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Gündogan, Özil, Erdogan und Tosun (v.l.) posieren gemeinsam im Hotel „Four Seasons“ twitter/ak parti

Gündogan verteidigt Treffen mit Erdogan "als Geste der Höflichkeit"

Die deutschen Fußball-Nationalspieler Mesut Özil und Ilkay Gündogan haben kurz vor der WM-Nominierung den umstrittenen türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan getroffen – und somit Wahlkampf für ihn gemacht.

Im Rahmen von Erdogans dreitägigem Besuch in London überreichten Özil und Gündogan dabei Trikots ihrer Vereine FC Arsenal bzw. Manchester City.

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Gündogan schrieb auf sein Trikot: "Mit großem Respekt für meinen Präsidenten." twitter/ak parti

Erdogans Partei AKP veröffentlichte Fotos des Treffens im Hotel Four Seasons, an dem auch der deutsch-türkische Profi Cenk Tosun vom FC Everton teilnahm, am Montag bei Twitter. Auf Gündogans Trikot mit der Nummer acht stand: "Mit großem Respekt für meinen Präsidenten."

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Auch Özil schenkte Erdogan ein Trikot twitter/ak parti

Erdogan wird beim Staatsbesuch in Großbritannien am Dienstag von Queen Elizabeth II und der Premierministerin Theresa May empfangen. In der Türkei lässt er am 24. Juni vorgezogene Parlaments- und Präsidentschaftswahlen abhalten. 

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Cenk Tosun spielt in der Türkischen National-Elf und stammt aus Wetzlar twitter/ak parti

DFB-Präsident Grindel äußerte sich kritisch zu der Aktion der Nationalspieler:

Dass sich kurz vor Bekanntgabe des Kaders für die WM in Russland zwei deutsche Nationalspieler mit dem umstrittenen türkischen Präsidenten zeigen, ließ die sozialen Netzwerke erwartungsgemäß kochen:

Update:

Mittlerweile hat sich Gündogan selbst zu der Kritik geäußert und sie zurückgewiesen: "Es war nicht unsere Absicht, mit diesem Bild ein politisches Statement abzugeben, geschweige denn Wahlkampf zu machen", teilte Gündogan mit. "Als deutsche Nationalspieler bekennen wir uns zu den Werten des DFB und sind uns unserer Verantwortung bewusst", sagte Gündogan weiter. "Fußball ist unser Leben und nicht die Politik."

Man habe den Präsidenten auf einer Veranstaltung einer türkischen Stiftung getroffen. "Aus Rücksicht vor den derzeit schwierigen Beziehungen unserer beiden Länder haben wir darüber nicht über unsere sozialen Kanäle gepostet", betonte Gündogan. 

"Aber sollten wir uns gegenüber dem Präsidenten des Heimatlandes unserer Familien unhöflich verhalten? Bei aller berechtigten Kritik haben wir uns aus Respekt vor dem Amt des Präsidenten und unseren türkischen Wurzeln - auch als deutsche Staatsbürger - für die Geste der Höflichkeit entschieden."

Ilkay Gündogan

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(pbl/SID)

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