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Die Professorin Ulrike Haug und Dunja Hayali im Gespräch. bild: screenshot zdf

"Das wäre gravierend": Hayali löchert Ärztin mit Impf-Fragen

Die Journalistin Dunja Hayali ließ beim Gespräch im ZDF-"Morgenmagazin" mit der Professorin Ulrike Haug vom Leibniz-Instituts nicht locker. Mehrfach bohrt sie bei der Forscherin für Epidemiologie und Arzneimittelrisiko bezüglich der möglichen Nebenwirkungen eines Impfstoffs nach – auch wenn die Epidemiologin immer wieder betont, dass der impfstoff sicher sei.

Hayali weist zu Anfang darauf hin, dass wir für eine sogenannte "Herdenimmunität", also einen ausreichenden Impfschutz in der Bevölkerung, eine Impfrate von 60 Prozent benötigen. Sie fragt die Professorin nach den Unsicherheiten bezüglich des beschleunigten Forschungsverfahrens. "Die Studie wurde lege artis durchgeführt", betont Haug, "der Impfstoff hat sich als wirksam und sicher erwiesen", beont diese.

Hayali fragt direkt nach den Risiken und Nebenwirkungen

"Es gibt aber auch Fragen, die noch nicht beantwortet wurden, das ist aber auch der Normalzustand, wenn ein Arzneimittel auf den Markt kommt", sagt Haug. Die Moderatorin Hayali will hier nachhaken: "Lassen Sie uns versuchen auf die unbekannten Risiken zu schauen." Sie weist darauf hin, dass die beschleunigte Durchführung der Studie mittel- und langfristige Nebenwirkungen nicht nachweisen könne. "Wie sicher ist der Impfstoff?", fragt Hayali direkt.

"Der Impfstoff ist sicher", garantiert Haug. "Was wir noch nicht wissen, sind bestimmte Risiken in bestimmten Personengruppen." Die Studie sei nicht groß genug gewesen, um in bestimmten Teilnehmergruppen – zum Beispiel Rheumapatienten – Nebenwirkungen völlig auszuschließen.

Hayali hakt weiter nach: "Schließen Sie denn so etwas aus? Denn das wäre schon gravierend"

Hier unterbricht Hayali die Wissenschaftlerin: "Sie hätten aber jetzt nicht noch mehr Tests gemacht und dann mit dem Impfstoff gewartet, weil die komplette Abdeckung bei bestimmten Personengruppen noch nicht vollzogen wurde?" Haug betont noch einmal, dass die Studie normal durchgeführt worden sei. Sie erklärt, dass man abwägen müsse zwischen den Risiken eines neuen Impfstoffes und den Folgen einer möglichen Corona-Erkrankung. "Das muss auch jeder für sich entscheiden, wenn es zum Impfen kommt", sagt Haug.

Hayali bringt jetzt die Schweinegrippe von 2009 ins Gespräch ein, bei dem die Entwicklung eines Impfstoffes ebenfalls sehr schnell ging. Sie erinnert an die mutmaßlichen Nebenwirkungen des damaligen Arzneistoffes – Narkolepsie, eine Art Schlafkrankheit. "Schließen Sie denn so etwas aus? Denn das wäre schon gravierend", fragt die Journalistin. "Ausschließen kann man es nicht", gibt sich Haug geschlagen, "aber es ist zumindest nicht in dieser Studie mit 40.000 Teilnehmern aufgetreten. Endgültige Sicherheit hat man nicht, das ist aber auch der Normalfall."

Haug rät ganz entschieden zur Impfung

Die Journalistin unterbricht Haug ein weiteres Mal: "Menschen die unsicher sind, aber grundsätzlich keine Impfgegner, was raten Sie denen?" Die Wissenschaftlerin positioniert sich hier ganz deutlich und sagt, "Ich rate zur Impfung." Die Verantwortung der Politik wäre es jetzt, die fehlenden Daten des Impfstoffes zu sammeln und so der Bevölkerung die Unsicherheit zu nehmen.

(lfr)

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