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Zuerst lief es für Kandidat Andreas Eming ziemlich gut. bild: screenshot rtl

"Wer wird Millionär": Kandidat verlässt sich aufs Publikum und verliert fast alles

Dirk krampitz

Der Publikumsjoker ist einer der stärksten, den die Quiz-Show "Wer wird Millionär" zu bieten hat.

Fast immer ist die Schwarmintelligenz größer als die des Einzelnen. Fast immer. Der Kandidat Andreas Eming (33) schafft es beim Zockerspecial zu Jauch, weil er die Redewendungen "ohne Wenn …", "ohne Fehl …", "ohne Rast …" und "ohne Punkt…" am schnellsten in der richtigen Reihenfolge vervollständigen kann. (C, B, A, D in 3,68 Sekunden).

Er ist Marketing-Manager eines Onlineshops für Sportartikel und hat als Begleitung seine Mutter mitgebracht. "Die beste Begleitung, die ich habe", sagt er. Jauch versucht, ihn ein bisschen in Richtung Muttersöhnchen zu drücken: Ob es denn seine eigene Entscheidung gewesen sei, in die Sendung zu kommen, fragt er die Mutter des Kandidaten. Die antwortet nur trocken: "Der ist von selbst gekommen." Gern hätten sie vorher was Alkoholisches getrunken, gibt der Kandidat zu, aber es gab offenbar nichts. Und Jauch bietet auch während der Sendung keinen Sekt an – wie er es in der vergangenen Woche getan hat. Offenbar soll dieser Kandidat einen klaren Kopf behalten. Die ersten Wortspielfragen meistert er souverän: "Hat Moby Dick seine Eltern verloren, dann ist der Weiße …" A) Ab Wächselnd B) Optio Nahl C) Wal Waise oder D) Alter Natief. Natürlich geht es um C), den Wal, der dann Waise wäre.

Eming weiß auch, dass die Hinterlassenschaft des Geschäftsmanns Johns Hopkins 1876 zur Gründung der nach ihm benannten Universität geführt hat, die aktuell als eine der verlässlichsten Quellen für die Corona-Infektionszahlen gilt. Es läuft rund und er kommt schnell bis zur 16.000-Euro-Frage. "Wo beginnt und endet die Reise in ‚In 80 Tagen um die Welt‘ im berühmten Roman von Jules Verne?“ A) Paris, B) Rom, C) London oder D) Berlin. Auch hier liegt er richtig: C) London. Dann gönnt Jauch seinem Kandidaten eine Verschnaufpause und Andreas Eming darf sein Hobby "Darts" präsentieren. Einmal hat er bei einem Event gegen Phil Taylor gespielt, den erfolgreichsten Dartspieler in der Geschichte dieses Sports.

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Günther Jauch und Eming treten mit Darts gegen einander an. bild: screenshot rtl

Aber Darts ist eben auch immer ein bisschen Glück. Und so hat er gegen Taylor sogar gewonnen. Nun fordert ihn Jauch zum Duell heraus. Das Redaktions-Team hat natürlich schon zuvor eine Dartscheibe und sechs Pfeile bereitgestellt. Eming legt mit 60 Punkten bei drei Würfen vor. Seine Technik sieht elegant aus. Jauch hingegen wirkt eher wie ein Pennäler mit schlenkerndem Arm und Emig hilft ihm. "Die Schulter mehr nach vorn" und "nur aus dem Ellenbogen werfen". Jauch lernt schnell und liegt am Ende mit 66 Punkten vorn. "Sie haben gegen Phil Taylor gewonnen, ich habe gegen Sie gewonnen, was bedeutet das?", fragt Jauch süffisant. Ein gutes Vorzeichen scheint es nicht zu sein für die nächste Frage:

Wobei handelt es sich um eine nordfriesische Insel?

Eming hat keine Ahnung und ruft als Telefonjoker seinen Onkel an. Und der fällt ihm bei Antwort B) sofort ins Wort: "Amrum". Sogar Moderator Günther Jauch ist begeistert: "Nach 9 Sekunden fertig." Der Kandidat steht somit bei 32.000 Euro, die er mit nach Hause nehmen könnte. Dann kommt die 64.000 Euro Frage: "Welcher Preisträger darf zurzeit erstmals von der Bevölkerung selbst gewählt werden?"

Er überlegt viel hin und her, denkt laut über die Antwort "Sportler" nach. Doch er will sicher gehen, nutzt den Publikumsjoker und fragt die im Studio anwesenden ehemaligen WWM-Kandidaten.

68 Prozent entscheiden sich für den Sportler, jeweils 16 Prozent für den Vogel und das Wort des Jahres. Das Spiel des Jahres bekommt keine Stimme. Wirklich überzeugt wirkt Andreas Eming nicht. "Ich habe viel über den Sportler gesagt, habe ich zu viel gesagt?", fragt sich der Kandidat unsicher. Jauch verunsichert ihn zusätzlich noch weiter: "Es ist die Frage, ob die sich davon beeinflussen lassen. Oder wie viele haben am Ende überhaupt mitgemacht?" Schließlich ringt sich Eming zu einer Antwort durch: "Ich vertraue dem Publikum und sage A." Richtig wäre aber b) der Vogel gewesen. Und so fällt er auf 1000 Euro zurück. "Tja, wieder schlauer geworden", versucht er seine Enttäuschung zu verbergen. Beim Zockerspecial kann man gewinnen, aber wenn man sich verzockt, verliert man eben. Und dann kennt Jauch wenig Mitgefühlt. "Arbeiten Sie ein bisschen an Ihrem Dartspiel, das wird noch was!", witzelt der Darts-Duell-Gewinner seinem Kandidaten zum Abschied hinterher.

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Kandidat als Promi-Doppelgänger: Jauch traut seinen Augen kaum

Sie ist noch vom letzten Zocker-Spezial übrig: Und es läuft erstmal nicht schlecht für Stefanie Hetzer aus Günzburg. Sie weiß, dass "Watermelon Sugar" und nicht die Schwachsinnvorschläge "Strawberry Chocolate", "Coconut Lollipop", "Cherry Coke" einer der Sommerhits 2020 von Harry Styles waren. 16.000 Euro für sie. Ob er sich durch Gestik verraten habe, will Jauch wissen, "manche sagen, ich zucke falschen Moment". Aber Kandidatin Hetzner hat nichts gemerkt. "Es ist schwierig, sich auf dem …

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