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Alle gehandelten AKK-Nachfolger sind Männer. Ein Schock für Welke. Bild: zdf screenshot

"Heute-Show" findet peinlichen Fehler bei Merz-Auftritt

dirk krampitz

Seit einer guten Woche bestimmt die Wahl des Thüringer Ministerpräsidenten mit den Stimmen der AfD die Nachrichten. Und noch immer zieht sie weitere Kreise. Auch Oliver Welke beginnt seine heute-Show mit der Bemerkung "aus der Thüringen-Krise ist eine Regierungskrise geworden".

Nach der Rücktrittsankündigung der CDU-Bundesvorsitzenden Annegret Kramp-Karrenbauer stehe nun auch die CDU auch vor einem Problem, sagt Welke. Aber AKK sei eben ein "Pannen-Magnet" und habe eine "beeindruckende Pannenserie" hingelegt. "Return to Saarland" sei nur die normale Folge.

Und natürlich auch die Reaktion auf eine noch immer übermächtige Angela Merkel: "Diese Kanzlerin hat doch die CDU-Parteiführung nie abgegeben", bilanziert Welke angesichts Merkels Machtwort zur Thüringen-Wahl während ihrer Afrika-Reise.

"Heute-Show" zieht über CDU-Männer her

Friedrich Merz, Armin Laschet und Jens Spahn sind als Nachfolger für die CDU-Bundesvorsitzende und CDU-Kanzlerkandidaten im Gespräch. Eines sei aber klar, so Welke: Die Wahl falle auf einen Mann. "Das ist erstmal ein Schock", sagt Welke.

Seien jüngere Leute überhaupt für einen Kanzler bereit, fragt Welke: Wie lautet die männliche Form von Kanzlerin?

Eine Umfrage von RTL hat ein zu pointiertes Ergebnis zu Tage gefördert, als dass es das die "Heute-Show" es nicht gern zitieren würde: 27 Prozent für Merz, 18 für Laschet ("der knuffige Hobbit") und nur 8 für Spahn ("Ein Typ wie Obama, nur anders. Jens we can"). Aber Spitzenreiter in der Umfrage: "Keiner von dreien" – mit 36 Prozent. "Klarer Sieg für 'keiner davon'", sagt Welke.

"Heute-Show" deckt auf: Tipper bei Merz-Auftritt!

"Posterboy" der eher konservativen CDU bleibe Friedrich Merz. Die "Heute-Show" zeigt einen Ausschnitt aus einem Aufritt Merz' beim CDU-Wirtschaftsrat in Magdeburg. Die Show-Macher haben dabei einen kleinen, aber peinlichen Fehler entdeckt: Auf einem Plakat hinter Merz stand da "Sachsen-Anahlt". Ups. In dem Bundesland habe es offenbar eine Rechtschreibreform gegeben.

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Da haben sie bei der "Heute-Show" ganz genau hingeguckt. Bild: zdf screenshot

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Bild: screenshot zdf

Nach Merkels "Östrogen-Politik" sei nun also Testosteron an der Reihe: Ein Film der "Heute-Show" zeigt eine Horde Paviane im Streit. Keine übermäßig originelle oder passgenaue Pointe. Aber gut.

Benjamin Blümchen in der Kommunalpolitik

Lustig wird es beim nächsten Tagesordnungspunkt: Bei der Politik liege auch in der Provinz einiges im Argen. In jeder 12. Gemeinde habe es Angriffe auf Politiker gegeben, insgesamt sei die Zahl der körperlichen Angriffe um 20 Prozent gestiegen. Und das wegen Nichtigkeiten. In Neubiberg im Landkreis München habe eine Mieterin einen Termin beim Bürgermeister haben wollen, weil Schuhe vor der Haustür verschwunden seien. Als sie ihn nicht bekam, wurde sie sauer.

Anlass genug für die "Heute-Show" unseren aller Lieblings-Hörspiel-Elefanten Benjamin Blümchen in den Clinch mit seinem Neustädter Bürgermeister zu zeigen. Dafür hat die Redaktion einige Sekunden des DVD-Zeichentrick-Bildmaterials neuvertont. "Bürgermeister, du Hurensohn, suchst du Streit", ruft Benjamin, bevor er verhaftet wird und mit einem Ballon nach Thüringen ausgeflogen wird. Von oben herab ruft er noch: "Fickt euch, ihr Gutmenschen."

Da ist der Weg nach Altenburg nicht weit. Das liegt ja auch in Thüringen. Dort wurde im vergangenen Jahr ein NPD-Ortsvorsteher eingesetzt, weil alle anderen möglichen Kandidaten "älter als der Altersschnitt des ZDF" (Zitat von Welke) waren und nur er "mit Computern umgehen" und "eine Email verschicken" konnte. Karriere in der Lokalpolitik zu machen scheint also so einfach zu sein wie noch nie, und doch will es niemand versuchen.

"Heute-Show" vs. Bonpflicht

Genauso will niemand die Bonplicht. Der Kassenbon sei "Staatsfeind Nr. 1" befindet Welke und die Berichterstattung über das Generve mit den Kassenzetteln sei mittlerweile "ein eigenes TV-Genre". Bei den Bäckern herrsche "Alarmstufe Brot". Die Redaktion hat dann einen Kampf im "Matrix"-Style gedreht zwischen einer Bäckerei-Fachverkäuferin und einem Kunden, der den Bon nicht nehmen will. Titel des Films "Nimm den Bon, du Sau".

Probleme gibt es aber auch, wenn der Kunde eine Quittung will, wie in einem Bordell in Darmstadt, und das Etablissement keine rausrücken will. Der reale Steuerberater Uwe Kreitsch wurde dazu befragt und bricht nach einer trockenen Ausführung, dass es Situationen gebe, wo man einen Puff-Besuch absetzen könne, in ein herzerfrischendes Gelächter aus, weil er die Situation so absurd findet.

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