Heute im TV: Extrem erfolgreicher Katastrophen-Film, der das Kino revolutionierte
Ein Film, der das Blockbuster-Kino neu definierte und gleichzeitig als Beispiel für physikalischen Unsinn herhält: Genau das ist "Twister" mit Helen Hunt und Bill Paxton aus dem Jahr 1996.
Der Tornado-Thriller begeisterte Millionen und schuf Bilder, die bis heute Kult sind. Heute läuft der moderne Klassiker mal wieder im TV – inklusive der berüchtigten fliegenden Kuh.
Darum geht es in "Twister"
Ein Team von Sturmjäger:innen rund um die engagierte Meteorologin Dr. Jo Harding verfolgt ein Ziel: den gefährlichsten Tornados der USA so nahe wie möglich zu kommen, um ein revolutionäres Frühwarnsystem zu testen.
Unterstützt wird sie dabei von ihrem Ex-Mann Bill, einem ehemaligen Sturmjäger, der eigentlich aussteigen wollte. Während sich die Beziehung der beiden neu entfaltet, geraten sie in eine Kette immer heftigerer Wirbelstürme und riskieren dabei nicht nur ihre wissenschaftliche Mission, sondern auch ihr Leben.
"Twister" übertraf die Erwartungen
Damals galt der Mai als riskanter Startmonat für große Filme. "Twister" aber kam trotzdem – und räumte groß an. Der Originalfilm von Regisseur Jan de Bont ("Speed") spielte weltweit fast 500 Millionen US-Dollar ein und wurde 1996 nur von "Independence Day" übertroffen.
Die Erwartungen waren gering: kein Franchise, keine Vorlage, kein sicheres Publikum. Doch das Team setzte auf ein revolutionäres Marketing, und das mit großem Erfolg.
Statt Stars wie Helen Hunt oder Bill Paxton in den Mittelpunkt zu stellen, fokussierten Trailer und Plakate die computergenerierten Wirbelstürme. Und das zur "richtigen" Zeit: Parallel zum Kinostart lief in den US-Nachrichten die reale Tornado-Saison, was kostenlose PR bedeutete.
Das Zusammenspiel aus aktueller Berichterstattung, starken Effekten (Oscar-nominiert) und dem Mythos Tornado sorgte für einen regelrechten Hype. Der Mai wurde daraufhin offiziell zur Sommer-Blockbuster-Saison erklärt.
Doch so eindrucksvoll "Twister" auch war, wissenschaftlich betrachtet bleibt vieles fragwürdig. Fachleute kritisieren bis heute die Darstellung von Stürmen und Schutzmaßnahmen.
So werden Tornados im Film bereits vor ihrem Auftreten klassifiziert – in der Realität unmöglich. Auch Schutz unter Brücken oder in Autos zu suchen, wie es die Figuren tun, wäre laut Experten-Stimmen eher lebensgefährlich.
RTL Zwei zeigt "Twister" am 29. November um 20.15 Uhr. Gestreamt werden kann der Film bei Amazon Prime Video, wo er derzeit in der Flatrate enthalten ist. Weitere Anbieter führen ihn als Kauf- und Leihtitel.
