Sport
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Belgium's Dries Mertens, left, is tackled by Panama's Blas Perez, second right, during the group G match between Belgium and Panama at the 2018 soccer World Cup in the Fisht Stadium in Sochi, Russia, Monday, June 18, 2018. (AP Photo/Victor R. Caivano)

Bild: AP

Schwalbenkönige zerstören die WM und keiner hat Mut, was zu unternehmen

Sandro Zappella

Da sitzen sie zuhause auf ihrer Couch und haben es sich gemütlich gemacht. Hinz und Kunz nehmen sich während der WM mal wieder Zeit, um Fußball zu schauen. Danach wissen sie wieder, weshalb sie das sonst nie machen. 

Das Anti-Fußball-Mantra, dass es sich bei den Kickern nur um tätowierte, aufwändig frisierte Weicheier handelt, hat nämlich mal wieder Hochkonjunktur.

Eigentlich ist diese WM super – wären da nicht diese paar Kandidaten, die den schönen Sport kaputtmachen. Geben wir den Kandidaten Namen und nennen sie Dries Mertens, Ismaila Sarr und Pepe. 

Alle haben sie mit erbärmlichen Schauspieleinlagen versucht, den Schiedsrichter zu täuschen und Elfmeter respektive eine Karte für den Gegner zu provozieren. 

Die Schwalbe von Dries Mertens. 

Kurz nach diesem Bild verliert Sarr den Kampf gegen die Schwerkraft

Senegal's Ismaila Sarr, left, is tackled by Poland's Maciej Rybus during the group H match between Poland and Senegal at the 2018 soccer World Cup in the Spartak Stadium in Moscow, Russia, Tuesday, June 19, 2018. (AP Photo/Eduardo Verdugo)

Bild: AP

Pepe spielt gegen Benatia den sterbenden Schwan

Immerhin ist keiner der Genannten für seine Einlage belohnt worden. Aber leider auch nicht bestraft. Dass es Spieler immer wieder mit den miesen Schwalben versuchen, hängt auch mit den Schiedsrichtern – die sonst einen super Job machen – zusammen. Weshalb in aller Welt sich keiner der Unparteiischen traut, einen entlarvten Simulanten zu verwarnen, bleibt mir ein Rätsel.

Poland's Maciej Rybus, center, argues with Senegal's Ismaila Sarr during the group H match between Poland and Senegal at the 2018 soccer World Cup in the Spartak Stadium in Moscow, Russia, Tuesday, June 19, 2018. (AP Photo/Andrew Medichini)

Polens Rybus fand Sarrs Schwalbe überhaupt nicht lustig Bild: AP

Immer wieder haben die Schiedsrichter die Spieler zwar ermahnt, eine Karte hat es dafür aber in keinem der Fälle gegeben. Obwohl es im Regelbuch eigentlich unmissverständlich festgehalten ist. 

"Ein Spieler ist wegen unsportlichen Betragens zu verwarnen, wenn er versucht, den Schiedsrichter z.B. durch das Vortäuschen einer Verletzung oder eines Fouls (Schwalbe) zu täuschen (Simulieren)."

Auszug aus den Spielregeln quelle: IFAB (International Football Association Board)

Die Schiedsrichter sind nicht die einzige und vor allem nicht die oberste Instanz. Hier ist die FIFA gefragt. In Zeiten, in denen wir den Videobeweis haben, sollte es auch möglich sein, Spieler nachträglich zu sperren. Unabhängig davon, ob Schwalben funktionieren oder nicht. Alleine der Versuch muss bestraft werden – am besten mit drakonischen Spielstrafen. 

In der englischen Premier League ist dies bereits der Fall. Da wurden in dieser Saison bereits verschiedene Spieler für Schwalben nachträglich vom Verband gesperrt. 

Wenn die FIFA ihren Fussball tatsächlich schützen will, muss sie sich eher früher als später dem englischen Vorbild anschließen. Denn noch sitzen Hinz und Kunz zuhause auf ihrer Couch, schauen während der WM Fussball und müssen feststellen, wie verweichlicht dieser Sport geworden ist. Und sie liegen damit noch nicht mal falsch. 

Wenn du (aka Hinz und Kunz) im WM-Modus bist, aber arbeiten gehen musst:

abspielen

Video: watson/Marius Notter, Leon Krenz

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