Wirtschaft
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Larry Page 2013 bei einem seiner seltenen öffentlichen Auftritte. archivbild: ap

Wo ist Larry Page? Rätselraten um einen der Google-Gründer

Der 45-jährige CEO des Google-Mutterkonzerns Alphabet ist von der Bildfläche verschwunden. Erst kürzlich ließ er einen wichtigen Termin sausen.

Wer eine Anhörung vor dem US-Kongress verpasst, hat hoffentlich sehr gute Gründe: Die hochrangigen Politiker nehmen es persönlich, wenn man nicht Rede und Antwort steht.

Genau dies hat Larry Page kürzlich getan. Der Google-Mitgründer war wegen eines brisanten Themas vorgeladen. Er sollte öffentlich erklären, was Google gegen (russische) Manipulationsversuche rund um die US-Wahlen unternimmt.

Bekanntlich stehen auch andere US-Techgiganten am Pranger. Und so wohnten Twitter-CEO Jack Dorsey und Facebook-Geschäftsführerin Sheryl Sandberg der Anhörung bei.

Von Google hingegen keine Spur: Sowohl Page als auch der Google-CEO Sundar Pichai blieben fern. Stattdessen übermittelte der mächtigste Internet-Konzern der Welt ein schriftliches Statement und veröffentlichte einen Blogpost.

Der Unsichtbare

"Wo in aller Welt ist Larry Page?", titelte Bloomberg am Freitag und illustrierte den Artikel mit dem Foto des leeren Stuhls, auf dem der Google-Gründer hätte sitzen sollen.

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screenshot: bloomberg

Page habe sich auch in anderen Geschäftsbereichen zurückgezogen, berichtet die US-Nachrichtenagentur. Der Google-Konzernchef sei nahezu "unsichtbar" fürs Unternehmen und habe alle Entscheidungen anderen Managern überlassen.

Rückzug auf Privatinsel

Der Rückzug erfolge in einem denkbar ungünstigen Moment, meinen Kritiker. Es stellten sich zunehmend drängende gesellschaftliche Fragen: Die Google-Führung müsse erklären, was der Tech-Konzern gegen politische Einflussnahme tue.

Der Google-Mutterkonzern Alphabet verteidigte Page und erklärte, dass Kent Walker ein hochrangiger Manager für den US-Kongress bereitgestanden habe. Zudem wurde betont, dass sich Page anderen längerfristigen technischen Problemen widme.

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Eustatia Island: Diese Karibikinsel soll Larry Page gehören. bild: wikimedia/david pettigrew

Laut Bekannten hat sich Page verstärkt auf seine private Insel in der Karibik zurückgezogen. Er verfolge aber die Geschäfte von Alphabet nach wie vor sehr genau. Und er nehme gelegentlich auch an wöchentlichen Sitzungen in der Google-Zentrale in Mountain View mit Sergey Brin teil.

Gesundheitliche Gründe?

US-Medien erinnern daran, dass der Verzicht auf öffentliche Auftritte gesundheitliche Gründe haben könnte. 2013 erklärte der Google-Gründer in einem Beitrag auf Google+, "dass er unter einer chronischen Erkrankung leidet, die seine Stimmbänder teilweise lähmt und ihn permanent heiser macht".

Zudem liegen die Interessen von Page mehr bei zukünftigen technischen Herausforderungen, als in der Politik. Er soll dieses Jahr in ein Lufttaxi-Projekt investiert haben und arbeitete an einem anderen Projekt mit dem Titel Heliox. Dabei handelte es sich laut Insidern um eine Art "Hyperloop für Fahrräder".

"Die Vision war es, Google-Mitarbeitern zu ermöglichen, die Strecke von San Francisco nach Mountain View schnell per Fahrrad zurücklegen zu können", schreibt futurezone.at. Das Projekt sei jedoch nach einiger Zeit eingestellt worden.

(dsc / watson.ch)

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