Wirtschaft
Erdbeereis liegt auf dem Tisch und schmilzt A strawberry popsicle is melting BLWS515186 Copyright: xblickwinkel/McPHOTO/M.xGannx

Nein, dieses Eis ist nicht braun. Bild: imago /watson-montage

Wer Mövenpick-Eis kauft, unterstützt die AfD? Warum das falsch ist

Gerade erst stiegen die Temperaturen in Deutschland auf Eis-am-Stiel-Wetter-Niveau, da warnten bereits einige Aktivisten vor dem Verzehr von Eis aus dem Hause Mövenpick. Denn mit dem Kauf des Eises unterstütze der Käufer angeblich die AfD, so die These.

Boykott-Aufrufe sind schnell in der Welt.

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

Hammer hart 🤦‍♂️

Ein Beitrag geteilt von schau_2_mal_hin (@schau_2_mal_hin) am

Hinter Mövenpick stehe bekanntlich der Milliardär August von Finck. Und weil der wiederum der AfD Unterstützung zu Teil werden ließ (wie "Der Spiegel" und die Schweizer "WOZ" herausgefunden haben), sei das Eis im Grunde AfD-Eis .

Doch ganz so einfach ist die Welt bekanntlich nicht. Thomas Laschyk vom Faktencheck-Portal "Der Volksverpetzer" hat sich die AfD-Eis-These einmal genauer angeschaut. Er kommt zu dem Ergebnis, dass Finck zwar hinter der Hotelkette Mövenpick stehe, aber mit dem Eis nichts zu tun habe. Ursprünglich gehörte das Mövenpick-Eis nämlich dem Hotelier Uli Prager, bevor die Rechte an dem Eis in den 70ern erst an Schöller und später an Nestlé verkauft worden seien. Das Eis habe demnach nichts mit der Mövenpick-Gruppe und deren Gründerfamilie zu tun.

"Das Eis in Deutschland hat nichts mit der Mövenpick Holding zu tun und auch nicht mit von Finck", schreibt Laschyk. Kein AfD-Eis also.

(ts)

Knutschende Fußballer

Gebt euch mehr Mühe beim Küssen

Play Icon
Themen
0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Aktionäre loswerden oder einfach abhauen – Wie bereiten Unternehmen den Brexit vor?

Der Chef der Staubsaugermarke Dyson war einer der prominenten Befürworter des Brexit. Jetzt da der Austritt aus der EU aber immer näher rückt und droht, ziemlich chaotisch  zu laufen, zieht die Firma um nach Singapur. Easyjet und Ryanair versuchen derweil britische Aktionäre loszuwerden. Wenn die Fluggesellschaften mehrheitlich Eignern aus der EU gehören, können sie ungehindert auf Strecken innerhalb der EU fliegen.

Für Unternehmen bedroht der Brexit das Geschäft. Viele strukturieren …

Artikel lesen
Link zum Artikel