Nina Queer beim Fassanstich bei der 9. Hofbr

Nina Queer wird doch nicht Teil der "Dschungelshow". Bild: www.imago-images.de / Frederic Kern

RTL wirft sie raus: SPD warb mit umstrittener "Dschungelshow"-Kandidatin

Erst vor wenigen Tagen hat RTL die zwölf Kandidaten für die diesjährige Dschungelcamp-Ersatz-Show bekanntgegeben. Doch schon jetzt ist klar: Eine Kandidatin wird doch nicht einziehen. Mit sofortiger Wirkung hat RTL am Montagabend Nina Queer wieder von der Kandidatenliste gestrichen. "Vor dem Hintergrund aktueller Diskussionen und unserer Haltung, jegliche Form von Antisemitismus, Rassismus sowie Diskriminierung klar zu verurteilen, können und wollen wir jemanden, der sich selbst 'Hitler-Transe' nennt, keine Plattform in einer Unterhaltungssendung bieten", begründete RTL-Geschäftsführer Jörg Graf die Entscheidung, Nina Queer doch nicht antreten zu lassen.

Als Ersatz rückt nun "Prince Charming"-Kandidat Sam Dylan nach. Doch kam diese Wendung überraschend? Wenn man ein paar Jahre zurückblickt, irgendwie nicht. Denn die beanstandete Aussage aus dem Sommer ist nicht die erste, die für Ärger sorgte. Bereits 2016 gab es Kritik an ihrer Person.

SPD warb mit Nina Queer

Die Berliner SPD warb im Wahlkampf 2016 mit der in der Hauptstadt bekannten Drag-Queen und dem Slogan "Berlin bleibt frei". Das passte offenbar der CDU nicht. Die Junge Union Berlin (JU) wühlte daraufhin in Nina Queers Vergangenheit und warf ihr Rassismus vor.

Nina Queer SPD

So warb die Berliner SPD mit Nina Queer. Bild: SPD Berlin

In einer Kolumne für ein mittlerweile eingestelltes Schwulenmagazin schrieb die Drag-Queen demnach: "Schwarze Männer verehren einen dicken weißen Weiberarsch wie der Inder eine heilige Kuh." Ein Satz, der bei der Jungen Union für Empörung sorgte. Deren Landesvorsitzender Christoph Brzezinski echauffierte sich:

"Nina Queer instrumentalisiert zur Belustigung ihres Publikums dumpfe rassistische Klischees, die sich keine demokratische Partei zu eigen machen sollte."

Junge Union kritisierte Nina-Queer-Aussagen

Die JU war der Meinung, der Beitrag überschreite die Grenzen künstlerischer Freiheit. "Das ist nicht unser Verständnis von Weltoffenheit, Toleranz und Freiheit!", meinte Brzezinski weiter und forderte Berlins Regierenden Bürgermeister Michael Müller auf, sich von Nina Queer und deren Aussagen zu distanzieren.

Nina Queer sagte damals selbst gegenüber "Focus Online": "Das ist totaler Quatsch." Die Vorwürfe seien "völlig haltlos". Die Zitate stammten aus einer "erfundenen Märchengeschichte", die sie damals für das Magazin geschrieben habe. Auch die SPD hielt damals zu Nina Queer und verbuchte die Aussagen als erkennbare Satire.

2017 allerdings distanzierte sich die SPD dann doch von der Drag-Queen und trennte sich auch von ihr als Toleranzbotschafterin. Denn erneut kam es zu Rassismusvorwürfen gegen Queer, nachdem die Künstlerin nach einem homophoben Angriff in einem Statement die Abschiebung der Täter in ein Kriegsgebiet befürwortet hatte.

Zu den aktuellen Ereignissen äußerte sich die SPD Berlin bislang auf watson-Anfrage nicht.

(jei)

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