Wirtschaft
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und die Werbung von watson und Werbepartnern zu personalisieren. Weitere Infos: Datenschutzerklärung.
FILE - In this May 8, 2008 file photo, Vulcan Inc. Founder and Chairman Paul Allen attends Time's 100 Most Influential People in the World Gala in New York. Allen, billionaire owner of the Trail Blazers and the Seattle Seahawks and Microsoft co-founder, died Monday, Oct. 15, 2018 at age 65. Earlier this month Allen said the cancer he was treated for in 2009, non-Hodgkin’s lymphoma, had returned.   (AP Photo/Evan Agostini, File)

Allen wurde 65 Jahre alt. Bild: Evan Agostini/ap

Microsoft-Mitgründer Paul Allen ist tot – was er alles erreicht hat

Der US-Unternehmer und Microsoft-Mitbegründer Paul Allen ist tot. Der 65-jährige Milliardär starb am Montag an den Folgen einer Krebserkrankung, wie seine Familie mitteilte.

Erst vor zwei Wochen hatte Allen mitgeteilt, dass er wieder gegen eine Krebserkrankung kämpft: Ein vor neun Jahren erfolgreich bekämpfter Lymphdrüsenkrebs – ein sogenanntes Non-Hodgkin-Lymphom – sei wiedergekehrt. Sein Ärzteteam habe mit der Behandlung begonnen, er wolle die Krankheit "aggressiv bekämpfen", erklärte der 65-Jährige zu diesem Zeitpunkt. Er und seine Ärzte seien optimistisch, dass neue Therapien "gute Ergebnisse" bringen würden.

Der Reichtum des Paul Allen:

Mit einem geschätzten Vermögen von mehr als 20 Milliarden Dollar gehörte Allen zu den reichsten Menschen der Welt. Allen hatte Microsoft 1975 zusammen mit Bill Gates gegründet, 1983 verließ er den Software-Giganten.

Hollywood-Star Leonardo DiCaprio würdigte Allen als einen "starken Anwalt für den Umweltschutz".

Seine Geschäfte und wohltätigen Aktivitäten führte Allen über sein Unternehmen Vulcan. Er steckte viel Geld in die Wissenschaft: 2003 investierte er 100 Millionen Dollar in das Allen Institut für Hirnforschung. Später gründete er ein Institut zur Erforschung der Auswirkungen künstlicher Intelligenz auf die Gesellschaft und ein Zellforschungszentrum zur Entwicklung von Behandlungsmethoden gegen Krankheiten.

Mit seiner Wohltätigkeitsstiftung förderte er unter anderem den Umweltschutz, Initiativen gegen Wilderei, Projekte für Obdachlose, Kunst und Kultur.

Vulcan veröffentlichte am Dienstag ein Statement zu dem Tod seines Gründers.  "Sein Leben hat die Welt verändert," hieß es darin. "Jeder von uns, der die Ehre hatte, mit Paul zu arbeiten, fühlt einen unbeschreiblichen Verlust." Millionen von Menschen seien von Paul Allens Großzügigkeit berührt gewesen und von seiner Hartnäckigkeit, sich für eine bessere Welt einzusetzen, erklärte Vulcan-Vorstandschef Bill Hilf in der Mitteilung.

Auch Allens Schwester Jody schrieb einige Worte zu seinem Tod:  "Mein Bruder war ein bemerkenswertes Individuum auf jeder Ebene". 

"Während die meisten Paul Allen als Technologen und Philanthropen kannten, war er für uns ein geliebter Bruder und Onkel, und ein besonderer Freund."

Jody Allen

Bill Gates äußerte sich am Montag "untröstlich" über den Tod eines seiner "ältesten und liebsten Freunde".

 Ohne Allen hätte es den Durchbruch des PCs nicht gegeben. "Er sagte gerne: 'Wenn es das Potenzial hat, Gutes zu tun, dann sollten wir es tun'", sagte Gates über seinen früheren Geschäftspartner.

Beide Männer kannten sich aus Schulzeiten in Seattle. Als Computerprogrammierer überzeugte Allen Gates später, die Eliteuniversität Harvard zu verlassen und mit ihm Microsoft zu gründen. Das Software-Unternehmen wurde in den 1990er Jahren zum wertvollsten Konzern der Welt.

In seiner Autobiografie beschrieb Allen 2011 ein teilweise kompliziertes Verhältnis zu Gates: Während er die Anteile am neu gegründeten Unternehmen jeweils zur Hälfte habe aufteilen wollen, habe Gates auf einen Anteil von 60 Prozent für sich bestanden und diesen später auf 64 Prozent erhöht. Gates habe ihn "übers Ohr hauen" wollen, schrieb Allen.

FILE - In this March 11, 2003 file photo, Microsoft Chairman Bill Gates, left, chats with Portland Trail Blazers owner and former business partner Paul Allen during a game between the Trail Blazers and Seattle SuperSonics in Seattle.  Allen, billionaire owner of the Trail Blazers and the Seattle Seahawks and Microsoft co-founder, died Monday, Oct. 15, 2018 at age 65. Earlier this month Allen said the cancer he was treated for in 2009, non-Hodgkin’s lymphoma, had returned. (AP Photo/Elaine Thompson, File)

Allen und Gates sind Kindheitsfreunde. Bild: AP

Auch Microsoft veröffentlichte am Dienstag ein Statement mit Worten des Vorsitzenden Satya Nadella auf Twitter:

Paul Allens Beiträge für das Unternehmen und die Industrie seien unverzichtbar gewesen. Als Mitbegründer von Microsoft habe er auf eine "ruhige und beharrliche Art magische Produkte, Erlebnisse und Institutionen geschaffen und damit die Welt verändert."  Er habe unglaublich viel von Allen gelernt, schrieb Nadella.

Allen war maßgeblich daran beteiligt, dem Computerriesen IBM für den ersten Personal-Computer ein Betriebssystem zu beschaffen, das als MS-DOS die Basis für den Erfolg von Microsoft legte. Den Durchbruch hatte Microsoft 1980 geschafft, nachdem sich IBM dazu entschieden hatte, das Betriebssystem für den ersten PC nicht selbst zu entwickeln, sondern bei der Firma von Allen und Gates einzukaufen.

Auch in die Sportwelt investierte Allen: Ihm gehörten unter anderem das Football-Team Seattle Seahawks und die Basketballmannschaft Portland Trail Blazers. Der Hobby-Gitarrist Allen war nie verheiratet und hatte keine Kinder.

(aj/afp/dpa)

Das könnte dich auch interessieren:

WLAN auf dem Mars? Bibis Beauty Palace liefert TV-Blamage für die Ewigkeit

Link zum Artikel

Netflix macht's einfach selbst – und will 3 Filme mit deutschen Stars drehen

Link zum Artikel

Wenn du deinen Job auch so im Griff hast wie diese 17 Menschen, darfst du heute früher heim

Link zum Artikel

Teste den Sound von DOCKIN und sag uns deine Meinung!

Link zum Artikel

Hauptsache weiterhin männlich – die verzweifelte Suche der Kirche nach Priestern

Link zum Artikel

Das Wunder von Montana: Gefrorene Katze Fluffy wurde aufgetaut und überlebt

Link zum Artikel

Die Karriere von Rudi Assauer in 15 bewegenden Bildern

Link zum Artikel

Ja, ich gestehe, ich habe Modern Talking gehört

Link zum Artikel

Rechtsextremismusverdacht: Bundeswehr suspendiert offenbar Elitesoldaten

Link zum Artikel

Jetzt erkennen die Briten langsam den Brexit-Irrsinn – Panik kommt auf

Link zum Artikel

9 Promis, die gerne (un)heimlich im Foto-Hintergrund rumlungern

Link zum Artikel

6 Fotografen für "World Press Photo" nominiert: Hinter jedem Bild steckt eine starke Story

Link zum Artikel

Weil 5 Pfarrer Geflüchteten halfen, wurden nun ihre Häuser durchsucht

Link zum Artikel

Kartellamt schränkt Facebook beim Datensammeln ein

Link zum Artikel

Diese Schönheitskönigin will bei Olympia 2020 eine Medaille holen – im Gewichtheben

Link zum Artikel

Der neue Pixar-Kurzfilm ist da – und nimmt sich wieder einem ernsten Thema an

Link zum Artikel

1860 München hat offenbar ein Anti-Ismaik-Banner auf der Homepage zensiert

Link zum Artikel

"Wenn's dir gefällt, mach es einfach" – wieso Alexander in die sibirische Kälte zog

Link zum Artikel

Suche nach Fußballer Sala –  Erste Leiche aus Flugzeugwrack geborgen

Link zum Artikel

Real gratuliert Ronaldo nicht zum Geburtstag – und die CR7-Fans sind empört

Link zum Artikel

Jodel: Auf einer Party rast sie aufs Klo – und merkt zu spät, dass es gar keins war...

Link zum Artikel

"Aber so ist es halt grad" – wir haben 3 Obdachlose an ihre Schlafplätze begleitet

Link zum Artikel

"Weißbier trinken und die Klappe halten" – Assauers 14 ikonischste Zitate

Link zum Artikel

Nach rassistischem Pullover – Rapper nehmen Entschuldigung von Gucci nicht an

Link zum Artikel

Kartellamt verpasst Facebook blaues Auge – muss Zuckerberg das Datensammeln einstellen?

Link zum Artikel

Stelle dich unserem ultimativen GNTM-Quiz für Superfans!

Link zum Artikel

Spieler selbst aufstellen – dieser Verein ist der Traum jedes FIFA-Fans

Link zum Artikel

Neue WhatsApp-Sicherheitsfunktion ist gar nicht so sicher ...

Link zum Artikel

Boris Palmers verwirrender Berlin-Besuch: Im "Drogen-Park" wird es besonders bizarr

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

New York zeigt Amazon den Finger – und viele jubeln

Mit Erfolg haben die New Yorker gegen die Steuergeschenke an die Adresse von Amazon protestiert. Jeff Bezos, der reichste Mann der Welt, zieht sich zurück und will sein zweites Headquarter nicht in Queens bauen.

25.000 neue Jobs versprach Jeff Bezos den New Yorkern. Im Stadtteil Queens wollte er ein zweites Hauptquartier seines Megakonzerns Amazon errichten lassen. Im Gegenzug dafür erhielt er einen Steuererlass von drei Milliarden Dollar.

Steuergeschenke gegen Jobs – diesen Deal haben multinationale Konzerne mittlerweile perfektioniert. Apple, Google & Co. haben deshalb hunderte von Milliarden Dollar auf der hohen Kante. Trotzdem bezahlen sie weniger Steuern als kleine und mittlere Unternehmen. …

Artikel lesen
Link zum Artikel