Wirtschaft
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Interview

Ist Hanutas neue Plastikverpackung nun besser oder schlechter für die Umwelt?

silke ahrens

Hanuta ist ab sofort in Plastikfolie eingeschweißt. Die klassische Alufolien-Verpackung ist Geschichte. Die Haselnusswaffeln sollen dadurch länger knusprig bleiben. Auf Facebook gibt es dadurch jedoch erstmal einen Shitstorm von Kunden – besonders für das Zweierpack Hanuta. Denn unter der Plastikverpackung sind die einzelnen Waffeln nun noch ein weiteres Mal in Plastik verpackt. Aber ist das jetzt besser oder schlechter für die Umwelt, als die alten Verpackungen?

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So kennen wir Hanuta. Doch die Alufolien-Zeiten sind vorbei. Bild: imago

Plastik statt Aluminium – ob das wirklich eine Verbesserung ist, weiß Philip Heldt, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen.

Sind Aluminiumverpackungen schädlicher für die Umwelt als Plastikverpackungen?

Philip Heldt: Ja, denn die Herstellung von Aluminium verbraucht deutlich mehr Energie und verschmutzt die Umwelt mehr als die Herstellung von Kunststoff. Dafür sind Kunststoffe wiederum schwerer zu recyceln als Aluminium. Dennoch ist eine dünne Kunststofffolie umweltfreundlicher als eine dickere Alufolie.

Ist die neue Hanuta-Verpackung also jetzt umweltfreundlicher?

Sie wäre besser, wenn die alte Einzelpackung, die es an der Kasse gab, durch eine neue Einzelpackung aus dünner Folie ersetzt worden wäre. Dann hätte man wirklich Material eingespart. Für die Zweierpacks, bei denen jedes Hanuta noch einmal einzeln eingepackt ist und mit Pappe stabilisiert wird, wird viel Material unnötig verbraucht.

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Plastik, nochmal Plastik und Pappe. Das ist die neue Verpackung. Bild: Annemarie Munimus/t-online.de

Was sagen Sie persönlich zu der neuen Verpackung von Hanuta?

Es ist mir unbegreiflich, wie ein Hersteller in einer Zeit, in der Verbraucher auf das Thema Plastik und Müllvermeidung sensibel reagieren, eine Verpackung so ändert, dass das Produkt am Ende doppelt eingepackt ist. Man hätte doch ganz leicht die einzelne Waffel, wie sie vorher war, auch weiter anbieten können, nur eben in Plastikfolie. Die Umstellung hätte man zwar auch erklären müssen, aber es wäre eine echte Materialersparnis gewesen. Schade, dass diese Chance nicht genutzt wurde.

So viel Plastik verursacht ein Wocheneinkauf:

Welche alternativen Verpackungsmöglichkeiten gibt es?

Es gibt zum Glück immer mehr Hersteller, die sich Gedanken machen, wie sie ihre Produkte besser verpacken können. Am besten ist es, wenn ein Produkt gar nicht verpackt werden muss. Bei Hanuta ist das natürlich schwierig. Da muss man eben sehen, dass man möglichst wenig Material benutzt und einen Stoff dafür nimmt, der wenig aufwendig herzustellen ist. Plastik oder Papier ist da oft vorteilhaft. Glas und Metalle brauchen in ihrer Herstellung sehr viel Energie.

Nächstes Jahr tritt das Verpackungsgesetz in Kraft. Dort ist vorgesehen, dass viel mehr Kunststoffe recycelt werden müssen als jetzt. Das ist ein wichtiger Schritt. Dennoch ist die beste Verpackung diejenige, die gar nicht erst entsteht. In einigen Bereichen wird daher versucht, Mehrwegboxen zu etablieren oder Obst und Gemüse nicht mehr mit Aufklebern zu versehen, sondern ihnen mit einem Laser ein Etikett einzubrennen.

Dieser Artikel ist zuerst auf t-online erschienen.

Das ist die Küste von Santo Domingo – mit Wellen voller Müll

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Video: watson/Lia Haubner

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