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November 25, 2018 - Beijing, Beijing, China - Beijing, CHINA-The Tesla Model 3 in Beijing, China. Beijing China PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxONLY - ZUMAs145 20181125_zaa_s145_416 Copyright: xLongxWeix

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E-Auto als Klimasünder? Neue Tesla-Studie sorgt für Wut – weil sie Mängel aufweist

Patrick Toggweiler / watson.ch

Tesla vs. Mercedes, Elektromotor vs. Dieselfahrzeug: Eine neue Publikation, die kurz vor Ostern über den Schnelldienst des Münchner Ifo-Instituts (Institut für Wirtschaftsforschung) veröffentlicht wurde, kommt zum Schluss: In Deutschland ist der scheinbar umweltschonende Tesla Model 3 für zehn bis 25 Prozent mehr CO2-Emissionen verantwortlich als der Mercedes Diesel C 220 d. Hauptverantwortlich dafür sei der enorme Aufwand bei der Batterieproduktion. Und der deutsche Strommix.

Die Befunde von Christoph Buchal, Hans-Dieter Karl und Hans-Werner Sinn wurden von der Agentur dpa aufgenommen. Diverse Publikationen, zum Beispiel Focus.de, Autobild oder auch nau.ch, veröffentlichten eine abgespeckte Version davon – auch das berüchtigte (Fake-)News-Portal Infowars aus den USA.

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Hans-Werner Sinn. Bild: imago stock&people

Die Fans von Verbrennungsmotoren fühlen sich nun bestätigt: Batteriebetriebene Elektro-Autos sind eben doch keine Lösung.

Doch auch Elektroauto-Fans fühlen sich bestätigt.

Sie fühlen sich bestätigt, dass ihre Gegner immer wieder mit Halbwahrheiten aufwarten. Und tatsächlich sind die Mängel der neusten Untersuchung nicht von der Hand zu weisen.

Hier die gröbsten Schnitzer der Tesla-Studie:

Keine Kleinigkeiten

Bei den Kritikpunkten handelt es sich nicht um Kleinigkeiten. Das Beispiel der Batterie-Lebensdauer zeigt, dass die Autoren die graue Energie hätten halbieren können. Das haben sie aber nicht. Und deshalb müssen sie sich nun die Kritik gefallen lassen, sie hätten die Elektroautos bewusst "schlecht gerechnet". Für den Tesla hätten sie die schwierigsten Bedingungen geschaffen, während dem Diesel der rote Teppich ausgerollt wurde, so die Kritik. Neuere Studien, unter anderem vom renommierten Frauenhofer-Institut, kommen zu genau gegenteiligen Resultaten. Auch für Deutschland.

Die Bedenken der Autoren sind aber nicht komplett aus der Luft gegriffen: Elektroautos sind weit davon entfernt, emissionsfrei zu sein. Die ganzheitliche Elektrifizierung der Produktionskette mit Energie, die ausschließlich von erneuerbaren Quellen stammt, liegt noch in weiter Ferne. Ein Wille dazu ist aber erkennbar: Volvos Ziel ist es, bis 2025 komplett CO2-neutral zu produzieren, Mercedes strebt dasselbe Ziel bis 2022 an.

Ein Diesel hingegen wird immer CO2 produzieren.

Und die Autoren haben in einem weiteren Punkt recht: Der Energiemix eines Landes ist für die Bilanz eines Elektroautos der wichtigste Faktor. Deutschland hat in dieser Hinsicht noch einige Jahre lang ein Problem. Baun- und Steinkohle sind noch immer für 40 Prozent des (Netto-) Stromes verantwortlich. Erst 2038 soll das letzte Kohlekraftwerk abgestellt werden. Wie Deutschland die Ausfälle kompensieren will, ist umstritten. Kernkraft kommt nicht in Frage. Deutschland hat beschlossen, bis 2022 vollständig auszusteigen.

Diese vier Vorurteile füttern Rechtspopulisten

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    Alle Leser-Kommentare
  • Navigatior 24.04.2019 11:18
    Highlight Highlight Ganz ehrlich. Ein Elektroauto ist niemals „sauber“, solange der Strom in Deutschland nicht aus regenerativen Energien hergestellt wird. Wie unsere Prof‘s immer zu sagen pflegten, und womit sie Recht haben. Strom ist eine Edelenergie, die verheizt man nicht. Aber genau das passiert bei einem Stromer. Kraftwerke (Kohle) haben einen Wirkungsgrad von rund 40 %. Der elektrische Wirkungsgrad beträgt aber nur rund 25 %. Der Rest ist Abwärme. Ein Verbrennungsmotor hat einen Wirkungsgrad von 35 %. Und das ist nur auf den Verbrauch gesehen, nicht in der Produktion....
    • DerTaran 24.04.2019 19:15
      Highlight Highlight Selbst wenn der Wirkungsgrad noch nicht perfekt ist (und vielleicht nie sein wird). Elektroautos können mit Solarenergie fahren, Benziner nicht. Die Elektroautos sind vielleicht noch nicht so grün wie wir uns das wünsche, aber sie werden es eines Tages sein und die Situation heute ist nur ein Zwischenschritt zum sauberen Transport. Mit dem Kauf eines Elektroautos, investiert man in die Entwicklung einer Sauberen Lösung. Benziner dagegen sind ausgereizt und werden leider immer Dreckschleudern bleiben und Resourcen konsumieren, die zur Neige gehen.
    • Navigatior 25.04.2019 13:32
      Highlight Highlight Man heizt auch sein Haus nicht elektrisch. Viel zu ineffektiv. Man nutzt zu einem sehr hohen Prozentsatz Gas und Öl sowie Fernwärme aus Kraftwärmekopplung (Kraftwerken). Strom ist eine „Edelenergie“ Punkt.
    • DerTaran 25.04.2019 18:06
      Highlight Highlight Noch Ausrufezeichen.
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