Monsanto-Kläger Dewayne Johnson bei der Verkündung des Geschworenen-Urteils.
Monsanto-Kläger Dewayne Johnson bei der Verkündung des Geschworenen-Urteils.Bild: Josh Edelson/AFP

Warum Monsanto diesem Krebs-Patienten 289 Millionen Dollar zahlen soll

11.08.2018, 09:18

Selbst für US-Verhältnisse handelt es sich bei dieser Strafzahlung um eine außergewöhnlich hohe Summe: 289 Millionen Dollar (253 Millionen Euro). Soviel muss die Bayer-Tochter Monsanto im ersten Prozess wegen angeblich verschleierter Krebsrisiken seines Unkrautvernichters Roundup mit dem umstrittenen Wirkstoff Glyphosat an ein Krebs-Opfer zahlen.

  • Das ordnete die Geschworenenjury des zuständigen Gerichts in San Francisco ordnete laut US-Medien am Freitag. Das Unternehmen habe nicht ausreichend vor den Risiken seines Produkts gewarnt.
Worum ging es in dem Prozess?
Der 46-jährige Dewayne Johnson, bei dem 2014 Lymphdrüsenkrebs diagnostiziert wurde, hatte Monsantos Unkrautvernichtungsmittel Roundup für sein tödliches Leiden verantwortlich gemacht und dem Saatguthersteller vorgeworfen, die Gefahren des Unkrautvernichters verschwiegen zu haben.

Das letzte Wort ist in dem Fall jedoch noch nicht gesprochen: Monsanto kündigte jedoch den Berichten zufolge an, gegen das Urteil in Berufung zu gehen. Das Unternehmen ist mit Tausenden ähnlichen US-Klagen konfrontiert. Es weist einen Zusammenhang zwischen Krebs und seinen Produkten zurück.

(pb/dpa)

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