Kristoffer Jonas Klauß, besser bekannt als Rapper GZUZ der Rap-Gruppe 187 Straßenband steht seit Montag den 17.01.2022 wieder vor Gericht. Am Morgen um 10 Uhr startete das Berufungsverfahren. Am 29. S ...
Hier ist Gzuz im Hamburger Landgericht zu sehen.Bild: imago images/Andre Lenthe
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Bei Verhandlung offengelegt: So viel soll Gzuz im vergangenen Jahr wirklich verdient haben

18.02.2022, 16:45

Kristoffer Klauß, wie Gzuz mit bürgerlichem Namen heißt, zählt zu den größten Rapstars Deutschlands. Er ist seit 2006 Mitglied der Hip-Hop-Crew 187 Strassenbande. Sein drittes Solo-Album "Grosse Freiheit" stieg im Januar direkt auf Platz eins. Die Single "Späti" platzierte sich auf dem vierten Rang. Doch auch abseits der Musik sorgt Gzuz immer wieder für mächtig Wirbel.

Derzeit läuft nämlich sein Berufungsprozess vor dem Landgericht Hamburg. Im Rahmen dessen zeigte er sich bereits teilweise geständig. Sein Verteidiger erklärte in seinem Namen, dass er am Montag des 8. März 2020 an der Reeperbahn mit der flachen Hand nach einer 19-Jährigen geschlagen habe. Demnach habe er mit der Hand gefuchtelt, weil er angenommen habe, die junge Frau wolle ihn filmen. Zweimal habe er sich schon bei ihr dafür entschuldigt und ihr ein Schmerzensgeld von 500 Euro gezahlt.

Bei dem neuesten Termin gab es allerdings laut Gzuz Unstimmigkeiten, was seine Geldstrafe anbelangt, wie nun die "Hamburger Morgenpost" berichtete. Der Grund: Er soll im vergangenen Jahr viel weniger verdient haben als angenommen.

Gzuz gibt Aufschluss über seine Einnahmen

Ende September 2020 wurde der "Wenn ich will"-Interpret unter anderem wegen Verstößen gegen das Waffengesetz, versuchten Diebstahls, Körperverletzung und Drogenbesitzes zu 18 Monaten Haft verurteilt. Darüber hinaus sollte er eine Geldstrafe von 300 Tagessätzen zu je 1700 Euro, insgesamt also 510.000 Euro, zahlen. Dagegen legte der Künstler Berufung ein.

Bei der aktuellen Verhandlung wurde nun laut der Zeitung aufseiten Gzuzs angegeben, dass er im Jahr 2021 lediglich rund 200.000 Euro brutto verdient hätte. Somit sei die Einkommensschätzung des Gerichts wesentlich höher und würde im Gegensatz zu seinem realen Verdienst stehen. Darüber hinaus wurde klargemacht, dass es von Jahr zu Jahr auch immer Schwankungen gebe und auch oftmals Vorschüsse überwiesen würden. Zudem hätte er auch hohe Kosten.

Gzuz bestritt an einem anderen Verhandlungstermin laut der Deutschen Presse-Agentur zudem, die Drogen, die in seiner Wohnung gefunden wurden, besessen zu haben. Ausgenommen davon sei übrigens ein Tütchen Marihuana. Ein Freund von ihm habe damals nämlich in seiner Wohnung gelebt und Drogen konsumiert. Die gefundenen Waffen hätten ihm ebenfalls nicht gehört. Auch hätte er nicht versucht, aus einem offen stehenden Rettungswagen eine Sauerstoffflasche zu entwenden. Dies war ebenfalls einer der Tatvorwürfe.

(iger)

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