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Berlin, Deutschland, 12.08.2018: Renaud Lavillenie (Frankreich) beim Stabhochsprung Finale bei der Leichtathletik Europameisterschaften 2018 im Olympiastadion. *** Berlin Germany 12 08 2018 Renaud Lavillenie France in pole vault final at the European Athletics Championships 2018 in the Olympic Stadium

Renaud Lavillenie (Frankreich) beim Stabhochsprung. Bild: imago sportfotodienst

7 Gründe, warum Europas "Mini-Olympia" ein Sensationserfolg war

Zum ersten Mal in der Geschichte wurden Europameisterschaften von sieben Sportarten in einem großen Event ausgetragen. Das Konzept der "European Championships" hat sich bestens bewährt.

Adrian Bürgler / watson.ch

Europameisterschaften in Leichtathletik, Schwimmen, Rad, Golf, Geräteturnen, Rudern und Triathlon allesamt in einem großen Event ausgetragen – das waren die "European Championships" 2018. Als "Mini-Olympia" wurde das Ereignis angepriesen. Und die Veranstalter hielten Wort: In den Austragungsstätten in Glasgow und Berlin war gar der olympische Geist spürbar.

12.08.2018, Berlin: Leichtathletik, Europameisterschaft im Olympiastadion: 3000 m Hindernis, Frauen, Finale: Goldmedaillengewinnerin Gesa Felicitas Krause aus Deutschland jubelt mit Maskottchen Berlino. Foto: Michael Kappeler/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

3.000-m-Hindernis-Europameisterin Gesa Krause feiert mit Maskottchen Berlino Bild: dpa

Hier sind sieben Gründe, warum sich das Konzept der vereinten Europameisterschaften für die Zukunft bewährt hat.

Alternative zum Fußball

Mit der WM in Russland und dem darauf folgenden Saisonstart der deutschen Profiligen dominierte der Fußball in diesem Jahr auch im Sommer die Medien und TV-Bilder. Mit den "European Championships" in Glasgow und Berlin gab es während anderthalb Wochen eine schöne Alternative zum ewigen "Ballgeschiebe" auf dem Rasen. Da die meisten großen Ligen, wie etwa die Bundesliga, noch nicht oder erst gerade dieses Wochenende begonnen haben, stellten die "Euro Champs" aber auch keine Konkurrenz zum Fußball dar. 

Deutsche Medaillen

53 Medaillen gab es für die deutsche Mannschaft in den vergangenen zehn Wettkampftagen. Klar, in vielen Disziplinen fehlten durch die Abwesenheit der amerikanischen, afrikanischen und asiatischen Athleten die Top-Shots. Dennoch war es toll, sich beinahe täglich über neuen Edelmetall-Zuwachs freuen zu können – auch in Disziplinen wie Schwimmen oder Radsport. Im Medaillenspiegel sprang für Deutschland am Ende der fünfte Rang heraus – direkt hinter Russland, Großbritannien, Italien und den Niederlanden.

Leichtathletik, Europameisterschaften, Berlin Deutschland , Internationale Leichtathletik Europameisterschaften im Olympiastadion in Berlin Siegerehrung auf der European Mile am Breitscheidplatz in Berlin am 12.08.2018 Weitsprung Frauen Siegerehrung Maleika MIHAMBO (GER) *** Athletics European Championships Berlin Germany International Athletics European Championships in the Olympic Stadium in Berlin Presentation ceremony on the European Mile at the Breitscheidplatz in Berlin on 12 08 2018 Womens Grand Prix award ceremony Maleika MIHAMBO GER

Maleika Mihambo freute sich über Gold im Weitsprung Bild: imago sportfotodienst

Tolle Interviews

Nicht nur Hochsprung-Europameister Mateusz Przybylko, auch andere Sportler gaben regelmäßig emotionale und ehrliche Interviews. Oftmals nur wenige Augenblicke nach ihrem Einsatz redeten die Protagonisten frisch von der Leber weg in die Kameras. Das ist man von den sonst so mediengeschulten Spitzensportlern gar nicht mehr gewohnt.

Olympischer Geist

Wie fairer Sportgeist geht, das zeigen die Stabhochspringer. Im Finale feuern sich die Athleten gegenseitig an und treiben sich so zu Höchstleistungen. Als der erst 18-jährige Schwede Armand Duplantis 6,05 Meter überspringt und damit einen neuen Turnier-Rekord aufstellt, rennt Altmeister Renaud Lavillenie sofort zu ihm und gratuliert.

Wie die beiden später beim TV-Interview erzählen hat Lavillenie Duplantis bereits vor dem Wettkampf per SMS viel Glück gewünscht. Er hoffte, dass die beiden am Ende gemeinsam auf dem Podest stehen. Der Wunsch ging in Erfüllung: Duplantis holte Gold, Lavillenie Bronze. 

Lockere Atmosphäre

Obwohl es in den Wettkämpfen um viel ging, blieb die Atmosphäre rund um die Wettkampfstätten in Berlin und Glasgow locker. Das zeigt auch das folgende Foto: Während sich die Läuferinnen auf der Bahn abmühen, vergnügt sich Maskottchen "Berlino" nebenan im Wassergraben auf einer Einhorn-Luftmatratze.

Gute Stimmung

Die Wahl der Austragungsstätten war perfekt. Im Berliner Olympiastadion waren die Leichtathleten am Werk. Das deutsche Publikum, sowieso schon Leichtathletik-affin, kam zahlreich und feierte nicht nur die eigenen Sportler, sondern würdigte jede gute Leistung.

Aber auch in Glasgow zeigte sich das Publikum begeistert. Egal ob beim BMX, Schwimmen oder Turmspringen. Die Menschen waren da und hatten Freude an Sportarten, die zuletzt nicht mehr das große Publikum anzogen.

Spannung und Dramatik

Natürlich lebt ein Sportevent auch immer von Spannung und Dramatik. Und die gab es in Berlin und Glasgow zur Genüge. 

Beispielsweise beim Freiwasserschwimmen in Glasgow. Beim Rennen der Frauen trennte nur eine Zehntelsekunde die Siegerin und die Zweitplatzierte. Bei den Männern kamen fünf Schwimmer innerhalb von zehn Sekunden ins Ziel – nach 25 Kilometern im Wasser.

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