Stark, aber verletztlich: Beyoncé öffnet sich ihren Fans
Stark, aber verletztlich: Beyoncé öffnet sich ihren FansBild: picture alliance / AP Photo
USA

Beyoncé spricht ganz offen über ihre Fehlgeburten

12.12.2019, 10:02

Beyoncé ist für viele einfach perfekt. Sie sieht es. Sie will es. Sie bekommt es. Soweit das wohlgepflegte öffentliche Bild des Musikstars. In einem Interview mit der "Elle" gibt die Sängerin aber nun tiefe Einblicke in verletzlichere Regionen ihrer Seele. So spricht sie über mehrere Fehlgeburten, die sie erlitten habe.

Inzwischen haben ihr Ehemann Jay-Z und sie drei gesunde Kinder. Blue Ivy ist sieben Jahre alt, die Zwillinge Rumi und Sir sind zwei.

Doch noch vor der Geburt ihrer ersten Tochter Blue Ivy verlor der US-Star ein ungeborenes Kind:

"Eine Woche bevor ich zum Arzt ging, war noch alles in Ordnung, aber plötzlich war kein Herzschlag mehr zu hören"
Beyoncé über ihre Fehlgeburt in der Doku "Life Is But A Dream"quelle: "elle"

Nicht nur eine Fehlgeburt?

Aus ihren Aussagen geht nun hervor, dass sie nicht nur eine Fehlgeburt erlitten hat. So spricht sie von "Fehlgeburten", also im Plural. Diese hätten ihr gezeigt, dass sie selbst erst eine Mutter sein müsse, bevor sie eine Mutter für jemand anderen sein könne.

Und nicht nur das: "Ich habe gelernt, dass all der Schmerz und Verlust eigentlich ein Geschenk sind", erklärt Beyoncé. Durch die Erfahrung habe sie ihren Erfolg ganz anders wahrgenommen.

"Ich habe angefangen, nach einer tieferen Bedeutung zu suchen, als mich das Leben etwas gelehrt hat, von dem ich nicht wusste, dass ich es brauche."
Beyoncé hält den Schmerz für einen guten Lehrmeisterquelle: "elle"

Das Dasein als Mutter habe ihr außerdem viel über sich selbst beigebracht. So könne sie sich erst jetzt akzeptieren, wie sie sei. "Ich habe gelernt, mich selbst unabhängig von meinem Aussehen wert zu schätzen." Sie wünsche sich, dass noch mehr Menschen ihre eigene, innere Schönheit entdecken könnten.

(om)

"She Said": Das überzeugt die Kritiker am Film über Harvey Weinstein

2017 wurden erstmals schwere Anschuldigungen gegen den einstigen Filmproduzenten Harvey Weinstein laut: Mehrere Frauen warfen ihm Sexualvergehen vor. Der Fall weitete sich zu einem Skandal aus und leitete schließlich die MeToo-Bewegung ein, durch die sich Opfer von sexueller Gewalt seit dem Gehör verschaffen. Im März 2020 wurde Weinstein zu 23 Jahren Haft verurteilt.

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