Wissen
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und die Werbung von watson und Werbepartnern zu personalisieren. Weitere Infos: Datenschutzerklärung.
Trump Baum

Bild: imago montage

Für jede Trump-Lüge pflanzt eine Firma in den USA einen Baum

30.07.18, 20:08 31.07.18, 12:18

Diese clevere Marketing-Idee kann ja nur aus Silicon Valley kommen: Eine Blockchain-Firma hat in Kalifornien ein Projekt ins Leben gerufen, durch das jede Ökolüge des US-Präsidenten mit mindestens einem neu gepflanzten Baum ausgeglichen wird.

Diese werden dringend benötigt, denn unter der derzeitigen US-Regierung sieht es düster aus für die Natur. Trump zog sich bereits 2017 vom Pariser Klimaabkommen zurück und will verstärkt Öl fördern – auch in Naturschutzgebieten.

Donald Trump, der den Klimawandel für eine Lüge hält und auf die globale Erwärmung hofft, damit die Winter in New York nicht mehr so kalt sind, gab schon einige Statements von sich, die Wissenschaftler auf der ganzen Welt an den Kopf fassen ließen. Jetzt soll das zumindest einen positiven Nebeneffekt haben: Nämlich mehr Bäume. 

Wie das funktioniert

Die Aktion wurde unter dem Namen "Treespond" ins Leben gerufen. Auf einer Website wird erklärt, wie das Ganze ablaufen soll: Wem dir ein klimafeindliches Zitat von Trump auffällt, kannst du es dort einreichen.

"Jedes Zitat wird auf einer Ignoranz-Skala bewertet. Je ignoranter der Satz ist, desto mehr Bäume müssen gepflanzt werden um das auszugleichen. In Partnerschaft mit der 'American Forestry Association' wird dann eine bestimme Menge Bäume in den kalifornischen Wäldern gepflanzt, wo sie vor kurzem durch die Waldbrände zerstört wurden."

Wie mich die Klimaignoranz ankotzt

Video: watson/Saskia Gerhard, Lia Haubner

"Du, als Einreicher des Zitats, bekommst ein spezielles Zertifikat für die Bäume, die durch dich gepflanzt wurden, Fotoupdates zum Wachstum – und ein paar Oxyn-Münzen als Belohnung." Oxyn ist der Öko-Blockchain-Anbieter, der hinter "Treespond" steht. Laut "Teenvogue" wird das Prinzip durch Spenden finanziert. Ein Baum kostet knapp 10 Dollar (8,50 Euro).

Und wer ein bisschen verfolgt, was Trump so zu dem Thema sagt, der weiß: Bei seinen Statements könnte aus ein, zwei Bäumen bald ein beachtlicher Wald werden...

Nur 5 Beispiele von Trumps Öko-Ausrastern

"Das Konzept der globalen Erwärmung wurde für und durch die Chinesen erfunden, um den US-Markt nicht mehr wettbewerbsfähig zu machen."

"Gerade rausgekommen: Noch nie ging es den Polarkappen so gut, die Population der Eisbären war nie stärker. Wo zur Hölle ist die globale Erwärmung?"

"Windkraftanlagen sind die größte Gefahr für die US-Weißkopfseeadler und Steinadler. Die Medien behaupten ihre erfundene ,Globale Erwärmung' sei schädlicher."

"Es ist wirklich zu schade, dass Wissenschaftler, die die globale Erwärmung in der Antarktis erforschen, mit ihrem Eisbrecher steckenbleiben, weil es so vereist und kalt ist."

"Überall im Land und der Welt gibt es eine Rekordkälte – wo zur Hölle ist die globale Erwärmung, wir brauchen sie schnell!"

(jd)

Gut auf sie aufpassen: So schön ist unsere Erde

Gegen Ignoranz hilft nur Wissen

Du willst zu Stephen Hawkings Trauerfeier? Hier ist deine letzte Chance

Forscher sind einem Umweltverbrechen auf der Spur – und das geht auch dich an

Kurz, aber zerstörerisch – so heftig wütete ein Tornado in Nordrhein-Westfalen

Wie kamen diese 5 Wasserbüffel am Montag auf die A3? Jetzt wissen wir es

Wie viele Menschen erträgt die Erde?

US-Regierung streicht das NASA-Klimaprogramm 

Warum macht ihr so viel Plastik um unser Essen? 3 Firmen und ein Psychologe antworten

Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

219 Tonnen Eis schmelzen pro Jahr – lässt sich die Antarktis noch retten?

Es gehört mittlerweile zu einer Binsenweisheit, dass die Antartkis immer kleiner wird. Das bedroht zahlreiche Tierarten, gleichzeitig könnte durch die frei werdenden Wassermassen zahlreiche Küstenstädte und Inseln schon bald unter Wasser stehen.

Viel passieren tut aber nicht in diesem Bereich. Im Gegenteil, Staatsoberhäupter hoffen darauf, dass neue Ölfelder frei werden, sobald das Eis erstmal weg ist. Der internationale Handel könnte von neuen Handelsrouten profitieren.

Gleichzeitig nimmt der …

Artikel lesen