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Football fans from all over the world take part in a football carnival ahead of the 2018 FIFA World Cup WM Weltmeisterschaft Fussball near the Red Square in Moscow, Russia, 13 June 2018. Enthusiastic fans flock to Red Square to preheat World Cup with football carnival PUBLICATIONxINxGERxAUTxSUIxONLY 20180613_89548

Bild: imaginechina/imago

Kurze Show, Ball aus dem All und zitternde Gastgeber – so läuft der erste WM-Tag ab

14.06.18, 13:02

Philipp Reich

Heute ist es endlich so weit: 1432 Tage nach Deutschlands 1:0-Sieg gegen Argentinien in Rio wird im Moskauer Luschniki-Stadion die 21. Fußball-WM eröffnet. Mit dabei ein Haufen Prominenz und zwei Teams, denen wenig zugetraut wird.

Die Eröffnungsfeier

Um circa 16.30 Uhr geht es los: Die Eröffnungsfeier der Fußball-WM wird in Russland etwas anders ablaufen als bei den letzten Weltmeisterschaften. Die Show wird diesmal wesentlich kürzer gehalten und näher an den Anpfiff verlegt. Statt Tanz und Folklore-Darbietungen gibt es hauptsächlich Musik-Acts.

Robbie Williams wird den Fans im Moskauer Luschniki-Stadion einheizen. "Ich bin so glücklich und aufgeregt", sagte der britische Popstar über seinen großen Auftritt. "Die WM vor 80.000 Fans im Stadion und vielen Millionen auf der ganzen Welt zu eröffnen, ist ein Kindheitstraum."

Unterstützung erhält der 44-Jährige von der russischen Sopranistin Aida Garifullina und Jason Derulo, der seinen WM-Hit "Colors" performen wird. Auch die brasilianische Fussball-Legende Ronaldo und Maskottchen Zabivaka spielen bei der Show eine Rolle. Es soll um Liebe und Fussball gehen. Rund eine halbe Stunde wird das Spektakel dauern, dann gehört die Bühne dem Fußball.

Die Coca-Cola-WM-Hymne von Jason Derulo. Video: YouTube/Jason Derulo

Die Ehrengäste

Die meisten westlichen Staatschefs haben für die Eröffnungsfeier abgesagt. Dennoch wir Russlands Präsident eine illustre Runde auf der Ehrentribüne begrüßen dürfen. Der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman und ein Dutzend anderer Staatsgäste, wie Russlands verbündete Präsidenten Alexander Lukaschenko (Weissrussland), Ilham Aliyev (Aserbaidschan) und Nursultan Nasarbajew (Kasachstan), haben sich angesagt. 

Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier werden nicht dabei sein. Ob sie im Laufe des Turniers nach Russland reisen werden, ist nicht bekannt.

Natürlich wird FIFA-Präsident Gianni Infantino da sein. Der Schweizer ist bekannt dafür, dass er sich bei öffentlichen Auftritten stets mit Fußball-Ikonen der Vergangenheit schmückt. Mal schauen, wer neben Ronaldo sonst noch so dabei ist.

Gute Freunde: Infantino (l.) und Putin (r.) Bild: Koch/imago

Der Ball

Das Spielgerät kommt aus dem Weltall. Zwei Monate lang kreiste der WM-Ball "Telstar" an Bord der Internationalen Raumstation ISS rund 400 Kilometer hoch um die Erde. Vor wenigen Tagen brachte ein Astronaut die kosmische Kugel zurück. Rechtzeitig für das Eröffnungsspiel muss diese dann auf dem Punkt in der Mitte des Luschniki-Stadions liegen.

Bild: itar-tass/imago

Das Eröffnungsspiel

Gastgeber Russland trifft auf Saudi-Arabien. Das Aufeinandertreffen wird als "El Gasico" verspottet, weil Putin und Bin Salman gestern über ihre Petro-Allianz gesprochen haben. Prickelnd ist das Startspiel sportlich trotz der Anlehnung an "El Clásico" aber noch lange nicht.

Es duellieren sich die zwei in der Weltrangliste am schlechtesten platzierten Teams der 32 WM-Teilnehmer: Russland liegt auf Rang 70, Saudi-Arabien auf Position 67. Für Präsident Putin zählt trotzdem nur der Sieg, doch die Russen sind nicht gerade in Topform. Das Team von Trainer Stanislaw Tschertschessow hat die letzten sieben Spiele nicht gewonnen.

Saudi-Arabien erging es nicht viel besser: Die "Grünen Falken" verloren alle vier Testspiele, zeigten beim 1:2 gegen Weltmeister Deutschland aber immerhin einige gute Ansätze. Die Statistik ist aber auf Russlands Seite. Erst zweimal gab es in WM-Eröffnungsspielen faustdicke Überraschungen: 1990 und 2002 schlugen Kamerun und Senegal die Titelverteidiger Argentinien und Frankreich.

Seit 2006 eröffnet der Gastgeber die WM: Deutschland 2006 und Brasilien 2014 siegten jeweils klar, Südafrika musste 2010 gegen Mexiko spät noch den 1:1-Ausgleich hinnehmen.

Die Schiedsrichter

Nestor Pitana wird das Eröffnungsspiel leiten. Der 42-jährige Argentinier gilt als erfahrener Schiedsrichter und leitete bereits 2014 vier WM-Spiele. Als vierter Offizieller fungiert der Brasilianer Sandro Ricci. Aber natürlich werden alle Augen auf den Video-Schiedsrichter gerichtet sein. Die große Frage: Wird die WM dank des Videobeweises tatsächlich gerechter oder diskutieren wir am Ende doch wieder über Fehlentscheide der Unparteiischen?

Die Fans

Sie werden in Scharen kommen. Längst ist das Eröffnungsspiel ausverkauft. 81.000 Zuschauer finden im Luschniki-Stadion Platz, sie werden natürlich größtenteils weiß-blau-rot gekleidet sein. Die Russen hoffen, dass ihr Team mit einem Sieg startet und im Eröffnungsspiel die große Blamage gleich zu Beginn der WM verhindern kann.

Die russischen Fans dominieren das Moskauer Stadtbild Bild: imago sportfotodienst

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