesitzwechsel, Verletzungen) Werbung geschaltet wird und das Publikum eher dranbleibt, um nichts zu verpassen.

Der Sender NBC verlangte vergangenes Jahr für einen Werbespot von 30 Sekunden ganze 5,24 Millionen Dollar (statista.de). Für Werber ist der Super Bowl ein Schaulaufen und so versucht man sich mit immer innovativeren Ads von der Konkurrenz abzuheben. Viele der Clips sind in der Regel schon im Netz verfügbar.

Wir haben Johann Tischewski, Creative Director der Berliner Werbeagentur "Torben, Lucie und die gelbe Gefahr" (TLGG) gebeten, vier Ads des diesjährigen Super Bowls zu bewerten. Außerdem erklärt er, was die amerikanischen Werber anders machen als die deutschen.

Pepsi

abspielen

Video: YouTube/Pepsi

Johann Tischewski:

"Werbung funktioniert immer über Emotionen, man kann immer Mitgefühl oder ein Verlangen erzeugen. Aber Humor ist die höchste Kunst. Und wenn man sich beim Super Bowl das Schaulaufen der Eitelkeiten seitens der Werbenden anschaut, dann will man in dieser Paradedisziplin, der Komik, natürlich glänzen.

Im Vergleich mit deutscher Werbung trauen sich Amerikaner mehr. Deutsche Marken nehmen sich häufig zu ernst.

So ein Spot von Pepsi, in dem man selbstironisch mit dem Spruch 'Would a Pepsi be ok?' wirbt, wäre hier kaum möglich, weil die Leichtigkeit fehlt. Das würde man sich hierzlande nie trauen.

In Deutschland ist der Werbemarkt viel parlamentarischer und mehr auf Konsens ausgelegt. In den USA gibt es eher das Modell des Einzelkämpfers an der Spitze, der alles bestimmt. Und so sind Entscheidungen möglich, die etwas radikaler sind.

Außerdem hat der Clip etwas, was es in der deutschen Werbekultur sehr selten gibt: Die Referenz zur Popkultur.

Bild

Rapperin Cardi B. Screenshot: youtube/pepsi

Die Rapperin Cardi B mit einer diamantenbesetzten Dose reinzubringen ist so drüber, funktioniert aber super gut. Steve Carrell kann als Charakter natürlich so einen Spot ganz alleine tragen. Und in den Clip kommt sogar noch eine Meta-Ebene rein, als der Kellner Dan sagt, dass er nur ein Schauspieler sei. Wahnsinnig gut."

In der Halbzeitshow wird Cardi B nicht auftreten – aus Gründen:

Doritos

abspielen

Video: YouTube/Doritos®

Johann Tischewski:

"Werbeclips sollen nicht 100 Prozent aller Amerikaner erreichen. Manchmal werden nur Millennials targetiert.

Hier funktioniert das natürlich gut. Es werden junge Menschen angesprochen, die als Kids die Backstreet Boys gehört haben, jetzt ein wenig Fremdscham dafür empfinden und mittlerweile Chance The Rapper cool finden. Damit wird ein nostalgisches Gefühl aus der Kindheit neu aufgeladen.

In der Werbung ist der Second Screen wichtiger geworden. Es gibt ja nicht nur die kurzen Teaser, sondern noch viel mehr Videos, so sprichst du die Millennials an. Die Werbung muss gar nicht klassisch zu ihnen gebracht werden, wenn sie die Clips feiern, dann suchen sie selbst danach im Netz."

Stella Artois

abspielen

Video: YouTube/Stella Artois

Johann Tischewski:

"Ich glaube, dass sich Stella Artois da ein wenig verspekuliert hat. Vorher wurde ja mit einem Teaser eine Andeutung gemacht, dass eventuell ein neuer Big-Lebowski-Film kommen könnte. Das ist so, als würde man Kindern sagen, dass morgen Ostern und Weihnachten auf einen Tag fallen.

Aber dann ist es auf einmal nur eine Werbung. Das nehmen die Fans nicht so gut auf.

Von der Mechanik ist die Werbung klassisch. Es wirkt so, als ob die Werber auch mit Selbstironie spielen wollten. Nach der Idee: 'Was, in so einem schönen Restaurant wird ein Bier bestellt?' Die Werbung ist nicht komplett schlecht, aber sie geht nicht so gut auf. Vielleicht war die Entscheidung, Sarah Jessica Parker reinzuholen, die Falsche. Der 'Dude' aus The Big Lebowski funktioniert als Kult-Charakter alleine etwas besser."

Budweiser

abspielen

Video: YouTube/Budweiser

Johann Tischewski:

"Das ist eine klassische Pointe. Du hast das Gefühl, du bist im Wilden Westen, erst zum Schluss merkst du durch die Windräder, dass du im hier und jetzt bist. Der Twist wird auch durch den Wild-West-Song von Bob Dylan verstärkt.

Bob Dylan für eine Bierwerbung einzukaufen, ist auch ein harter Move. Das wird sehr viel gekostet haben. Es funktioniert aber wunderbar hier. Und die Kameraführung ist auch Wahnsinn. Dadurch, dass nicht geschnitten wird, wirkt es sehr cineastisch. Du fühlst dich komplett hineingezogen in die Szene, obwohl der Clip nur ein paar Sekunden geht. Sowas versuchst du, mit Werbung immer zu erreichen."

Diese Sport-Stars haben die Sportart gewechselt

Noch mehr NFL? Hier entlang!

Bock auf NFL, aber noch kein Lieblingsteam? Finde heraus, welches zu dir passt!

Link zum Artikel

"Die NFL gleicht derzeit einem Viehmarkt" – Sebastian Vollmer über seine Karriere

Link zum Artikel

7 Spieler, die schon am ersten NFL-Sonntag on fire waren 🔥

Link zum Artikel

Darum beendete NFL-Profi Davis seine Karriere einfach in der Halbzeit

Link zum Artikel

Das könnte dich auch interessieren:

"Grenze überschritten": GNTM-Vanessa wehrt sich gegen ProSieben – Simone schaltet sich ein

Link zum Artikel

Youtuber Rezo greift die CDU an – so wehrt sich die Partei

Link zum Artikel

Capital Bra versucht sein Glück bei Helene Fischer – das ist ihre Reaktion

Link zum Artikel

Daenerys wer? Die 17 fatalen Probleme im Finale von "Game of Thrones"

Link zum Artikel

Oops, they did it again: Fans entdecken peinlichen Fehler im "GoT"-Finale

Link zum Artikel

"GoT": Doku zeigt, wie Kit Harington am Set in Tränen ausbrach – jetzt wissen wir, warum

Link zum Artikel

Diese 13 Memes über Bran in "Game of Thrones" bringen dich trotz allem zum Lachen

Link zum Artikel

Das "GoT"-Finale war meine allererste Folge der Show – das habe ich über die Serie gelernt

Link zum Artikel

ESC: Peinlich! Sisters geben zu, wo sie bei der Punktevergabe waren

Link zum Artikel

Herzzerreißende "GoT"-Szene mit Daenerys und Jon – Fans sind erschüttert

Link zum Artikel

So emotional nehmen die "GoT"-Stars nach dem Finale Abschied von der Serie

Link zum Artikel

"GoT": 8 Fehler, die dir genauso entgangen sind wie der Kaffeebecher

Link zum Artikel

Achtung, Spoiler! Die besten Reaktionen zum "Game of Thrones"–Finale

Link zum Artikel

"Game of Thrones"-Autor gibt Hinweis, wie es nach dem Ende der Serie weitergeht

Link zum Artikel

Vanessa rechnet nach "GNTM"-Aus mit ProSieben ab – jetzt antwortet der Sender

Link zum Artikel

Das sagt Lena Meyer-Landrut den S!sters vor dem ESC– ein großer Fan ist sie wohl nicht

Link zum Artikel

So sehen BTS als alte Männer aus – und wir haben Fragen

Link zum Artikel

Darum ist das neue Album nur zu 80 Prozent Rammstein – eine (kleine) Enttäuschung

Link zum Artikel

ESC 2019: Dieter Bohlen über Luca Hänni: "Ich hätte den Mut dazu nie gehabt"

Link zum Artikel

Der neue Song von Shirin David ist eine Abrechnung mit ihrem Vater

Link zum Artikel

Samra und Capital Bra: Neuer Song Wieder Lila ist schon jetzt ein Hit

Link zum Artikel

16 Cartoons, die unsere Gesellschaft auf den Punkt bringen

Link zum Artikel

Strache-Skandal in Österreich – Kanzler Kurz soll Neuwahlen wollen

Link zum Artikel

"Zweifel, Ängste, schlaflose Nächte" – Das sagen "die Lochis" zu ihrem Aus

Link zum Artikel

Lena Meyer-Landrut macht Fan mit Post bei Instagram glücklich

Link zum Artikel

Falscher Professor? Vorwürfe gegen einen AfD-Europakandidaten

Link zum Artikel

Pressekonferenz in Sonnenbrille: Loredana streitet Betrug ab und wird laut

Link zum Artikel

Warum sind wir manchmal traurig nach dem Sex?

Link zum Artikel

Ed Sheeran und Justin Bieber: "I Don't Care" kann der Song des Sommers werden

Link zum Artikel

16 peinlichen Instagram-Werbungen, die nach hinten losgegangen sind

Link zum Artikel

180 Staaten bekämpfen jetzt den Plastikmüll – mit einem globalen Pakt

Link zum Artikel

Dieser seltsame Vogel ist ausgestorben ... kommt aber immer wieder zurück von den Toten

Link zum Artikel

Ariana Grande und BTS: Insider verrät, dass gemeinsamer Song "nur eine Frage der Zeit" ist

Link zum Artikel

Sie soll ein Paar um 614.000 Euro betrogen haben – Rapperin Loredana festgenommen

Link zum Artikel

Helene Fischer lief weg und schrie: Luxus-Makler plaudert über den Hauskauf mit Flori

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

82.000 vollbetreute Menschen in Deutschland dürfen nun auch an den Europawahlen teilnehmen

Aktivist Raul Krauthausen kritisiert, dass vollbetreute Menschen nach den Plänen der GroKo nicht an den Europawahlen hätten teilnehmen dürfen.

Sie waren Bürger ohne ein entscheidendes Bürgerrecht: Rund 82.000 Menschen in Deutschland waren bislang von Wahlen ausgeschlossen.

Menschen mit Behinderung, die in allen Angelegenheiten gesetzlich betreut werden, durften laut dem Wahlgesetz nicht wählen. Das war grundgesetzwidrig, wie das Bundesverfassungsgericht im Januar entschied.

Der Bundestag nahm daraufhin einen Antrag von Union und SPD für ein inklusives Wahlrecht an – allerdings sollte es erst ab 1. Juli gelten. Demnach wären …

Artikel lesen
Link zum Artikel