Wirtschaft
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Trump schlägt zurück und droht im Handelsstreit mit der EU mit 20-Prozent-Zöllen 

Reis, Mais, Jeans, Bourbon-Whiskey und Motorräder kommen künftig nur noch mit Aufschlag in die EU. Im Handelsstreit mit den USA sind die Gegenzölle der Europäischen Union seit Mitternacht aktiv, wie aus einem EU-Amtsblatt hervorgeht.

Angefangen hatte der Krieg um den Handel mit Strafzöllen, die US-Präsident Donald Trump auf Stahl (25 Prozent) und auf Aluminium (zehn Prozent) aus der EU verhängt hatte. Diese gelten bereits seit dem 1. Juni. Die EU hatte ihre Gegenzölle vorsorglich schon vor Wochen bei der Welthandelsorganisation WTO angemeldet.

Insgesamt sind US-Erzeugnisse im Wert von 2,8 Milliarden Euro von den neuen Handelsabgaben betroffen.

Wie reagiert Trump?

Er hat erneut mit der Verhängung von Strafzöllen auf europäische Auto-Importe gedroht. Wenn die Europäische Union nicht "bald" ihre Handelsbarrieren für US-Produkte beseitige, würden die USA "einen 20-prozentigen Tarif auf alle ihre Autos verhängen, die in die Vereinigten Staaten kommen", schrieb Trump am Freitag via Twitter. Autozölle würden vor allem deutsche Hersteller treffen.

Werde ich die Zölle zu spüren bekommen?

Die Außenvereinigung des deutschen Einzelhandels (AVE) schätzt, dass deutsche Verbraucher damit rechnen müssen, dass US-Produkte teurer werden. "Im Lebensmittelbereich könnten höhere Preise schon bald spürbar sein, weil hier die Margen besonders gering sind", sagte der AVE-Präsident Matthias Händle der Deutschen Presse-Agentur.

Auch die Preise von Kleidung könnten ansteigen, vermutlich dauere das aber noch etwas, denn für viele Kollektionen seien die Preise langfristig vereinbart.

Der AVE-Präsident, schätzt aber ohnehin, dass Verbraucher noch eine Atempause haben:

"Es ist unwahrscheinlich, dass wir sofort höhere Preise sehen werden. Zum einen liegen Waren bereits in den Lagern. Zum anderen verhindert der harte Wettbewerb im deutschen Handel, dass höhere Importkosten eins zu eins an die Verbraucher weitergereicht werden."

Matthias Händle  Deutschen Presse-Agentur

(sg/dpa/afp)

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