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13 italienische Trainer, die einfach unfassbar gut angezogen sind

Die Zeiten sind vorbei, als Otto Rehagel und Werner Lorant mit Stollenschuhen und im Fußball-Jogger auf der Auswechselbank die Fassung verloren haben. Auch der Hoody-Trainer ist seit Pelle Wollitz passé, weil ein sicherer Entlassungsschein zum Ende der Saison. Die Steppjacken-Avantgarde wird an dieser Stelle komplett ignoriert.

Derzeit befinden wir uns in einer trainermodisch eher anarchischen Zeit, es gibt keinen Stil, der sich komplett durchzieht. Dabei  werden Trainer-Shootingstars wie Kovac, Nagelsmann und Tedesco genauestens an der Seitenlinie inspiziert. Die treten die Flucht nach vorne an und kleiden sich entsprechend. 

Niko Kovac muss sich mit BWL-Justus-Vergleichen herumschlagen:

Dabei gilt das Credo: Geschmack beweisen ohne zu viel Schnickschnack.

Einer, der das kann, ist Domenico Tedesco. 

Tedesco 3

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Turnschuhe, Jeans oder Cord-Hose und ein eng anliegender Pullover, Turtle-Neck oder Polo-Shirt. Der Deutsch-Italiener hat sich von italienischen Trainern nicht nur den defensiven Spielstil abgeguckt, sondern auch den stilsicheren Auftritt an der Seitenlinie.

Die Italiener sind die Begründer farbenfroher Choreos und haben mit Abstand die schönsten Trikots der Welt. Das bleibt indiskutabel.

Hier ein Beweis:

Football-Serie A-Lazio vs Roma -Rome 15-Apr-2018 In the picture Felipe Anderson and Kostas Manolas Photo Photographer01 PUBLICATIONxINxGERxAUTxONLY Copyright: xFotografo01x/xIPAx/xFotografo01x

Felipe Anderson gegen Kostas Manolas im Derby zwischen Lazio und AS Rom. Bild: imago sportfotodienst

Nicht nur die Trikots der Spieler sind eine Augenweide, auch die Trainer sind an Spieltagen verboten gut angezogen, als ob sie direkt vom Casting für "Mad Men" eingeflogen wären.  

Vereinzelt tragen auch in der Serie A Trainer den Trainingsanzug-Schlabberlook und Kippenstummel im Mund, wie etwa Neapels Maurizio Sarri. Doch in der Regel werden Anzug, Krawatte, Dreiteiler, Schals und das Vereinswappen auf der Brusttasche kombiniert.

Hier sind zwölf stilsichere Trainer an den Seitenlinien der Serie A:

Eusebio Di Francesco (AS Roma)

Eusebio

bilder: imago /Gribaudi/imagephoto/ HochZwei/Syndication

Sollte er auch im Rückspiel das Wunder gegen Liverpool schaffen, dann dürfte Eusebio Di Francesco ist die heißeste Ware auf dem Trainer-Markt werden.

Di Francesco war Mittelfeldspieler in Romas Meistermannschaft 2001. Als Trainer führte er den Provinzklub Sassuolo von der Serie B in die Europa League, wurde nach schlechten Resultaten entlassen und auf Wunsch der Spieler als Retter zurückgeholt. Diese ist seine erste Saison bei der Roma.

Der 48-Jährige ist ein "Players-Coach", der an der Seitenlinie tausend Tode stirbt. Dabei variiert er seinen Kleidungsstil an jedem Spieltag. Gegen Barcelona trug er noch den schwarzen Anzug, mit schwarzem Hemd und schwarzer Krawatte, in Liverpool hielt er es mit der sehr eleganten Roma-Trainingsjacke. Mal rockt er den überdimensionalen Designer-Schal, um in der nächsten Woche einen Trenchcoat auszuführen. 

Bei Di Francesco lohnt der Blick zur Seitenlinie immer.

Stefano Pioli (AC Florenz)

Pioli

bilder: imago /  ImagePhoto / Antonello Sammarco / IPA Press / Insidefoto Andrea Staccioli

Stefano Pioli ist nicht unbedingt der erfolgreichste Trainer Italiens. Er hat seit 2003 zwölf Vereine trainiert und wurde bei den meisten entlassen. Vielleicht trägt er deswegen beim AC Florenz so häufig das Fiorentiner Viola – um wenigstens die volle Identifikation mit dem Verein als Argument gegen eine Entlassung anführen zu können.  Wahrscheinlicher ist jedoch, dass er sich wirklich mit dem Verein identifiziert. Er spielte dort von 1989 bis 1995. 

Davide Ballardini (FC Genua 1893, ehemals US Palermo)

ballardini

Bilder: imago/ZUMA Press / Massimiliano Ferraro / Pacific Press Agency / mago/Gribaudi/ImagePhoto

Davide Ballardini ist beim FC Genua Wiederholungstäter. Er trainierte die Nord-Italiener bereits zwei Mal, beide Male wenig erfolgreich. Dafür sah er bei all seinen Stationen mit der Sonnenbrille immer ziemlich bosshaft aus. Bei Cagliari war er übrigens drei Mal Trainer, ebenso wie bei Palermo, nirgends blieb er länger als ein Jahr. 

Siniša Mihajlović (ehemals FC Turin, AC Mailand)

Mihajlovic

bilder: imago /  imago/Gribaudi/ImagePhoto Daniele Buffa ZUMA Press

Siniša Mihajlović war kein üblicher Spieler. Der Serbe spielte in der Abwehr Verteidiger, war aber ein gefürchteter Freistoßschütze. Für Lazio Rom machte er 20 Tore in 126 Spielen. Unvergessen ist die Szene bei der WM 1998, als er dem keifenden Jens Jeremies in den Mund spuckte. Mihajlović trug als Spieler den Kragen hoch. Das Asi-Image hat er als Trainer abgelegt und trägt lieber Pullunder. 

Walter Mazzarri (FC Turin, ehemals Inter Mailand)

Mazzari

bilder: imago / Xinhua / Alberto Lingria Gribaudi/ImagePhoto

Walter Mazzarri gewann 2012 den Enzo-Bearzot-Preis als bester italienischer Trainer. Damals war er Coach beim SSC Neapel und etablierte die Süditaliener wieder in Italiens Spitzenfußball, eher er bei Inter Mailand anheuerte. Dort wurde er nach 18 Monaten entlassen und ging nach England zu Watford. Auch da war nach einer mauen Saison Schluss. Seit Januar ist er Trainer bei Torino und führte die "Stiere" ins sichere Mittelfeld. Immer mit dabei: seine sehr schnittigen Anzüge.

Massimiliano Allegri (Juventus Turin)

Allegri

bilder: imago / ZUMA Press/ Massimiliano Ferraro / ImagePhoto Gribaudi

Massimiliano Allegri ist seit 2014 äußert erfolgreich als Trainer bei Juventus Turin. Und das bedeutet Stabilität und Seriosität. Genau das macht sich auch bei der Wahl seiner Anzüge bemerkbar: Schlicht und keine Experimente.

Roberto Donadoni (FC Bologna)

Donadoni

bilder: imago / Action Plus / Gribaudi/ImagePhoto ZUMA Press / Giuseppe Maffia

Roberto Donadoni spielte insgesamt zwölf Jahre für den AC Mailand. Aus der Zeit in der Mode-Metropole könnte er seinen Geschmack für schicke Anzüge entwickelt haben. Milan durfte er bisher noch nicht trainieren, kleidungstechnisch wäre er dafür schon bereit. 

Gian Piero Gasperini (Atalanta Bergamo)

Gasperini

bilder: imago / HochZwei/Syndication / Gribaudi/ImagePhoto / ZUMA Press Giuseppe Maffia

Gian Piero Gasperini ist ein Trainer, der vor allem auf junge Spieler setzt. Atalanta Bergamo führte er mit der Philosophie letztes Jahr auf einen sensationellen vierten Rang. Der 60-Jährige steht mit seinem vollen Haar noch komplett im Saft. Ganz besonders stark ist allerdings auch sein Krawatten-Game.

Simone Inzaghi (Lazio Rom)

Inzaghi

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Simone Inzaghi stand immer im Schatten seines Bruders Pippo. Für Italien machte er nur 3 Spiele und auch als Stürmer war seine Torausbeute (28 Tore in 139 Spielen) alles andere als überragend. Er war immer eher der Kämpfertyp, der sich aufs Wesentliche besann. So agiert er auch als Trainer bei Lazio: Viel Gestik, starke Emotionen und ein cleaner Look. Er trägt immer dunkle Anzüge mit einer Krawatte, die das Wappen der Laziali gestickt hat. 

Giuseppe Iachini (US Sassuolo, ehemals US Palermo, Brescia Calcio)

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Anzug und Cap ist das modische Äquivalent zum Nutella-Brot mit Käse – kann eigentlich nicht zusammenpassen, doch manche schwören drauf. So auch Guiseppe Iachini. Dessen Markenzeichen ist eine Vereinskappe zum schicken Anzug. Hoffentlich entscheidet er sich nicht aus Versehen für die falsche Mütze bei einer seiner Stationen. Seit 2001 war er Trainer bei 12 Vereinen, bei manchen davon doppelt.

Massimo Oddo (Udinese Calcio)

Oddo

bilder: imago / ImagePhoto Insidefoto/ Anto Baldassarre/ ZUMA Press Matteo Ciambelli

Bayern-Fans dürften bei dem Namen eher an "Oddo – der Katastrophenfilm" denken. Der Witz war immer noch nicht so schlecht wie seine Kurzleihe bei den Bayern in der Saison 2008/09. Oddo hat nach seiner Karriere als Trainer Pescara in die Serie A geführt. Im November 2017 übernahm er bei Udinese Calcio, dürfte aber nach 12 (!) Niederlagen in Folge wieder auf dem Abstellgleis sein. Da hilft ihm auch nicht sein blendendes Aussehen.

Luciano Spalletti (Inter Mailand)

Spalletti

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Luciano Spaletti ist ein echter Fachmann unter den Trainern – dazu ist er noch ein wahrer Mode-Fetischist. Es passt daher gut, dass er diese Saison bei Inter Mailand anheuerte. Auch in seinem Privatleben kleidet der 59-Jährige sich äußerst schick. 

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