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"Mutti macht ihr nicht kaputt" – Sophia Thomalla äußert sich zu Merkels Zitteranfällen

Es ist ein schmaler Grat zwischen öffentlichem Interesse und Wahrung der Privatsphäre. Angela Merkels sogenannte Zitteranfälle. Innerhalb von gut drei Wochen hatte Merkel drei Mal in der Öffentlichkeit einen Zitteranfall erlitten, immer im Stehen.

Das hat eine Debatte ausgelöst. Fragen, Lippenleserin, Spekulationen: Die Welt sorgt sich um Angela Merkel.

Nun hat sich auch Sophia Thomalla mit einem emotionalen Statement auf Instagram zu der Thematik geäußert.

Die Schauspielerin ist seit dem Jahr 2012 CDU-Mitglied. Thomalla trat schon auf CDU-Veranstaltungen auf, machte Wahlkampf für die Kanzlerin.

Sophia Thomalla stellt sich auf Instagram hinter Angela Merkel

Am Donnerstagabend meldete sich Thomalla via Instagram zu Wort. Unter dem Hashtag #notyourbusiness schrieb sie:

"14 Jahre ist Angela Merkel nun unsere Kanzlerin. Und nur selten musste sie in dieser Zeit wegen Krankheit kurz pausieren – wenn ich ehrlich bin kann ich mich an kein einziges Mal wirklich erinnern… Sie war immer da. Helft mir auf die Sprünge, wenn ich falsch liegen sollte. Jetzt diese Zitterattacken. Und jeder fragt sich erstmal: geht es ihr gut? Bei den Verhandlungspartnern ist ihre Robustheit in durchverhandelten Nächten legendär und gefürchtet. Fand ich schon immer geil – Mutti macht ihr nicht kaputt. Ruhig, besonnen und cool, egal wer da laut wurde. Jemand, der nicht ständig mit der Kette rasselt. Wenn sie sagt, dass wir uns keine Sorgen machen brauchen, dass es ihr gut gehe und sie das im Griff hat, dann ist das für mich vollkommen ausreichend. Auch eine Kanzlerin hat ein Recht auf Privatsphäre. Nicht jeder Hans Wurst hat das Recht zu wissen, was dahinter steckt. Wer bitte kommuniziert denn seine Krankenakte in der Öffentlichkeit? Eigentlich nur Leute, die über Mitleid sich Sympathiepunkte erhoffen. Aber die fand ich ja schon immer zum kotzen. Ab nächste Woche hat sie ja Urlaub… #notyourbusiness"

Hintergrund zu Angela Merkel und der aktuellen Debatte

Zuletzt erlitt Merkel am Mittwoch eine Zitterattacke, als sie den finnischen Regierungschef Antti Rinne vor dem Kanzleramt mit militärischen Ehren empfing und stehend beide Nationalhymnen anhörte. Sobald sie sich bewegen konnte, schien es ihr wieder besser zu gehen. Nach dem Gespräch mit Rinne sagte sie: "Man muss sich keine Sorgen machen." Zweifel an ihrer Arbeitsfähigkeit wies sie zurück: "Ansonsten bin ich ganz fest davon überzeugt, dass ich gut leistungsfähig bin."

Gleichwohl zog sie am Donnerstag bei der Begrüßung der dänischen Ministerpräsidentin Mette Frederiksen Konsequenzen und vollzog die Empfangszeremonie mit ihr erstmals teilweise im Sitzen. In einer Pressekonferenz beantwortete Merkel die Frage, ob sie einen Arzt aufgesucht hat, zwar nicht konkret, ließ aber durchblicken, dass sie dies getan hat. "Sie dürfen davon ausgehen, dass ich erstens um die Verantwortung meines Amtes weiß und deshalb auch dementsprechend handele – auch was meine Gesundheit anbelangt", sagte sie. "Und zweitens dürfen Sie davon ausgehen, dass ich auch als Mensch ein großes persönliches Interesse daran habe, dass ich gesund bin und auf meine Gesundheit achte."

Kubicki warnt vor "Fitness-Debatte"

Bundestagsvizepräsident Wolfgang Kubicki (FDP) hält es auch nicht für nötig, dass sich Merkel näher dazu einlässt. "Auch Personen des öffentlichen Lebens haben Anspruch auf Privatsphäre", sagte er der Zeitungen der Funke-Mediengruppe. "Die Kanzlerin hat sich bereits zu ihrem Gesundheitszustand geäußert. Mehr können und sollten wir von ihr nicht verlangen. Ich habe auch nicht den Eindruck, dass sie nicht selbst einschätzen kann, ob sie leistungsfähig ist." Er fügte hinzu: "Ich warne davor, eine Fitness-Diskussion über Politiker zum Ersatz für Politik zu machen."Dagegen hält der Mainzer Politikwissenschaftler Jürgen Falter Merkels Informationen für unzureichend. "Das reicht nicht mehr aus. Die Kanzlerin muss die Öffentlichkeit informieren. Es entsteht sonst der Verdacht, dass etwas Schlimmeres dahinterstecken könnte", sagte er dem "Mannheimer Morgen".

(as/dpa)

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