Wirtschaft
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und die Werbung von watson und Werbepartnern zu personalisieren. Weitere Infos: Datenschutzerklärung.

Waffenhersteller Heckler & Koch soll Abgeordnete im Bundestag bestochen haben

22.05.18, 10:29 22.05.18, 13:36

Den Managern von Heckler & Koch soll das Geschäft mit Mexiko wirklich am Herzen liegen. So sehr, so glauben deutsche Ermittler, dass sie getäuscht und manipuliert haben, um ihre G36-Gewehre nach Acapulco zu liefern – ein Ort an dem Drogenbanden und schwer bewaffnete staatliche Sicherheitskräfte um die Vorherrschaft kämpfen.

Weil der Export von Kriegswaffen in unruhige Weltgegenden aber illegal ist, stehen neben zwei Geschäftsführern gerade mehrere Mitarbeiter von H&K vor Gericht in Stuttgart. Aber dabei bleibt es nicht.

Laut einer Recherche des Investigativ-Magazins "Report Mainz" soll der Waffenhersteller versucht haben, Bundestagsabgeordnete mit Geldspenden zu bestechen. Das ginge aus Emails des damaligen Geschäftsführers und jetzt angeklagten Peter Beyerle hervor.

Im Report heißt es:

Der Stuttgarter Staatsanwalt Heiner Römhild sagte Report Mainz:

"Die Staatsanwaltschaft Stuttgart führt ein Ermittlungsverfahren gegen ehemalige Mitarbeiter von Heckler & Koch wegen des Verdachts der Bestechung von politischen Verantwortlichen. So sollen in den Jahren 2009/2010 politische Verantwortliche bestochen worden sein mit dem Ziel, diese bei der anschließenden Entscheidung über die Genehmigung von Waffenexporten im Sinne von Heckler & Koch zu beeinflussen. Dieses Ermittlungsverfahren dauert noch an."

2010 berichtete Report Mainz, dass Heckler & Koch von 2005 an G36-Gewehre an Polizei-Einheiten in vier mit Exportverboten belegten Gebieten geliefert haben soll. Im Mai 2016 wurde das Hauptverfahren gegen zwei ehemalige Geschäftsführer des Unternehmens eröffnet.

Seit Beginn der Ermittlungen gegen das Unternehmen im Jahr 2010 darf Heckler & Koch nicht mehr nach Mexiko liefern. 

Jetzt steht der Vorwurf gegen den Konzern im Raum, dass mit der Bestechung von Abgeordneten das Geschäft wieder belebt werden sollte.

(mbi)

Das könnte dich auch interessieren:

Diese Nüsse will die EU heute beim Gipfel knacken

Dieser aufgeregte Spanier liefert die beste Analyse der Bayern-Wahl 

Neues Video: So hätte Banksys Kunst-Schredder funktionieren sollen

Weil wir sie vermissen: Das wurde aus den 7 "Two and a Half Men"-Stars

"Orange Is the New Black" endet 2019 – so sehen die Stars in echt aus

Leroy Sané gibt Tinder-Tipps – das Ergebnis ist schlimmer als jedes Horrordate

Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

"Kein Glas Wasser bei dieser Hitze!" – Handwerker beschweren sich über unfaire Kunden

Marius Burdich muss gerade viel mit Leuten telefonieren, die sauer sind. Der 31-Jährige ist Geschäftsführer des Familien-Unternehmens Burdich Sonnenschutz in Herford, NRW. Und seine Kunden beschweren sich bei ihm: Es geht um lange Wartezeiten auf ihren Sonnenschutz. Bei Burdich kann Lieferung und Einbau wegen der Hitze gerade zwischen vier und sechs Wochen dauern.

Wenn Burdich wieder so einen Anruf bekommt, versucht er zu erklären:

Das alles, so erklärt Burdich im Interview mit watson, sei …

Artikel lesen