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Alle tun sich schwer – wer ist jetzt eigentlich Favorit auf den WM-Titel?🤔

Ralf Meile

Die meistgenannten Anwärter für den Gewinn der Weltmeisterschaft haben ihr erstes Gruppenspiel absolviert. Überzeugt haben sie nicht.

Deutschland

So wird das nichts mit der Titelverteidigung. Schon in der Vorbereitung konnte Deutschland nicht überzeugen, der WM-Auftakt gegen Mexiko war insbesondere in der ersten Halbzeit miserabel. Die Innenverteidiger Jérôme Boateng und Mats Hummels beklagten sich über fehlende Unterstützung der Vorderleute, diese wirkten auch offensiv planlos.

Das deutsche Team war noch der Niederlage sichtlich bedient:

Bild: Ulmer/imago

Wie geht's weiter?
Am Samstag gegen Schweden, das Südkorea schlug und mauern wird. Keine leichte Aufgabe für das Team von Jogi Löw, dessen Vertrag man schon vor dem Turnier bis 2022 verlängerte.

Brasilien

Zwar dominierte Brasilien das Geschehen gegen die Schweiz weitgehend und kam auch zu einigen guten Torchancen. Doch mehr als einen Treffer brachte die "Seleçao" nicht zustande und dafür ließen auch einen Treffer der Schweizer zu. Das Unentschieden ist aus Schweizer Sicht glänzend, aus brasilianischer Sicht eine Enttäuschung.

Für Superstar Neymar und die Brasilianer lief es noch nicht nach Plan:

Bild: sven simon/imago

Wie geht's weiter?
Am Freitag trifft der fünffache Weltmeister auf Costa Rica. Der hart angegangene Superstar Neymar konnte am Montag nicht mit dem Team trainieren. Aber er wird für das zweite Gruppenspiel wieder fit sein – und muss sich erneut auf harte Gegenwehr der engmaschigen Abwehr der "Ticos" einstellen.

Spanien

Zwei Tage vor dem WM-Start wechselte Spanien den Trainer. Julen Lopetegui musste gehen, weil er für die neue Saison bei Real Madrid unterschrieb, er wurde durch Fernando Hierro ersetzt. Der erlebte beim Debüt ein Wechselbad der Gefühle. Gegen Portugal drehte Spanien ein 0:1 in ein 2:1 und ein 3:2 – um am Ende wegen dreier Treffer von Cristiano Ronaldo doch bloß ein Remis zu holen.

Spaniens neuer Coach Fernando Hierro war nicht immer zufrieden:

Bild: imaginechina/imago

Wie geht's weiter?
Schon Mittwoch gegen den Iran. Der ist zwar Tabellenführer der Gruppe A, enttäuschte aber gegen Marokko von A bis Y. Das Z war Marokkos Eigentor, das dem Iran in der 95. Minute den glücklichen Sieg bescherte. Alles andere als ein spanischer Erfolg wäre eine gewaltige Überraschung.

Frankreich

Für ein Team mit geballter Offensivkraft war Frankreich im ersten Spiel seltsam gehemmt. Es schien, wie wenn "Les Bleus" in einem viel zu schweren Gang auf die Alpe d'Huez fuhren, weil sie vergaßen, in einen leichten zu schalten. Den Sieg gab's dank Videobeweis (Elfmeterpfiff zum 1:0) und Torlinientechnologie (Siegtreffer zum 2:1).

Auch bei Frankreichs Stürmerstar Antoine Griezmann lief noch nicht alles:

Bild: imago

Wie geht's weiter?
Nun wartet am Donnerstag Peru. Die Südamerikaner wussten gegen Dänemark zu gefallen, kamen zu vielen Chancen, verloren aber 0:1. Spielt Peru erneut so offensiv und macht mehr aus seinen Möglichkeiten, könnte das ein heißer Tanz werden für die Franzosen.

Argentinien

Gegen Island machte Argentinien das Spiel – aber es kam gegen die hartnäckig verteidigenden "Wikinger" nicht über ein 1:1 hinaus. Tiefpunkt: Lionel Messis verschossener Elfmeter, den Islands Keeper Hannes Halldorsson pariert.

Tragischer Held: Lionel Messi

Bild: imago

Wie geht's weiter?
Mit dem Duell gegen Kroatien am Donnerstag. Die Osteuropäer können nach dem 2:0-Sieg über Nigeria mit einem weiteren Erfolg die Achtelfinals planen. Der nominell schwierigste Gegner für die "Gauchos", die sich keinen weiteren Fehltritt mehr leisten dürfen.

England

Dank Kapitän Harry Kane startete England siegreich. In der Nachspielzeit buchte er gegen Tunesien seinen zweiten Treffer zum 2:1-Sieg. Richtig überzeugen konnten die "Three Lions" aber trotz des Erfolgs nicht. Fazit: Hauptsache gewonnen.

Bild: imago

Wie geht's weiter?
Panama darf kein Stolperstein sein, die Mittelamerikaner haben gegen Belgien ein 0:3 kassiert und nichts an ihrem Status als eines der schwächsten Teams dieser WM ändern können. England wird am Sonntag im zweiten Spiel den zweiten Sieg eintüten und damit die Achtelfinal-Qualifikation sicherstellen.

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  • 8%England
  • 57%Ein anderes Team

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