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October 10, 2019, Gainesville, Florida, United States: Donald Trump, Jr. speaks at the University of Florida..The couple was paid $50,000 from student activity fees and tickets were distributed free of charge to students. The event drew hundreds of protesters outside the University Auditorium who objected to what they called a campaign rally. Trump, Jr and Guilfoyle spoke for less than a half hour each and answered a few questions submitted on Twitter. Several protesters were removed from the auditorium during the event. Gainesville United States PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxONLY - ZUMAs197 20191010zaas197153 Copyright: xPaulxHennessyx

Donald Trump Jr. ist ein großer Fan von Kanye West. Bild: imago images/ZUMA Press-images.de

Trumps Sohn rezensiert Kanye Wests neues Album – keine gute Idee!

Donald Trump Jr. hat vieles mit seinem Vater gemeinsam. Er ist reich, er liebt Twitter – und mag vor allem Menschen, die ihm und seiner Familie wohlgesonnen sind.

So ein Mensch ist Kanye West. Der Musiker mag Donald Trump, besuchte den US-Präsidenten gar im Oval Office.

Klare Sache also: Auch Rap-Fan Donald Trump Jr. mag Yeezy. Daran ist nichts verwerflich. Neben Millionen Fans weltweit hat Kanye West eben auch einen Fan, der ein Sohn des US-Präsidenten ist.

Nun wollte Donald Trump Jr. allerdings seine Bewunderung für das "Genie" Kanye West auf Twitter ausdrücken. Und bekam dafür Tadel von renommierten Musik-Kritikern.

Das schrieb Donald Trump Jr. über Kanye West:

Wests neues Album "Jesus Is King" erschien am 25. Oktober. Donald Trump Jr. ist offenbar begeistert von dem Werk.

Seine Kurz-Rezension auf Twitter ist allerdings auch ein politisches Statement:

"Kanye West knackt den kulturellen Code. Kanye Wests neues Album 'Jesus Is King' ist der Inbegriff für furchtlose Kreativität und für 'gefährliche, nicht genehme' Ideen. Linke versuchen immer, diejenigen zum Schweigen zu bringen, die die Wahrheit sagen. Sie führen einen Krieg gegen unsere Familie und Kultur. Kanye ist ein Pionier."

Nun ist Kanye West ein streitbarer Künstler. Er bezeichnete Sklaverei in einem Interview einmal als "eigene Wahl". Er neigt zu Größenwahn und exzentrischen Auftritten.

Donald Trump Jr.: Musik-Kritiker holen zum Schlag aus

Radio-Host Ryan McKinnell wies Trump Jr. in einem Tweet zurecht und kritisierte, dass all die schwarzen Rapper von dem US-Präsidentensohn keine Aufmerksamkeit erhielten, die auf soziale Probleme in den USA aufmerksam machen. "Mos Def hat uns über den Überwachungsstaat aufgeklärt", schreibt McKinnell". Und zitierte dann das "Sklaverei sei eine Wahl"-Zitat von West.

Das Online-Magazin "Consequence of Sound" twitterte: "Kanye ist ein Pionier, aber das Album ist Müll."

Der Musikkritiker und Youtuber Anthony Fantano tweetete ironisch: "Grandiose Rezension, mein Junge."

"Newsweek"-Autor Zach Schonfeld hatte ebenso viel Ironie übrig: "Glückwunsch, dass du jetzt Musikkritiker bist, Dude. Dein 50-Dollar-Check wird in vier Monaten ankommen."

Bisher waren die Besprechungen von Wests neuem Album eher so lala. Aber einen treuen Fan hat der Rapper jetzt ja.

(ll)

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