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England's Harry Kane celebrates at the end of the round of 16 match between Colombia and England at the 2018 soccer World Cup in the Spartak Stadium, in Moscow, Russia, Tuesday, July 3, 2018. England won after a penalty shoot out. (AP Photo/Victor R. Caivano)

Bild: AP

"F@*k me, I'm crying." Wie England seinen Elfmeter-Fluch besiegte

England hat gegen Kolumbien erstmals an einer WM ein Elfmeterschießen gewonnen. Zuvor hatte England an Weltmeisterschaften dreimal in der Elfmeter-Lotterie verloren. Warum der Erfolg in WM-Achtelfinal kein Zufall ist und wie eine gebeutelte Nation erleichtert aufatmet.

Philipp Reich / watson.ch

Es hat tatsächlich genützt! Seit März übten die Engländer Elfmeterschießen, um ihren WM-Fluch endlich zu besiegen. Dreimal mussten sie an einer WM zur Kurzentscheidung antreten, dreimal zogen sie den Kürzeren (Gesamtbilanz vor heute Abend: 1:6). Nicht im WM-Achtelfinal 2018 gegen Kolumbien.

Die Stimmung vor dem Elfmeterschießen:

Obwohl mit Jordan Henderson der dritte Schütze versagte, siegten die Three Lions nach dem 1:1 nach 120 Minuten mit 4:3 nach Elfmeterschießen. Mateus Uribe traf nur das Lattenkreuz, Carlos Bacca sah seinen Versuch von Jordan Pickford pariert. Danach traf Kieran Trippier souverän.

Jetzt ist der Fluch also besiegt! 

Und so sieht die Elfmeter-Euphorie aus:

"Elfmeterschießen ist definitiv kein Glück und auch kein Zufall. Es geht darum, die Fähigkeit zu haben, unter Druck abzuliefern", predigte Southgate immer wieder. Der England-Trainer hatte 1996 im EM-Halbfinal selbst den entscheidenden Penalty verschossen. "Gareth Southgate, the whole of England is with you", hieß es damals – und er scheiterte.

Englands Bilanz im Penaltyschiessen : 2:6

WM 1990: Halbfinal gegen Deutschland 1:1 n.V., 3:4 n.P.
EM 1996: Viertelfinal gegen Spanien 0:0 n.V., 4:2  n.P.
EM 1996: Halbfinal gegen Deutschland 1:1 n.V., 5:6 n.P.
WM 1998: Achtelfinal gegen Argentinien 2:2 n.V., 3:4 n.P
EM 2004: Viertelfinal gegen Portugal 2:2 n.V., 5:6 n.P.
WM 2006: Viertelfinal gegen Portugal0:0 n.V., 1:3 n.P.
EM 2012: Viertelfinal gegen Italien 0:0 n.V., 2:4 n.P.
WM 2018: Achtelfinal gegen Kolumbien 1:1 n.V., 4:3 n.P.

Keinem seiner Spieler sollte ein ähnliches Schicksal wiederfahren. Ein Analyseteam bekam den Auftrag, die bisherigen Duelle auf ein Allerheilmittel für einen Penalty-Erfolg zu untersuchen. Die Fachleute waren dabei zum Ergebnis gekommen, dass sich die Engländer bei der Ausführung im Vergleich zu ihren internationalen Kollegen weniger Zeit nahmen.

Nach den meisten Trainingseinheiten fanden deswegen Elfmeterschießen statt, bei denen die Spieler – erschöpft durch das Training zuvor – von der Mittellinie aus losgehen mussten, um sich an den Ablauf zu gewöhnen. Die fünf Hauptschützen wurden außerdem Monate im Voraus bestimmt, sowie auch fünf Ersatzschützen. Außerdem wurde individuelles Coaching angeboten, für das unter anderem mit psychometrischen Tests von jedem Spieler eine Art Elfmeterschießenprofil erstellt wurde.

"Es kommt darauf an, in diesem einen Moment da zu sein. Und ich war es."

England-Torhüter Jordan Pickford nach dem Spiel

Doch nicht nur das. Southgate hat auch festgelegt, welcher Betreuer auf dem Platz stehen darf und welcher nicht. Die Engländer überließen nichts dem Zufall – und wurden endlich belohnt.

Die Reaktionen auf Twitter:

Nie gezittert, oder?

So sieht Erleichterung aus!

So eine Explosion!

Gary Lineker und die anderen Legenden können es nicht fassen:

Im ITV-Studio:

Auch die WM-Spieler atmen aus:

Die andere Seite:

Der BBC-Mann war hautnah dabei:

Der Kommentator von 1996:

Das war's wohl für die Erde!

Is it really coming home?

Natürlich ist der WM-Titel jetzt ganz nah!

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