Wirtschaft
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4 Fragen und 4 Antworten für alle, die im Diesel-Skandal nicht mehr durchsteigen

Seit zweieinhalb Jahren erschüttern die Betrügereien um den Diesel-Skandal die deutschen Automobilbauer – und die Fahrer. VW wird verklagt, der Vorstand muss gehen, soll dann eine fette Abfindung bekommen, dann doch wieder nicht. Plötzlich haben Ermittler auch noch Daimler auf dem Schirm.

Eigentlich müsste ein Software-Update her, oder vielleicht doch teuer den Motor nachrüsten? Und was ist mit den Fahrverboten? Wo darfst du mit deinem Diesel noch hin?

Wir klären vier wichtige Fragen, um dich im Diesel-Skandal wieder auf den aktuellen Stand zu bringen.

Worum geht's denn jetzt nochmal? 

Bild

Bild: dpa

Wir drehen kurz zurück auf Anfang:

Im September 2015 wurde in den USA bekannt: Volkswagen hat die Stickoxid-Abgaswerte seiner Diesel-Fahrzeuge manipuliert. Eine Software im Motor erkannte, ob sich das Auto 

Und was geschah dann?

VW gelang es offenbar einfach nicht, mit seinen Motoren den in Amerika geltenden Grenzwert für Stickoxid einzuhalten. Anstatt Techniken zu benutzen, die auch andere Hersteller in ihren Fahrzeugen nutzten, schien VW jahrelang in einer technischen Sackgasse unterwegs zu sein (FAZ).

Durchatmen mit ein paar harmlosen Täuschungen:

Die Justiz startete Ermittlungen – in den USA und in Deutschland. Zwei Vorstandsvorsitzende (Martin Winterkorn und Matthias Müller) mussten bisher gehen. Offen ist, wann der neue VW-Chef Herbert Diess von den Vorwürfen erfuhr.

FILE- In this Feb. 2, 2017 file photo, the logo of Mercedes is photographed at the annual news conference at the company's headquarters in Stuttgart, Germany. Daimler AG says it has fired an executive who represented the company at an industry backed entity that commissioned diesel exhaust tests involving monkey. A Daimler statement Wednesday Jan. 31, 2018 did not identify the executive, who it said sat on the top management board of the now-dissolved EUGT entity, by name, citing privacy concerns. (AP Photo/Matthias Schrader,file) |

Bild: AP

Jetzt auch noch Daimler

Vergangene Woche hatte das Flensburger Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) auch Daimler ins Visier genommen. Das Unternehmen soll ebenfalls manipuliert haben – seinen Kleintransporter Vito und Wagen der C-Klasse. Der Konzern hatte Schummeleien stets bestritten.

Das Bundesamt sieht das anders. Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) fordert Aufklärung binnen 14 Tagen. Die Staatsanwaltschaft ermittelt.

Die Daimler-Strategie ist verwegen. Der Konzern bezieht nämlich Teile der Motoren für Vito und C-Klasse vom französischen Autobauer Renault.

Daimler sagt: Renault sei für die Manipulationen verantwortlich.

Renault sagt: Für die Software sei allein das Unternehmen verantwortlich, welches das fertige Auto ausliefert. 

Was will die Bundesregierung unternehmen? 

FILE - In this Sept. 14, 2017 file photo German Chancellor Angela Merkel, center, smiles together with VW group CEO Matthias Mueller, right, and VW Cars CEO Herbert Diess, 2nd left, as she arrives at the booth of the German car manufacturer Volkswagen during her visit at the Frankfurt Auto Show IAA in Frankfurt, Germany. Volkswagen Aktiengesellschaft said in an ad-hoc April 10, 2018 that it considers a further development of the management structure of the Group, which would also be associated with personnel changes in the Board of Management and could also include a change in the position of the chairman of the Board of Management  (AP Photo/Michael Probst, file)

Ein paar Witzchen mit dem VW-Vorstand: Angela Merkel am 14. September 2017 mit damals-noch-VW-Chef Matthias Mueller (rechts) und aktuell-gerade-VW-Chef Herbert Diess (2. von links) Bild: AP

Das weiß niemand. 

Technisch gibt es zwei Lösungen:

Bundesumweltministerium Svenja Schulze (SPD) ist für ein Nachrüsten.

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) ist für ein Update der Software. 

Und die Kanzlerin? Hat sich noch nicht festgelegt. Es gebe Differenzen, erklärte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag.

Ja, und jetzt?

Die EU-Kommission hat Deutschland (und fünf weitere Länder) wegen zu hoher Abgasbelastungen in der Luft vor dem Europäischen Gerichtshof in Luxemburg verklagt. Das Verfahren kann dauern. 

Das Bundesverwaltungsgericht hat den Städten im Februar generell zugestanden, ein Fahrverbot zu erlassen, wenn die Abgasbelastung hoch ist.

Hamburg macht am Donnerstag, 31. Mai, den Anfang. Dort werden zwei Straßen teilweise für Diesel-Fahrzeuge gesperrt.

Fahrverbotsschilder fuer Fahrzeuge mit Diesel-Motor aufgenommen am 24.05.2018 in Hamburg Foto: Revierfoto Foto: Revierfoto/Revierfoto/dpa | Verwendung weltweit

Bild: Revierfoto

Und die Fahrer? Warten auf eine Entscheidung der großen Koalition. Und auf eine Antwort auf die Frage: Übernehmen die Verursacher des Skandals – die Autobauer –  die Kosten?

(per/dpa/afp)

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