Sport
Oct 7, 2018; Philadelphia, PA, USA; Minnesota Vikings defensive tackle Linval Joseph (98) returns a fumble by Philadelphia Eagles quarterback Carson Wentz (not pictured) for a touchdown in the second quarter at Lincoln Financial Field. Mandatory Credit: James Lang-USA TODAY Sports

Linval Joseph stampft in die Endzone... Bild: reuters

Wenn 147 Kilo in die Endzone stampfen und 7 weitere Highlights des NFL-Weekends

Adrian Bürgler

Big-Guy-Touchdown

147 Kilo schwer ist Linval Joseph und doch rennt er allen davon. Die Aufgabe des Defensive Tackles der Minnesota Vikings ist es eigentlich, die Gegner zu stoppen. Doch beim 32:21-Sieg gegen die Philadelphia Eagles gelang dem 29-Jährigen selbst ein Touchdown. Er schnappte sich den Ball, zog los und konnte von "Philly" nicht mehr gestoppt werden.

Danach setzte er eine Weile aus und gönnte sich eine Runde Sauerstoff.

Rekord-Field-Goal zum Sieg

Kann ein Spiel verrückter enden? Eigentlich schienen die New York Giants gegen Carolina schon geschlagen. Doch sie kämpften sich zurück und führten eine Minute vor Schluss dank eines Touchdows von Saquon Barkley mit 31:30. Doch noch der Sieg für New York? Denkste!

Obwohl die Panthers ihre scheinbar letzte Chance auf den Sieg vermasselten, brachte New York den Sieg nicht über die Runden – doch dafür brauchte es einen Rekord: Carolina kam noch zu einem letzten Versuch und Graham Gano erzielte per Field Goal den Game Winner aus 63 Yards! Es ist das längste Game-Winning-Field-Goal der NHL-Geschichte.

Odell Beckham, der Allrounder

Odell Beckham sorgte zum Beginn der fünften Woche für Aufregung. Der Wide Receiver kritisierte in einem Interview die schwache Offense der Giants. Also gab Coach Pat Shurmur dem 25-Jährigen die Chance, das Problem eigenhändig zu beheben. Beckham spielte nicht nur auf seiner angestammten Position, sondern auch als Punt Returner – und als Quarterback!

Als Punt Returner war er nicht wirklich zu gebrauchen. Mit fragwürdigen Entscheidungen schenkte er den Panthers einen Touchdown. Doch als Quarterback überzeugte Beckham. Bei einem Trickspielzug warf er einen sensationellen 57-Yard-Pass auf Runningback Saquon Barkley – dessen erster Receiving Touchdown.

Und später im Spiel brachte er den Ball selber in die Endzone, es war Beckhams erster Touchdown seit einem Jahr.

Curtis Samuels Kampf in die Endzone

Das war ein perfektes Saisondebüt für Curtis Samuel. Nicht nur, dass seine Panthers in letzter Sekunde gegen die Giants gewannen, der 22-jährige Wide Receiver deutete auch sein großes Potential an. Das Highlight seines Spiels: Wie er sich zum ersten Touchdown seiner Karriere durch die New Yorker Defensive kämpfte.

Thielens Rekordstart

Vikings-Receiver Adam Thielen ist ein unglaublicher Start in die neue Saison gelungen. Auch gegen die Eagles überzeugt er auf ganzer Linie. Erneut gelingen ihm über 100 Receiving Yards. Thielen ist der erste Wide Receiver seit 1970, der eine Saison mit fünf Spielen beginnt, in denen er stets mehr als 100 Receiving Yards abspult.

Siegen im "Browns Style"

Es gibt im Englischen den Ausdruck "finishing in style", also etwas mit Stil abschließen. Nun, wir glauben nicht, dass die Cleveland Browns diesen Ausdruck kennen, denn ihr Game-Winning-Kick zum 12:9 gegen die Baltimore Ravens war einer der "hässlichsten", den wir je gesehen haben. Aber das dürfte Cleveland egal sein. Denn so sicherte Greg Joseph seinem Team den ersten Division-Sieg seit drei Jahren.

Mason Crosbys Debakel

Was für ein katastrophaler Abend für die Green Bay Packers! Das Team aus Wisconsin brachte beim 23:31 gegen die Detroit Lions lange überhaupt nichts zustande. Kicker Mason Crosby hatte ein Field-Goal-Debakel zu beklagen. Er vergab seine ersten vier Kicks sowie den Extrapunkt – so etwas hat man in der NFL noch nie gesehen.

Symbolvideo:

Im dritten Viertel halfen die Lions mit, dass nochmal etwas Spannung aufkam. Detroit nahm den Fuß komplett vom Gaspedal und ließ die Packers nochmals bis auf zehn Punkte herankommen, ehe Kenny Golladay mit einem Touchdown für die Entscheidung sorgte.

Brady schreibt Geschichte

Man mag ihn, oder man mag ihn nicht. Aber fest steht: Tom Brady ist einer der besten Quarterbacks der NFL-Geschichte. Beim 38:24-Sieg der New England Patriots gegen die Indianapolis Colts warf er den Pass zu seinem 500. Karriere-Touchdown. Eine Marke, die zuvor nur Peyton Manning und Brett Favre erreicht haben. Josh Gordon ist zudem der 71. Spieler der einen Touchdown von Brady gefangen hat. Das ist alleiniger Rekord.

Die Ergebnisse des Sonntags:

Pittsburgh Steelers – Atlanta Falcons 41:17
Buffalo Bills – Tennessee Titans 13:12
New York Jets – Denver Broncos 34:16
Kansas City Chiefs – Jacksonville Jaguars 30:14
Detroit Lions – Green Bay Packers 31:23
Cleveland Browns – Baltimore Ravens 12:9
Carolina Panthers – New York Giants 33:31
Cincinnati Bengals – Miami Dolphins 27:17
Los Angeles Chargers – Oakland Raiders 26:10
San Francisco 49ers – Arizona Cardinals 18:28
Philadelphia Eagles – Minnesota Vikings 21:23
Seattle Seahawks – Los Angeles Rams 31:33

Themen
0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Warum der deutsche Tom Brady lieber Geschichtslehrer wird

Volle Stadien, Millionen Zuschauer und die besten Footballer der Welt. Seit einem Monat läuft die 99. Saison der NFL. Weit weg von diesem Glitzer-Zirkus fand am Samstag der 40. German Bowl in Berlin statt.

Die Schwäbisch Hall Unicorns gewannen das Endspiel um die deutsche Meisterschaft vor 15.213 Zuschauern im Berliner Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark gegen Samsung Frankfurt Universe mit 21:19 (7:13). Das Team um Quarterback Marco Ehrenfried machte damit ihren insgesamt vierten Titelgewinn nach …

Artikel lesen
Link zum Artikel