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Tor-Hüter: Tomislav Piplica Bild: Benedikt Nießen/watson.de

Tomislav Piplicas Karriere ist noch immer verrückt – zu Besuch in Thüringens Provinz

Paradiesvogel, Ostfußball-Legende, König der Patzer – Tomislav Piplicas Karriere war sogar noch abstruser als viele wissen. Wo "Pipi" ist, passiert was. Und das ist in Nordhausen. In Thüringens Provinz arbeitet er an der Mission 3. Liga. Ein Ortsbesuch.

benedikt nießen, dominik sliskovic

Der FSV Wacker 90 Nordhausen. Das ist thüringische Fußball-Provinz am Fuße des Harz. Das ist Albert-Kuntz-Sportpark mit 70er-Jahre-Wellblech-Spritzbeton-Architektur. Das sind vier Dixi-Toiletten für 1.200 Zuschauer und 30 Ultras. Das ist ganz klare Aufstiegsambitionen in die 3. Liga dank Präsident und Personenschutz-Mäzen Nico Kleofas.

Das ist auch der Arbeitsplatz von Tomislav Piplica.

Die Bundesliga-Legende von Energie Cottbus ist hier Torwarttrainer. Heute steht das dritte Saisonspiel in der Regionalliga Nordost gegen den ZFC Meuselwitz an.

Piplica schießt gerade Wackers Nummer Eins Jan Glinker ein und scheint auch sonst alles unter Kontrolle zu haben.

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Piplica ist seit 2015 im Trainerstab des Regionalligisten Wacker Nordhausen Bild: imago sportfotodienst

Piplica, der auch hier in Thüringen nur "Pipi" gerufen wird, war mit Trainer "Ede" Geyer das Gesicht des Bundesligisten Energie Cottbus. Er war der Paradiesvogel, der sich zur Entspannung während des laufenden Spiels an die Torlatte hing. Er war der Pechvogel, der einen ungefährlichen Ball mit dem Kopf ins eigene Tor lenkte.

Immer noch unfassbar die Szene:

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Video: YouTube/Zenicaman

Piplicas Geschichte ist noch verrückter als gedacht

Wir treffen ihn nach dem Spiel im VIP-Zelt– und er hat sich seit seiner Cottbuser Zeit kaum verändert: Sein Haar ist noch immer lang, wenn auch etwas dünner. Er trägt es noch immer zum Zopf gebunden. Er springt beschwingt auf, begrüßt uns mit einem festen Händedruck und einem spitzbübischen Lächeln. "Dann wollen wir mal Männer, ja?"

Der "Antenne Thüringen"-DJ hat begonnen im VIP-Zelt Tropical House aufzulegen. Wir verziehen uns nach draußen auf die menschenleere Tribüne.

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In Redelaune: Tomislav Piplica Bild: Benedikt Nießen/watson.de

Piplicas Augen leuchten im schummrigen Licht der Tribüne auf, denn wir sprechen ihn zum Einstieg auf seinen vielleicht größten Erfolg als Fußballer an, von dem jedoch nur die wenigsten etwas wissen: Mit der jugoslawischen U-20-Nationalmannschaft wurde der damals 18-jährige Tomislav 1987 Weltmeister in Chile. Seine Mannschaftskollegen: die späteren Weltklassespieler Davor Šuker, Robert Prosinečki, Zvonimir Boban und Predrag Mijatović.

"Ich habe mir tatsächlich erst gestern ein Video mit dem Titel '30 Jahre Chile' angesehen. Es ist schön sich daran zu erinnern, was für eine Qualität diese Mannschaft damals hatte." - Tomislav Piplica

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Auf dem Balkan werden die Weltmeister von '87 auch "Die verlorene Generation" genannt – weil der Krieg weitere Erfolge unmöglich machte.  Video: YouTube/snipes9

Dann atmet der Nostalgiker Piplica tief aus, senkt den Kopf und schiebt nach: "Umso trauriger zu sehen, was der Krieg in Jugoslawien alles kaputt gemacht hat."

Tomislav Piplica wurde 1969 als Sohn einer kroatischstämmigen Familie im zentralbosnischen Bugojno geboren. Im Stadion des örtlichen NK Iskra, wo er das Fußballspielen lernte, wurde in den Kriegsjahren gefoltert und getötet. Piplica entging den Grauen seiner Heimatstadt, weil er bereits 1989 als vielversprechendes Torwarttalent nach Zagreb zog. Dass es durch ethnisch-religiöse Reibungen zum Krieg kommen könnte, der den Vielvölkerstaat Jugoslawien von der Weltkarte radieren würde – Piplica meint, das habe 1987 in Chile keiner für möglich gehalten.

"Viele von uns kannten sich überhaupt nicht mit Politik aus. Deswegen sehe ich es als großen Fehler, dass einige der Spieler sich später zu politischen Themen äußerten."

1987: Piplica (erste Reihe unten im roten Trikot) feiert mit seinen Mitspielern den U20-WM-Titel

#Jugoslavija #Chile #1987 #TBT #football #Yugoslavia #fudbal #nogomet

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Während seine U-20-Kollegen Šuker, Prosinečki und Mijatović Karriere bei Real Madrid machten, schlug sich Piplica nach Kriegsende bei den damaligen kroatischen Mittelklasseclubs Sisak und Samobor durch. Im Abstiegskampf zeigte er herausragende Leistungen, die seinen Traum am Leben erhielten: Für die kroatische Nationalmannschaft zwischen den Pfosten stehen. 

Haare schneiden oder zur WM fahren?

Und tatsächlich wäre er Teil der kroatischen Mannschaft geworden, die 1998 WM-Bronze holte – hätte er sich die Haare geschnitten. Piplica erinnert sich an ein Gespräch mit dem legendären Nationaltrainer Miroslav „Ćiro“ Blažević: 

"Ćiro sagte mir, dass ich mir erst einmal die Haare schneiden solle und dann mit einer Einladung rechnen könne. Ich habe ihm demonstrativ abgesagt, da meine Frisur nichts mit Fußball und meinen Qualitäten als Torhüter zu tun hat."

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Verhinderte Piplicas Karriere in der kroatischen Nationalmannschaft: Miroslav „Ćiro“ Blažević. bild: imago sportfotodienst

So prinzipientreu wie Piplica war, so stur blieb Blažević: Er verzichtete auf den Torwart. Piplica begrub seinen Traum. Erst mit 32 Jahren sollte er zu seinem Nationalmannschaftsdebüt kommen – als Torhüter Bosnien-Herzegowinas.

watson.de: Konntest du dich über Kroatiens Erfolg 1998 in Frankreich freuen oder überwog der Frust über deine Nicht-Nominierung?
Tomislav Piplica: Ich habe kein Problem damit, wenn mich jemand wegen meiner fehlenden Qualitäten kritisiert, aber nicht wegen meiner Frisur. Das ist doch nicht normal. Jeder hat seinen Stil, sein Image – und entweder du passt in eine Mannschaft oder eben nicht. Ich bin wirklich glücklich darüber, dass ich mich für Bosnien-Herzegowina entschieden habe. Dadurch wurde ich im Anschluss an meine Profi-Karriere Torwarttrainer der Nationalmannschaft und durfte an der WM 2014 teilnehmen – das erste große Turnier, für das sich Bosnien qualifizieren konnte.

Du wurdest also zu deinem Glück gezwungen?         
Klar war das Glück. Plötzlich bist du mit einem Land wie Bosnien, das nicht mit Deutschland zu vergleichen ist und viele Probleme hat, zum ersten Mal bei einer WM dabei und spielst im Maracana gegen Argentinien.

"Pipi" und "Ede": Energies Herz und Seele

Während dieser emotionalen Rückblenden verfällt Piplica immer wieder ins Kroatische. Er regt sich merklich über die damalige Ignoranz Ćiro Blaževićs auf und gestikuliert dabei, als ob er plötzlich einen imaginären hohen Ball abwehren muss.

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Waren Herz und Seele von Energie Cottbus: "Ede" Geyer (l.) und Tomislav Piplica (r.) Bild: imago sportfotodienst

Statt nach Frankreich ging es für Piplica im Sommer 1998 nach Österreich. Dort war der Keeper im Trainigslager des damaligen Zweitligisten Energie Cottbus zum Probetraining geladen – und diesmal sollte ihm sein eigenartiger Stil weiterhelfen.

Es gibt diese Geschichte, die Ede Geyer gerne in Interviews erzählt: Damals seien zwei Torhüter für Energie Cottbus in Betracht gekommen. Einer kam im schicken Anzug, du kamst mit langen Haaren und offenem Hemd – und Geyer habe sofort gesagt: Den Piplica, den verrückten Partisanen, will ich haben.
Ede Geyer war bei meiner Ankunft sehr enttäuscht, weil ich nur 1,82 Meter groß bin. In den Zeitungen stand aber, ich sei 1,85. Ich habe gesehen, dass er mit meinem Berater diskutierte und fragte ihn, was das Problem sei. „Ja, hmm, also, du bist zu klein“, sagte er. Ich antwortete ihm: „Wir sollten nicht über meine Größe diskutieren, sondern über meine Leistung im Training. Danach solltest du entscheiden, ob du mich haben willst.“ Da hat er gemerkt, dass ich ein direkter Typ bin – und so einen brauchte er. Denn seien wir mal ehrlich: Wenig deutsche Spieler wollten damals nach Cottbus kommen – auch weil Ede Geyer ein harter Hund war und sie nicht unter ihm trainieren wollten.

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Piplica bei einer seiner Lockerungsübungen. Bild: imago sportfotodienst

Du hast dich jedoch immer gut mit Geyer verstanden…
Ja, ich habe mit Ede Geyer sechseinhalb Jahre zusammengearbeitet und kann mich nicht über ihn beschweren. Wir haben bis heute noch guten Kontakt.

Insgesamt blieb Piplica zwölf Jahre bei den Lausitzern, machte 248 Pflichtspiele und stieg mit Cottbus zwei Mal in die Bundesliga auf. 2009 beendete er seine aktive Karriere. Der Abschied von seiner großen Liebe Energie verlief jedoch alles andere als harmonisch: Unter Energies damaligen Trainer Bojan Prašnikar erhielt Piplica keine Einsätze mehr. Rückblickend sagt er:

"Energie wollte mich nicht länger haben. Da steckte ein größerer Plan hinter. Die Leute von früher waren weg und die Neuen gingen ihren eigenen Weg."

"Die Neuen" ließen ihn 2010 dennoch als ersten Energie-Spieler überhaupt ein Abschiedsspiel im Stadion der Freundschaft ausrichten. Neben seinem alten U20-Spezi Davor Šuker lud Piplica mit Detlef Irrgang und Petrik Sander auch zwei ehemalige Cottbuser ein, die sich nicht im Guten vom Club getrennt hatten – eine klare Spitze gegen die Vereinsführung? Piplica schweigt sich aus.

Er habe mit Energie abgeschlossen, zwischen dem Verein und ihm bestehe längst kein Kontakt mehr, sagt Piplica mit fester Stimme und durchdringenden Blick. Ob es ihn denn freuen würde, wenn sich das irgendwann wieder ändern würde?

"Das wird sich nicht mehr ändern. Manche Leute aus Cottbus brauchen mich nicht mehr ansprechen."

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Tomislav Piplica erklärt watson.de die Nordhausener Vision. Bild: Benedikt Nießen/watson.de

Nach solchen Aussagen kann man schnell den Fehler begehen und Piplica für verbittert halten. Doch wer ihn hier in Nordhausen erlebt, wie er das Interview wiederholt unterbrechen muss, weil Menschen ihn vor dem Heimweg noch einmal herzen wollen und seine Frau ihn anklingelt, um zu fragen, wo er denn so lange bleibe, lernt einen glücklichen Mann kennen. Piplica ist mit sich im Reinen – und das gilt insbesondere für seine Vergangenheit und sein Image.

Der ewige Patzerkönig?

Denn am Ende müssen wir mit ihm natürlich auch über das Zerrbild des Patzerkönigs sprechen, das die Öffentlichkeit über Jahre von ihm gezeichnet hat. Piplica sagt: "Wir können über alles reden, auch über meine Fehler." Dann schiebt er nach:

"Wenn ein Journalist keine anderen Fragen an mich hat, spricht das nicht für seine Qualität. Dann kriegt er eben auch keine weiteren Infos von mir."

Piplicas Sensibilität bei diesem Thema ist nur zu gut nachvollziehbar: Er hat für Energie Cottbus 117 Bundesliga-Spiele gemacht, ist dabei 29-mal ohne Gegentor geblieben, hat 71% aller Torschüsse auf seinen Kasten abgewehrt. Zahlen, über die Niemand spricht. Fakten, die keiner über seine Karriere kennt. 

Woran sich jedoch jeder Fußballfan erinnert, ist sein Kopfball-Eigentor gegen Gladbach 2002 – übrigens eines von nur 3 Eigentoren in Piplicas zwölfjähriger Karriere bei Energie Cottbus. Er selbst betont immer wieder in Interviews, er sei davon ausgegangen, der Ball würde über die Latte gehen. Als er jedoch beinahe senkrecht auf ihn zugeschossen kam, habe er keine Zeit mehr zum reagieren gehabt.

"Natürlich war es wichtig, dass der Verein damals hinter mir stand. Ich war mit Energie bereits aufgestiegen, wir hatten zusammen Erfolg, ich habe zuvor viele gute Spiele gezeigt und mein Team mit meinen Leistungen vor Niederlagen gerettet. Da war es für sie einfacher zu akzeptieren, dass ich auch Fehler mache.

Im Fußball ist es nämlich in der Regel so: Solange du deine Leistung bringst, liebt dich jeder. Wenn du Fehler machst, liebt dich niemand mehr. Versag mal zwei, drei Mal – dann liebt dich nicht einmal deine eigene Familie mehr. So ist es nun einmal."

Noch heute, berichtet er vorgebeugt und mit weit geöffneten Augen, versuchen Journalisten und Fans ihn mit seinem Patzer von damals zu "piesacken und provozieren."

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Fassungslos: Piplica nach seinem Eigentor gegen Mönchengladbach Bild: imago sportfotodienst

Selbst das Heimpublikum in Nordhausen ließe sich an schlechten Tag zum ein oder anderen dummen Spruch gegen ihren Torwarttrainer hinreißen. Wieder gestikuliert Piplica mit geballter Faust vor seinem Gesicht, bevor er sich zurücklehnt und schwer ausatmet.

Piplica hat einen Rat an Loris Karius

Wie muss es da dieser Tage erst Loris Karius ergehen, dessen zwei grobe Schnitzer Liverpool nicht weniger als den Champions-League-Titel gekostet haben? Piplica winkt die Frage ab:

"Die Leute warten doch nur darauf. Die Presse heutzutage will nur schwarzsehen. Ich finde das nicht korrekt, denn Karius ist ein guter Torwart. Jeder macht Fehler. Dass ihm diese Fehler ausgerechnet im Champions-League-Finale unterlaufen, ist hart genug für ihn."

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Loris Karius fiel im Champions-League-Finale zu einem Häufchen Elend zusammen. Bild: imago sportfotodienst

Dein Tipp an Loris Karius wäre also ganz klar: Vereinswechsel.
Ich denke, es ist das Beste für Karius, den Verein zu wechseln und neu anzufangen. Liverpool hat mit Alisson einen neuen Torwart geholt und Karius wird nicht mehr besonders viel Spielzeit bekommen. Er ist noch jung, ein Wechsel würde ihm sicher gut tun. Er muss jetzt auch mentale Stärke zeigen und sagen: "Scheißegal, ich beschäftige mich nicht mit euch Hatern." Wenn er das schafft, hat er noch eine große Karriere vor sich.

Die beste Taktik ist also, auf solche Leute zu pfeifen?
Ja, so ist es. Solche Leute haben doch Probleme mit sich selbst, die haben wahrscheinlich selbst nichts erreicht im Leben – und dann wollen sie mit dir über deine Karriere diskutieren. Ich habe nicht über zehn Jahre in Cottbus gespielt, weil meine Frisur so schön war, sondern weil da Qualität in mir steckte.

Best Of 5: Die besten Torhüter – laut Tomislav Piplica

1. "Manuel Neuer ist sicherlich einer, wenn nicht der Top-Torhüter aller Zeiten."
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. "Oliver Kahn war vom Spielstil her nie mein Typ, aber er hat eine riesige Karriere hingelegt, die Respekt verdient."
3. "Gianluigi Buffon hält seit Jahrzehnten auf Weltklasseniveau. Das ist alles andere als selbstverständlich."
4. Petar Borota war ein super Torwart mit sehr eigenem Stil, den er jahrelang auf höchstem Niveau, in Jugoslawien und später bei Chelsea, beibehielt."
5. "Natürlich ich, hahaha."​

Sehen wir Piplica bald in der Dritten Liga?

Qualität scheint Piplica auch als Torwarttrainer mitzubringen, sonst würden sie bei Wacker 90 nicht seit gut drei Jahren auf ihn setzen. Denn in Nordhausen, da wollen sie hoch. Raus aus dem Nadelöhr Regionalliga, rein in die finanziell lukrativere und sportlich attraktivere Dritte Liga. "Pipi" glaubt an die Ambitionen der Thüringer:

"Wir haben ein gutes Team, einen guten Präsidenten, Sponsoren, die zu 100% hinter uns stehen. Finanziell steht der Verein stabil dar, was wichtig ist, da du sonst nichts erreichen kannst."

Ein wichtiger Baustein für Wackers Zukunft ist ein neues Stadion. Denn der Albert-Kuntz-Sportpark erfüllt nicht die Kriterien des Profifußballbetriebs. Zu kleine Schiedsrichterkabinen, keine Toiletten, kein Zimmer für die Entnahme von Dopingproben – in Nordhausen fehlt es an den rudimentärsten Räumlichkeiten.

Alles andere als drittligareif: Der Albert-Kuntz-Sportpark

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Bild: imago sportfotodienst

Noch in diesem Jahr soll der Spatenstich zum Stadion-Umbau gesetzt werden. 5.001 Zuschauer sollen dann zu den Wacker-Heimspielen Platz finden, 10.001 sollte der Aufstieg gelingen. Dann will der Verein nämlich in einer zweiten Bauphase Freiflächen schließen, um den Ansprüchen der Dritten Liga gerecht zu werden. ("Thüringer Allgemeine")

Tomislav Piplica kennt die Pläne – und ist überzeugt von ihnen:

"Wir wollen in Nordhausen etwas Großes aufbauen."

Er ist angekommen, auch weil die Stadt nur eine knappe Stunde Autofahrt von seiner Wahlheimat Leipzig liegt. "Meine Familie", sagt Piplica, "ist mir sehr wichtig – und sie nur wegen ein wenig mehr Geld aus den Augen zu verlieren, kommt für mich nicht in Frage. Auch deswegen macht mir die Arbeit hier so viel Spaß." 

Und sie könnte "Pipi" noch mehr Spaß machen, wie er uns zum Abschied verrät:

"Wisst ihr, ich bin hier auch als dritter Torwart gemeldet. Vielleicht lassen sie mich ja noch einmal auflaufen, wenn der Aufstieg feststeht."

Piplica verschwindet aus unserem Blickfeld. Zehn Minuten später finden wir ihn im VIP-Zelt. Das Catering wird gerade geschlossen, der Antenne-Thüringen-DJ hat sein Pult abgebaut. Nur "Pipi" sitzt noch da, Arm in Arm mit seiner Frau und einem glücklichen Lächeln.

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