Wirtschaft
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Bild: Daniel Karmann/dpa/Montage

Nach dem WM-Aus drohen Gastronomen und Werbern Millionenverluste 

Das könnte ganz schön teuer werden! Durch den Vorrunden-K.o. der deutschen Fußball-Nationalmannschaft bei der WM-Endrunde in Deutschland dürften mehrere Millionen Euro verbrannt sein.

"Für die Händler in Deutschland ist das WM-Aus natürlich nicht so schön. Insbesondere die Trikots der deutschen Nationalmannschaft, die bei vergangenen Turnieren für große Umsätze gesorgt haben, dürften nun nicht mehr so sehr nachgefragt werden. Global betrachtet aber wird das Aus für keine negativen Auswirkungen sorgen, weil es dem Markt insgesamt gut geht."

Nicole Espe, BSI

Untergangsstimmung: So geknickt ist die deutsche Mannschaft

Für Gastronomen:

 "Das frühe Ausscheiden der Nationalelf ist für die Gastronomen eine große Enttäuschung in geschäftlicher Hinsicht. Die Erwartungen waren, auch vor dem Hintergrund der Erfahrungen in den vergangenen Jahren, hoch. Die Betriebe haben unglaublich viel investiert – in Leinwände und Fernseher sowie Übertragungsrechte. Sie haben Veranstaltungen geplant und vorbereitet, Waren eingekauft, auch Personal eingestellt", beschrieb DEHOGA-Sprecherin Stefanie Heckel dem SID die Probleme der Gaststätten.

Zur Abmilderung der Umsatzausfälle bliebe den Wirten für die kommenden Wochen jedoch noch die Hoffnung, "dass uns der Wettergott hold ist".

Für Adidas:

Die Adidas-Aktie verlor am Donnerstag 2,3 Prozent. Trotzdem sieht der Ausrüster der Nationalmannschaft das Aus gelassen: "Selbstverständlich sind wir enttäuscht, aber so ist der Sport. Mal gewinnt man, mal verliert man." Adidas stehe aber in guten wie schlechten Zeiten zu seinen Partnern, sagte eine Sprecherin.

Allerdings sei Adidas nicht vom Erfolg eines einzelnen Teams abhängig.

Mit Russland, Schweden, Mexiko, Spanien, Argentinien und Belgien hat bereits die Hälfte der zwölf von Adidas ausgerüsteten Mannschaften den Einzug ins Achtelfinale geschafft. Und mit Japan und Kolumbien habe man am Donnerstagabend zwei weitere Eisen im Feuer. 

Für die Werbewirtschaft:

In dieser Branche hat die Enttäuschung einen einfachen Grund: "Die TV-Spots sind gebucht", erläuterte Manfred Parteina, Hauptgeschäftsführer des Branchenverbandes ZAW.

"Die Unternehmen reagieren zum Teil mit inhaltlichen Änderungen, das heißt der geplante WM-Spot wird gegen einen anderen ohne WM-Bezug ausgetauscht."

Manfred Parteina

Dennoch ist klar, dass die im WM-Umfeld platzierte Werbung ohne die deutsche Mannschaft weniger Aufmerksamkeit erfahren wird. Auch kurzfristige zusätzliche Werbemaßnahmen wie beim Gewinn der Weltmeisterschaft 2014 wird es dieses Mal nicht geben. "Das frühe Ausscheiden der deutschen Nationalmannschaft bedeutet werblich zwar eine kleine Delle, die aber keine nachhaltige Wirkung entfalten wird", sagte Parteina.

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Unternehmen freuen sich:

Aus Sicht des IWD ist derweil die deutsche Wirtschaft einer der größten Nutznießer von Deutschlands WM-Debakel. Basierend auf einer Modellannahme ließen die Kölner Wissenschaftler den SID wissen, dass den Unternehmen nunmehr weitere Produktionsausfälle in dreistelliger Millionenhöhe erspart blieben.

Denn: Alleine der Mittwoch hatte die Wirtschaft 200 Millionen Euro gekostet. Die Gründe: 

(hd/afp)

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