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Prinz Andrew und seine Mutter Queen Elizabeth Bild: imago images/matrix

Prinz Andrew wollte sich von Epstein-Skandal befreien – Interview wurde zur Katastrophe

Der britische Prinz Andrew gerät nach seinem Interview zum Missbrauchsskandal um den verstorbenen US-Multimillionär Jeffrey Epstein immer stärker unter Druck. Rechtsanwälte von Frauen, die Epstein Missbrauch vorwerfen, forderten vom Prinzen, eine Erklärung bei der US-amerikanischen Ermittlungsbehörde FBI abzugeben.

"Er scheint überhaupt kein Mitleid für die Opfer zu haben, und er scheint seine lange Freundschaft mit Jeffrey Epstein nicht zu bereuen", sagte die Anwältin Lisa Bloom, die einige der Frauen vertritt, dem britischen Nachrichtensender Sky News.

Hier das volle Interview mit der BBC:

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Video: YouTube/BBC News

Royal-Experten halten es für möglich, dass der 59-jährige Andrew künftig mit seinen Aufgaben nicht mehr zum Kern des Königshauses gehören wird. Sie gehen davon aus, dass nach dem Tod von Queen Elizabeth II. Thronfolger Prinz Charles ohnehin die Zahl der Repräsentanten des Königshauses reduzieren wird.

"Wenn es eine verschlankte Monarchie gibt, dann dürfte Andrew wohl keine große Rolle mehr dabei spielen", sagte die Chefredakteurin des "Majesty Magazine", Ingrid Seward, im BBC-Interview. Prinz Andrew ist auf Platz acht der Thronfolge. Britische Medien verpassten ihm in den 1980er Jahren wegen seiner Liebschaften den Spitznamen "Randy Andy" (etwa: "Geiler Andy").

Missbrauchsvorwurf: Prinz Andrew hat Gedächtnislücken

Eigentlich hatte Prinz Andrew die Vorwürfe gegen ihn entkräften wollen. In dem Interview wurde er auch zu der Behauptung der heute 35 Jahre alten Virginia Roberts, sie sei als 17-Jährige von Epstein zum Sex mit dem Prinzen genötigt worden, befragt. Die Antwort von Prinz Andrew:

„Ich habe keinerlei Erinnerung daran.“

Unklar ist, inwiefern die Königin vorab von dem Interview ihres zweitältesten Sohnes wusste und es womöglich billigte. Hierzu gab es widersprüchliche Berichte am Montag in den britischen Medien. Der Buckingham-Palast machte dazu auf Anfrage zunächst keine Angaben. Mehrheitlich hatten Kommentatoren in Großbritannien das BBC-Interview mit Andrew als "enttäuschend" oder sogar "katastrophal" bezeichnet.

Der Prinz war jahrelang mit dem Geschäftsmann Epstein befreundet. Der vorbestrafte US-Amerikaner wurde beschuldigt, Dutzende Minderjährige sexuell missbraucht zu haben.

Zudem baute Epstein laut Anklageschrift zwischen 2002 und 2005 in New York und Florida einen Missbrauchsring auf. Eines der Opfer behauptet, mehrmals zum Sex mit Andrew gezwungen worden zu sein. Der Royal weist dies strikt zurück. Epstein wurde am 10. August in einem New Yorker Gefängnis tot aufgefunden, laut offiziellen Angaben beging er Suizid.

(aeg/dpa)

"Leaving Neverland": Reaktionen auf Missbrauchsdoku

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