Bushido setzte eine wichtige Sache gegen Abou-Chaker durch: Ihre Villen werden zwangsversteigert.
Bushido setzte eine wichtige Sache gegen Abou-Chaker durch: Ihre Villen werden zwangsversteigert.Bild: imago stock&people / Future Image

Gemeinsame Clan-Villen von Bushido und Abou-Chaker wurden zwangsversteigert – Abou-Chaker-Sohn bekommt Zuschlag

15.06.2022, 17:13

Aus den früheren Freunden und Geschäftspartnern Bushido und Arafat Abou-Chaker sind längst erbitterte Feinde geworden. Doch eine Sache verbindet die beiden noch: Sie sind gemeinsame Eigentümer mehrerer Villen in Kleinmachnow bei Berlin. Laut eines Berichts des "Stern" soll dieses "Villen-Ensemble" nun zwangsversteigert werden. Das habe Bushido beim Potsdamer Amtsgericht durchgesetzt, so das Magazin.

Zwangsversteigerung: Um diese Summe geht es

2011 kauften sich Bushido und Abou-Chaker das 16.674 Quadratmeter große Grundstück, das einen Verkehrswert von 14,8 Millionen Euro aufweist – es gehört beiden je zur Hälfte: Abou-Chaker lebt auf dem Anwesen in einer Immobilie mit 560 Quadratmetern Wohnfläche. Bushidos Haus, das 634 Quadratmetern umfasst, steht dagegen leer.

Bei der Premiere von "Zeiten ändern dich" waren Abou-Chaker und Bushido noch beste Freunde.
Bei der Premiere von "Zeiten ändern dich" waren Abou-Chaker und Bushido noch beste Freunde.Bild: www.imago-images.de / imago stock&people, via www.imago-images.de

Bereits seit 2018 strebt Bushido eine Zwangsversteigerung an, erst jetzt ist es so weit. Zuvor musste ein Gutachter den Wert des Anwesens bestimmen, erst dann konnte ein Versteigerungstermin festgelegt werden. Außerdem versuchte Abou-Chaker die Zwangsversteigerung zu verhindern, scheiterte mit seiner Beschwerde jedoch am Potsdamer Amtsgericht.

Die Zwangsversteigerung war für den 15. Juni ab 10 Uhr im Amtsgericht Potsdam festgesetzt. Wer sich für das Objekt interessierte und mitbieten wollte, musste allerdings einige Kriterien erfüllen. Wie "Stern" berichtet, durfte nur mitbieten, "wer zum Termin per Bankscheck oder Bankbürgschaft gut 1,4 Millionen Euro Sicherheitsleistung hinterlegt hat". Das sind zehn Prozent vom Verkehrswert.

"Illegale" Schwimmbecken müssen entfernt werden

Laut des Magazins sollten sich potenzielle Käufer allerdings nach Ersteigerung auf weitere Kosten gefasst machen und mit "Fallstricken" rechnen. So heißt es in dem Wertgutachten: "Im Besichtigungstermin wurden zwei Schwimmbecken (Blick aus der Ferne) vorgefunden", die sich "formell illegal errichtet" im Bereich eines ebenfalls ungenehmigten "unterirdischen Bauwerks" befinden sollen.

Diese Villa möchte Abou-Chaker behalten.
Diese Villa möchte Abou-Chaker behalten. Bild: Eibner-Pressefoto / Uwe Koch/ Eibner-Pressefoto

Und der Gutachter gehe davon aus, dass die Anlage unter der Erde wieder zurückgebaut und beseitigt werden müsse. Das könnte dem Käufer weitere 2,6 Millionen Euro aus der Tasche ziehen. Denn wie der "Stern" aufzeigt, sind das die Kosten, die ein Berliner Bauchtechnik-Unternehmen für solche Arbeiten verlangen würde. Hinzukomme ein Wasserschaden, der sich Anfang 2021 ereignet habe.

Abou-Chaker-Sohn ersteigert Grundstück

Am Mittwochvormittag fand die Zwangsversteigerung schließlich vor dem Amtsgericht Potsdam wie geplant statt. Abou-Chaker erschien zusammen mit zwölf Familienmitgliedern, wie die "Bild" berichtet, auch Bushido selbst war anwesend.

Bushido erschien mit vermummten LKA-Beamten am Potsdamer Amtsgericht.
Bushido erschien mit vermummten LKA-Beamten am Potsdamer Amtsgericht.Bild: dpa / Soeren Stache

Das Mindestgebot für die drei Grundstücke, von denen zwei von Abou-Chaker-Mitgliedern aktuell bewohnt werden, lag bei 7,4 Millionen Euro – hätte das Höchstgebot darunter gelegen, hätte der Zuschlag versagt werden müssen, stellte die Rechtspflegerin Silke Tischbein zu Beginn des Termins fest. Nach rund 50 Minuten gab es endlich ein Gebot. Tischbein prüfte:

"Wir haben ein erstes Gebot von Ahmed Abou-Chaker, geboren 2001, über 7.401.500 Euro.“

Höhere Gebote blieben aus, weshalb der 21-jährige Sohn Arafat Abou-Chakers den Zuschlag bekam – Bushido bekommt nun für seine Villa also die Hälfte der Summe zugesprochen, also rund 3,7 Millionen Euro. Dabei handelt es sich um einen Bruchteil des eigentlichen Verkehrswertes. Die Abou-Chakers können damit aber wie geplant in Kleinmachnow bleiben. Dennoch: Die Summe für den Rückbau der illegal entstandenen unterirdischen Schwimmbecken bleibt bestehen.

(swi/cfl)

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