Wissen
Franky Zapata flies on a Flyboard during the traditional Bastille Day military parade on the Champs-Elysees Avenue with the Eiffel Tower in the background in Paris, France, July 14, 2019. REUTERS/Charles Platiau     TPX IMAGES OF THE DAY

Bild: X00217

Der "fliegende Mann" von Paris: Dieses Flyboard verblüfft gerade die Welt

Wie ein Bösewicht aus Spider-Man schwebte er mit Sturmgewehr und schwarzer Uniform auf seinem Flyboard bei der großen Militärparade zum 14. Juli über die Champs-Élysées. Erfinder Franky Zapata hat große Pläne.

Der "fliegende Mann" der Champs-Élysées hat allen die Show gestohlen und gehört gerade zu den meistgegoogelten Begriffen. Erfinder Franky Zapata schwebte bei der großen Militärparade zum französischen Nationalfeiertag in schwarzer Uniform und Helm auf seinem "Flyboard Air" vor den Augen der Staatschefs Emmanuel Macron und Angela Merkel durch die Luft – und dies erst noch mit einem Sturmgewehr in der Hand.

Nein, Zapata ist kein fliegender Bösewicht aus Spider-Man, sondern ein "Daniel Düsentrieb" in Realität. Er hat das Fluggerät mit Unterstützung mit der französischen Armee entwickelt. Das steckt dahinter:

So funktioniert das Fluggerät

Der Pilot steht auf der fliegenden Plattform "Flyboard Air". Diese wird von fünf Miniatur-Düsentriebwerken angetrieben, mit denen sie gesteuert werden kann. Wie ein fliegender Segway sozusagen.

Das rund 20 Kilo leichte Flyboard fliegt derzeit bis zu 140 Stundenkilometer schnell, erreicht eine Höhe von 150 Metern und kann eine Nutzlast von 100 Kilogramm durch die Lüfte tragen. "Ich will schon bald durch die Wolken fliegen können", sagte Zapata nach der Show in Paris im Fernsehen.

Bild

Doch: Wie sicher ist das Gefährt? Das Flyboard kann selbst normal weiterfliegen, wenn eine Turbine ausfällt. Wenn gleich zwei Triebwerke ihren Dienst versagen, leitet das Gefährt eine automatische Landung ein. Zumindest in der Theorie. Die ersten Testflüge absolvierte Zapata vernünftigerweise über Wasser.

Bild

Dabei kann das Gerät bis zu zehn Minuten in der Luft bleiben. Es befindet sich aber noch in der Entwicklung. Die Firma strebt unter anderem ein Tempo von 200 Stundenkilometern, eine Flugzeit von 30 Minuten sowie Flughöhen von 3000 Metern an.

Ganz neu ist die Erfindung von Zapata übrigens nicht: Bereits im Jahr 2016 hatte der einstige Jetski-Champion einen neuen Rekord für den weitesten Flug mit einem Hoverboard geliefert: Die zurückgelegten 2252 Meter wurden auch ins Guinness-Buch der Rekorde aufgenommen.

Die möglichen Einsatzgebiete

Franky Zapata flies on a Flyboard during the traditional Bastille Day military parade on the Champs-Elysees Avenue in Paris, France, July 14, 2019. REUTERS/Charles Platiau

Bild: X00217

Der Erfinder

Bild

zvg/https://zapata.com/

Franky Zapata hat das Adrenalin im Blut. Der 40-jährige Franzose machte sich in der Szene einen Namen als Jetski-Weltmeister und Erfinder. Er entwickelte das so genannte Flyboard: Dieses tragt Menschen auf Wasserdüsen durch die Lüfte.

Die Zukunft

Das nächste große Ziel hat Zapata bereits im Visier. Wie der Fernsehsender "TF1" berichtet, will er mit einer Weiterentwicklung des Hoverboards baldmöglichst den Ärmelkanal überqueren.

(amü)

Das Ergebnis, wenn man Technik und alte Menschen kombiniert

Viel Urlaub, wenig CO2: So gehts!

Play Icon
Themen
0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Seit Montag lebt die Welt auf Ökopump – und diese Länder sind die größten Umweltsünder

Seit Montag lebt die Welt auf Ökopump. Früher war dies nie der Fall. Wir haben vier Grafiken, die zeigen, wer zu den schlimmsten Umweltsündern gehört – Deutschland ist mittendrin.

Heute sind alle natürlichen Ressourcen aufgebraucht, welche die Welt innerhalb eines Jahres wiederherstellen kann. In anderen Worten: Wir leben ab heute auf Ökopump. Das ergaben die Untersuchungen der Organisation "Global Footprint Networks", welches den Earth Overshoot Day (oder auch Welterschöpfungstag) seit 1961 jährlich berechnet.

Wenn wir so leben wie aktuell, bräuchte die Menschheit 1,75 Welten, um den Bedarf zu decken. Vor dem 29. Juli waren die Ressourcen zeitlich gesehen noch nie …

Artikel lesen
Link zum Artikel