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Da war Yoda alt und schrumpelig: Luke Skywalker (Mark Hamill) in Episode 5. Bild: imago images / United Archives

Alle "Star Wars"-Filme im Ranking – von peinlich bis mega

Zum Kinostart von "The Rise of Skywalker" am 18. Dezember hier das große "Star Wars"-Ranking! Yeah!

Oliver Baroni / watson.ch

Vor 1999 war ein "Star Wars"-Ranking einfach. Entweder liebte man das Ikonenhafte und Positive des Erstlings oder man fühlte sich der dunkleren, erwartungszerstörerischen Reife von "The Empire Strikes Back" hinzugezogen. Oder man war ein Kind, weshalb man "Return of the Jedi" liebte wegen den Bärchen. Mehr Filme gab es nun einmal nicht.

Doch dann folgten die, sagen wir mal, "problematischen" Prequels. Noch später dann die Filme der Disney-Ära... Und wo wird sich der Neue, "Rise of Skywalker", einordnen?

Joonas Suotamo is Chewbacca, Oscar Isaac is Poe Dameron, Daisy Ridley is Rey and John Boyega is Finn in STAR WARS: THE RISE OF SKYWALKER 2019 Photo Credit: ILM and Lucasfilm Ltd./The Hollywood Archive Los Angeles CA PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxONLY Copyright: xLucasfilmx 33835031THA

Bild: imago images / Cinema Publishers Collectio

Nun, erstmal zu Ranking!

Dazu folgende Bemerkung: Hier werden alle abendfüllenden Kinofilme beurteilt, also auch die Anthology-Filme "Rogue One" und "Solo", nicht aber die animierten Serien "The Clone Wars" oder deren Pilotfilm gleichen Namens.

"Episode I – The Phantom Menace" (1999)

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Bild: imago images / United Archives

Nun, der erste Film der Prequel-Trilogie wurde locker der erfolgreichste Film im Jahr 1999. Kein Wunder – das Franchise existierte bereits 22 Jahre, und hier war das lang ersehnte Comeback nach 16 Jahren. Leute, die mit der ursprünglichen Trilogie aufwuchsen, strömten in die Kinos und nahmen noch ihre Kinder mit. Doch eigentlich... halt, nein, nicht einmal eigentlich sondern kategorisch: Mann, ist das ein Schlamassel! Der Plot ist kompliziert und undurchsichtig, die CGI aufsässig und omnipräsent, die Charaktere sowas von dünn geschrieben und... ach, Jar Jar Binks.

"Episode II – Attack of the Clones" (2002)

Jan. 1, 2011 - K25406ES. STAR WARS: EPISODE II ATTACK OF THE CLONES FILM STILL.HAYDEN CHRISTENSEN WITH NATALIE PORTMAN.SUPPLIED BY ES/ PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxONLY - ZUMAg49_

Jan 1 2011  Star Wars Episode II Attack of The Clones Film quiet Hayden Christensen With Natalie Portman supplied by it PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxONLY ZUMAg49_

Bild: imago images / ZUMA Press

2002 sah sich "Star Wars" erstmals mit der bitteren Realität konfrontiert, dass andere Blockbusters existierten, die in derselben Liga mitmischten ("Herr der Ringe", "Harry Potter", etc.). Und wenn jene Filme halbwegs gut waren, hatte eine schmalzige Liebesromanze am Lago di Como eben das Nachsehen. Dabei sind die schlecht geschriebenen und noch schlechter gespielten Liebesszenen noch die einprägsamsten von "Attack of the Clones". Da war nämlich noch einiges an Action-Donnerwetter, das wir längst vergessen haben, da es sich größtenteils zwischen zwei Droidenarmeen abspielt, was den Zuschauer ähnlich emotional berührt wie zu Boden fallende Küchenutensilien. Ach ja – und das Duell zwischen Yoda und Count Dooku besteht hauptsächlich aus einem grünen CGI-Alien, das eine Reihe unnötiger Backflips vollzieht.

"Episode III – Revenge of the Sith" (2005)

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Bild: imago images / Cinema Publishers Collection

"Revenge" ist der weitaus beste Streifen der Prequel-Trilogie – was freilich nicht allzu viel zu bedeuten hat. Palpatines Wandlung zum Bösewicht ist so was von vorhersehbar, während Anakins Wandlung vom Jedi zum Sith schlicht einen besseren Darsteller vertragen würde. Dafür reitet Obi Wan Kenobi eine Riesenechse, was cool ist (not).

"Episode VI – Return of the Jedi" (1983)

Mark Hamill Characters: Luke Skywalker Film: Star Wars: Episode Vi - Return Of The Jedi USA 1983 / Neuer Titel Auch: Star Wars: Episode Vi - Die Rckkehr Der Jedi-Ritter Director: Richard Marquand 25 May 1983 PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxONLY Copyright: MaryxEvansxAFxArchivexLucasfilm 12459909 editorial use only

Bild: imago images / Mary Evans

Was die Original-Trilogie den anderen Filmen voraus hat, ist die Ikonografie. Denn obwohl "Return of the Jedi" am Ende ein ziemlich alberner Streifen ist, bietet er uns unvergessliche Momente mit Jabba the Hutt, die Speeder-Bike-Verfolgungsjagd auf Endor und Prinzessin Leia in einem goldenen Bikini. Hey, selbst die Ewoks machten nicht einmal eine so schlechte Falle als Teddybären-Vietcong.

"Episode VIII – The Last Jedi" (2017)

Star Wars: The Last Jedi (2017) Rey (Daisy Ridley) Lucasfilm Ltd. Los Angeles CA PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxONLY 33299_050THA

Bild: imago images / Cinema Publishers Collection

Schön, dass Mark Hamill derart in seiner Rolle als Grumpy Old Man aufgeht. Und schön, dass zwischen Rey und Kylo Ren (alias Ben Swolo) eine derart intensive Chemie besteht. Schade nur, dass der Hauptplot lediglich darin besteht, zu warten, bis der Treibstoff ausgeht. Schade auch um die Milchkuh-Aliens auf der irischen Insel. Und die ganze Episode um das außerirdische Monaco vergessen wir jetzt einfach mal, okay?

"Solo: A Star Wars Story" (2018)

Nach den Negativschlagzeilen wegen Regisseur-Entlassungen und dergleichen waren die Erwartungen tief. Doch ähnlich wie die Hauptfigur schafft "Solo" allen Widrigkeiten zum Trotz die Flucht nach vorne und entwickelt sich zu einem rabaukigen Spaß mit einer gut bemessenen Prise Nostalgie. Die 'Neuen' Alden Ehrenreich und Donald Glover spielen die 'Alten' Han Solo und Lando Calrissian glaubwürdig. Schauspielern wie Woody Harrelson und Emilia Clarke schaut man immer gerne bei ihrem Handwerk zu. Doch es ist die großartige Phoebe "Fleabag" Waller-Bridge, die als aufwieglerischer Droide L3-37 allen die Show stiehlt und so dem Film ein Sahnehäubchen aufsetzt.

"Episode IV – A New Hope" (1977)

Carrie Fisher and Mark Hamill, Star Wars Episode IV: A New Hope 1977 Lucasfilm Ltd. Hollywood CA USA PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxONLY 32733_356THA

Carrie Fisher and Mark Hamill Star Wars Episode IV a New Hope 1977 Lucasfilm  Ltd Hollywood Approx USA PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxONLY 32733_356THA

Bild: imago images / Cinema Publishers Collection

Uuuuh – kontrovers! Der Ur-"Star Wars" nicht auf der Eins? Schweren Herzens muss man hier konstatieren: Dies ist nun mal nicht der beste "Star Wars"-Film. Bei weitem nicht. Und wäre dies nicht der allererste Film, wäre er gar viel weiter unten auf der Skala platziert.

Das Drehbuch ist holprig, die Dialoge zum Teil hanebüchen und die Award-Zeremonie-Schlussszene schlicht peinlich. Aberrrrrr... hey, die Einführung derart vieler ikonischer Figuren, Welten und Handlungsstränge lässt sich schlicht nicht wegdiskutieren.

Dies ist unsere erste Begegnung mit Prinzessin Leia, Darth Vader, Chewbacca, Luke Skywalker, Han Solo, Obi Wan Kenobi, C-3PO, R2-D2 und und und. Selbst Nebenrollen wie Greedo gehören zu unser aller kollektivem Bewusstsein. Von der Titelsequenz mit der ikonischen Melodie über die Jazzband in der Mos Eisley Cantina bis zur Luftschlacht über dem Todesstern – diesen Film haben wir alle für immer in unsere Herzen geschlossen.

"Rogue One: A Star Wars Story" (2016)

Felicity Jones in Rogue One: A Star Wars Story (2016) © 2016 - Lucasfilm Ltd. All Rights Reserved. Los Angeles CA PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxONLY Copyright: xPhotoxcredit:xJonathanxOlleyx 32899_039THA

Felicity Jones in Rogue One a Star Wars Story 2016 © 2016 Lucasfilm  Ltd All Rights Reserved Los Angeles Approx PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxONLY Copyright xPhotoxcredit xJonathanxOlleyx 32899_039THA

Bild: imago images / Cinema Publishers Collection

Eigentlich wäre dies bloß eine kurze Überbrückungsepisode, die einzig dazu da ist, dem Publikum zu erklären, wie die Rebellen an die Baupläne für den Todesstern ran kamen. Erstaulich, dass daraus einer der besten Filme der Serie wurde.

Mads Mikkelsen und Forest Whitaker geben der Story die nötige Gravitas, die Rebellenbande um Diego Luna steuert Unterhaltung bei und Hauptdarstellerin Felicity Jones ist schlicht badass. Und am Schluss sterben alle und dann kommt Darth Vader und tötet gleich noch ein paar Leute mehr. Nichts da mit Friede-Freude-Ewok-Kuchen.

"Episode VII – The Force Awakens" (2015)

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bild: imago images / Cinema Publishers Collection

Ach, wie groß war doch der Aufschrei, als publik wurde, Disney habe "Star Wars" gekauft! Garantiert würden die neuen Filme familienfreundlicher Kinderfilm-Bullshit werden! Verrat! Kommerz!

Blödsinn. Als wäre Star Wars nicht schon seit jeher Mainstream-Kommerz für den Tag mit der Familie gewesen! Selbst der größte "Star Wars"-Fan muss der unbequemen Wahrheit ins Auge blicken: George Lucas' worldbuilding – die Welten und Figuren, die er mit seinem Star Wars-Universum geschaffen hat – mag genial sein, ein guter Geschichtenerzähler ist er deswegen noch lange nicht. Indem man George Lucas die künstlerische Leitung wegnahm, konnte man endlich Filme mit halbwegs stringentem Narrativ und kohärenten Dialogen machen. J.J. Abrams macht genau dies und noch viel mehr mit "The Force Awakens".

Lustvoll bedient er sich an allem, was wir an der Original-Trilogie lieben: Da sind die Tie-Fighters und die X-Wings, der Millenium Falcon, die Droiden, die Sturmtruppen und – hach! – Han Solo, Chewie und Leia! Zudem sind die Nazis der Ersten Ordnung Filmbösewichte erster Güte. Und wie großartig sind Daisy Ridley und John Boyega? Fehlt nur noch, dass Luke Skywalker ein Comeback feiert... ach, da ist er ja!

"Episode V – The Empire Strikes Back" (1980)

David Prowse Characters: Darth Vader Film: Star Wars: Episode V - The Empire Strikes Back USA 1980 / Neuer Titel Auch: Star Wars: Episode V - Das Imperium Schlgt Zurck Director: Irvin Kershner 17 May 1980  Lucasfilm Ltd. & TM. All Rights Reserved. PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxONLY Copyright: MaryxEvansxAFxArchivexLucasfilm 12469838 editorial use only

Bild: imago images / Mary Evans

Auch der Topspot gehört einem Film, bei dem nicht von George Lucas Regie geführt wurde. Nicht ohne Grund gilt "The Empire Strikes Back" von Regie-Veteran Irvin Kershner gemeinhin als bester "Star Wars"-Film aller Zeiten.

Während "A New Hope" uns das "Star Wars"-Universum vorstellt, baut "Empire" darauf auf und führt das Publikum viel, viel weiter. Hier wird man vom verschneiten Eisplaneten Hoth zum Regenwald von Dagobah geführt und danach weiter in die Wolkenstadt auf Bespin. Legendäre Charaktere wie Yoda und Lando Calrissian werden vorgestellt, zwischen Leia und Han entwickelt sich eine Romanze, und ist nicht jene AT-AT-Schlacht auf der Eiswüste einer der großartigsten Momente der Filmgeschichte?

Und, hey, Darth Vader entpuppt sich am Ende als Lukes Vater. Genial.

Und? Einverstanden?

Gewiss nicht.

Welcher "Star Wars" ist für euch der beste Film der Serie? Schreibt es uns in die Kommentare.

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