USA

"Tess" soll Leben finden – Nasa schickt neuen Satelliten ins All

16.04.2018, 15:31

Der Satellit "Tess" ist so groß wie eine Waschmaschine, 337 Millionen US-Dollar (273 Millionen Euro) teuer und die US-Raumfahrtbehörde Nasa setzt große Hoffnungen in ihn. Sein Name steht kurz für "Transiting Exoplanet Survey Satellite" und er wurde gebaut, um in den kommenden zwei Jahren nach neuen Planeten zu suchen.

In der Nacht zu Dienstag (deutsche Zeit) soll eine Falcon-9-Rakete des Unternehmens SpaceX das 362 Kilogramm schwere Raumfahrzeug ins All bringen. Der Start findet in Cape Canaveral statt.

"Tess" soll mehr als 200.000 der hellsten Sterne absuchen – nach Planeten, die in deren Nähe kreisen. Bemerkt der Satellit eine vorübergehende Helligkeitsabnahme an einem dieser hellen Sterne, ist das ein Hinweis, dass dort Planeten unterwegs sind.

Das ist die Reise von Tess: 

"Tess" soll mit seinen vier Kameras Planeten außerhalb unseres Sonnensystems ausfindig machen und dabei Sterne ins Visier nehmen, die relativ nah an der Erde liegen.

Die Nasa rechnet damit, dass "Tess" rund 20.000 sogenannte Exoplaneten – Planeten außerhalb unseres Sonnensystems – aufspürt. Darunter vermutet die US-Raumfahrtbehörde etwa 50 Planeten von der Größe der Erde, auf denen es möglicherweise Leben geben könnte.

The worlds orbiting other stars are called “exoplanets,” and they come in a wide variety of sizes, from gas giants larger than Jupiter to small, rocky planets about as big around as Earth or Mars. Thi ...
Eine Illustration einer Super-Erde außerhalb unseres Sonnensystems, wie sie die Nasa mit Tess finden möchteBild: ESO/M. Kornmesser

"Tess" ist der Nachfolger des Weltraumteleskops Kepler. Das wurde 2009 ins All befördert und wies bereits rund 2300 Exoplaneten nach. Seine Lebensdauer nähert nun sich dem Ende. 

Die Technik von Tess:

(sg/afp)

Themen
AfD-Politikerin Beatrix von Storch blamiert sich mit Tweet über US-Politik

Die Republikaner haben die Kontrolle über das Repräsentantenhaus errungen und können der Regierung von Präsident Joe Biden damit künftig Steine in den Weg legen. Eine deutsche Politikerin findet das wohl besonders toll und gratuliert den Republikanern zum Sieg.

Zur Story