Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und die Werbung von watson und Werbepartnern zu personalisieren. Weitere Infos: Datenschutzerklärung.

Was den "Pussy Riot"-Aktivisten nach ihrer WM-Flitzer-Aktion droht

In der 52. Minute des WM-Finales liefen vier Flitzerinnen und Flitzer auf das Feld. Die drei Frauen und ein Mann trugen dabei Polizei-Uniformen – und wollten damit wohl eine politische Botschaft senden.

Nachdem eine der Flitzerinnen sogar mit Frankreich-Star Mbappé abklatschen konnte, wurden sie vom Platz getragen.

Die Moskauer Polizei hat gegen die vier Flitzer jetzt Verwaltungsstrafen beantragt. Ihnen werde vorgeworfen, gegen die Vorschriften für Zuschauer bei Sportveranstaltungen verstoßen und sich unrechtmäßig Uniformen beschafft zu haben, meldete die Agentur Interfax am späten Sonntagabend.

Was droht den Flitzern jetzt?

Die Höchststrafe für den Verstoß gegen die Regeln für Zuschauer liegt laut Agentur Interfax bei einer Geldstrafe von 200.000 Rubel (etwa 2700 Euro) oder 160 Stunden gemeinnütziger Arbeit. Für das Beschaffen einer Uniform beträgt die Strafe dem Bericht zufolge zwischen 1000 und 1500 Rubel (ca. 20 Euro). 

Wer steckt hinter der Aktion?

Die kremlkritische Polit-Punk-Gruppe Pussy Riot reklamierte die Aktion für sich und verband sie mit politischen Forderungen wie etwa nach mehr politischem Wettbewerb in Russland. Zudem forderte die Gruppe ein Ende von Festnahmen bei friedlichen Protesten und die Freilassung aller politischen Gefangenen.

Nicht trauric sein, liebe Kroaten:

Das folgende Video soll nach der Festnahme auf einem Polizeiposten aufgenommen worden sein. Es sei schade, dass das Jahr 1937 vorüber sei, sagte ein aufgebrachter Polizist. Damit spielte er wohl auf die politische Säuberung von Stalin an. In jenem Jahr ließ er 1,5 Millionen Menschen verhaften – der Großteil davon starb.

Pussy Riot ist vor allem bekannt für eine Protestaktion 2012 in der Moskauer Christ-Erlöser-Kathedrale: Dort hatten sie ein "Punk-Gebet" aufgeführt, in dem sie Putin offen kritisierten. Wegen "Rowdytums" und "Aufwiegelung zu religiösem Hass" wurden drei Bandmitglieder zu zwei Jahren Arbeitslager verurteilt, sie kamen jedoch vorzeitig frei.

(bn/dpa/vom)

Mehr zum Weltmeister Frankreich:

Alle sind nass, nur Schirmherr Putin bleibt trocken: Das ist das Bild der WM

Link zum Artikel

Kroatien hat verloren – an der Staatspräsidentin hat es aber nicht gelegen

Link zum Artikel

Frankreich, du bist kein Weltmeister der Herzen (ist aber auch nicht schlimm)

Link zum Artikel

Sie schafften es bis zu Mbappé – Die Final-Flitzer waren wohl von Pussy Riot 

Link zum Artikel

Er ist der Stürmer ohne Torschuss – das sind die weltmeisterlichsten Witze über Giroud

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

"Bauern" – Esther Sedlaczeks Versprecher amüsiert die Zuschauer

Ein Freudscher Versprecher ist wahrscheinlich jedem schon einmal passiert: Man redet und redet und, ehe man sich versieht, kommt unwillkürlich das zum Vorschein, was man EIGENTLICH meint. 

Am Mittwochabend passierte Sky-Moderatorin Esther Sedlaczek ein solcher Lapsus Linguae. Jedenfalls ist das unsere Ferndiagnose.

Warum? Sedlaczek moderierte das DFB-Pokal-Spiel des FC Bayern gegen Hertha BSC an – und dann trat bei Hertha-Fan (!) Sedlaczek das Unterbewusste zutage:

Am Ende war auf Berliner …

Artikel lesen
Link zum Artikel