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Belgium's Eden Hazard laughs after the third place match between England and Belgium at the 2018 soccer World Cup in the St. Petersburg Stadium in St. Petersburg, Russia, Saturday, July 14, 2018. (AP Photo/Natacha Pisarenko)

Bild: AP/Natacha Pisarenko

Hazard der beste Spieler der WM? Wenn es nach ihm selbst geht schon

Philipp Reich / watson.ch

Keine Frage, im Spiel um Rang 3 war Eden Hazard der beste Mann auf dem Platz. Tempodribblings, Ballannahmen auf engstem Raum, Hackentricks und Beinschüsse – der belgische Kapitän war nicht zu halten. Das 2:0 erzielte er selbst, außerdem kreierte er eine Chance nach der anderen und wurde am Ende zum "Man of the Match" gewählt. Stolz präsentierte er nach dem 2:0-Sieg über England seine Bronzemedaille.

Mit drei Toren und vier Assists hat Hazard die hohen Erwartungen an dieser WM mehr als erfüllt. Er zählte zu den auffälligsten Spielern. War er gar der beste? Wenn es nach ihm selbst geht schon. Auf die Frage, wer am Ende des Turniers den "Goldenen Ball" als bester Spieler der WM erhalten soll, sagte er nach dem Sieg gegen England ohne Umschweife: "Ich würde diesen Titel mir verleihen."

Doch Hazard weiß, wie der Hase läuft. Seit 1982 wird die Auszeichnung verliehen, außer 1990 und 2010 wurde der "Goldene Ball" stets einem Spieler der beiden WM-Final-Mannschaften überreicht. Der 27-Jährige sagt darum: "Ich kann leider nicht wählen. Ich denke, sie werden einen anderen nehmen."

Die Gewinner des "Goldenen Balls":

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screenshot: wikipedia

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Hazard hätte die Auszeichnung aber durchaus verdient. Bei der WM scheint ihm der Durchbruch zum ganz großen Superstar gelungen zu sein. Endlich... lange galt Hazard nämlich als großes Talent, das sein Potenzial nicht richtig ausschöpfen kann.

Stagnation nach steilem Aufstieg

Seinem ersten Trainer war schnell klar: "Wir haben einen Begnadeten." Bei Nachwuchs-Turnieren wurde Hazard stets zum besten Spieler gewählt. Schnell fiel der Begriff "Wunderkind". Auch nach seinem Wechsel zu den Profis wurde Hazard sämtlichen Vorschusslorbeeren gerecht. Mit 20 führte er Lille als eine der tragenden Säulen zum ersten Meistertitel seit 57 Jahren. Spätestens da hatten sämtliche europäischen Topteams ein Auge auf ihn geworfen. 

Bilder des Tages - SPORT Eden Hazard of Chelsea raises the FA Cup Trophy during the The FA Cup Final match between Chelsea and Manchester United ManU at Wembley Stadium, London, England on 19 May 2018. PUBLICATIONxNOTxINxUK Copyright: xSalvioxCalabresex 20030079

Vier Titel hat Hazard mit Chelsea gewonnen, als ganz großer Superstar gilt er aber (noch) nicht. Bild: imago sportfotodienst

Chelsea machte ein Jahr später das Rennen, überwies 40 Millionen Euro für den offensiven Mittelfeldspieler. Auch bei den "Blues" übernahm Hazard sofort eine tragende Rolle, doch sein Aufstieg verlief plötzlich nicht mehr ganz so steil. Seine Trainer kritisierten immer wieder seine mangelnde Berufseinstellung. Hazard galt (und gilt) zuweilen als Diva. Als einer, der taktische Vorgaben zugunsten kleiner Showeinlagen gerne mal über den Haufen wirft. Ein genialer Fußballer, aber eben kein Mannschaftsspieler. Zu unreif, so der Vorwurf. 

Ronaldo-Nachfolger bei Real?

Das scheint sich nun geändert zu haben. Hazard gilt als kommender Superstar, als Erbe von Lionel Messi und Cristiano Ronaldo. Es ist ein offenes Geheimnis, dass Real Madrid den Belgier gerne als Nachfolger für den zu Juventus Turin abgewanderten CR7 ins Bernabeu holen möchte. 

Hazard ist zwar noch bis 2020 an Chelsea gebunden, Real soll allerdings bereit sein, 170 Millionen Euro für Belgiens Nummer 10 zu bezahlen. Das würde ihn zum zweitteuersten Fußballer aller Zeiten machen. Aber hat Hazard überhaupt das Zeug zum CR7-Nachfolger?

Photoshop-Fähigkeiten? Das geht besser!

"Ich habe vor ein paar Tagen mit Eden Hazard gesprochen, er bereitet sich auf einen Wechsel zu Real Madrid vor."

Brian Laudrup weiß offenbar mehr

Ja, meint Belgiens Trainer Roberto Martinez. "Eden kann in jeder Mannschaft der Welt spielen. Er ist einer der komplettesten Spieler des modernen Fußballs. Er ist einer der besten im Eins-gegen-eins, hat Spielverständnis, Führungsqualitäten, er schießt Tore und ist ein Teamplayer mit Siegermentalität."

Und was sagt Hazard? "Nach sechs wundervollen Jahren bei Chelsea könnte es an der Zeit sein, etwas anderes zu entdecken", erklärte der "Man of the Match" nach dem Sieg im Spiel um Platz 3. Nach seinen starken Auftritten in Russland könne er "sicherlich entscheiden, ob ich bleiben oder gehen will. Chelsea muss dann die finale Entscheidung treffen, ob sie mich gehen lassen wollen. Mein bevorzugtes Ziel kennt ihr ja."

Damit meinte Hazard natürlich die Königlichen aus Madrid. "Real ist etwas ganz besonderes. Der Klub bringt jeden zum Träumen", schwärmte er zuletzt und brachte sich damit gleich selbst in Stellung. Das scheint seine Masche zu sein ...

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