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Bild: imago/United Archives International

War die Mondlandung ein Fake? 13 Behauptungen im Faktencheck

Daniel Huber

Es ist ein Meilenstein in der Geschichte der Menschheit: Am 20. Juli 1969 standen zum ersten Mal Menschen auf dem Mond. Ein Ereignis von solcher Tragweite ruft (leider) unweigerlich die Verschwörungstheoretiker auf den Plan.

Auch 50 Jahre, nachdem Neil Armstrong aus der Mondfähre kletterte, glauben weltweit Millionen von Leuten, dass die Mondlandung gar nie stattgefunden hat. Hier sind ihre 13 wichtigsten Behauptungen im Faktencheck.

Die "wehende" Flagge

Die "wehende" US-Flagge ist das anschaulichste Beispiel für die angeblich gestellte Mondlandung. Filmaufnahmen beim Aufstellen der Flagge zeigen, dass diese wehte. Da der Mond keine Atmosphäre hat und daher auch kein Wind wehen kann, sei dies unmöglich, sagen Kritiker.

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Jack Schmitt von Apollo 17 mit der US-Flagge am 19. Dezember 1972. Die Flagge scheint auf die Erde im Hintergrund zu weisen. Bild: NASA

Die Bewegungen des Stoffes, der an einer Querstrebe hängt, stammen jedoch von keiner Brise, sondern von Erschütterungen des Fahnenmastes – etwa beim Einstecken oder Ausrichten, wie Ralf Jaumann vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) betont. Im luftleeren Raum wird die Bewegung des Stoffes kaum gebremst. Die Flagge war zudem so präpariert, dass sie wie im Wind flatternd wirkte. Nachdem die Schwingungen abgeklungen waren, bewegte sich die "wehende" Flagge tatsächlich nicht mehr und blieb völlig still.

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Bild: NASA

Fußabdrücke im Mondstaub

Viele Bilder zeigen Spuren der Raumfahrer im Mondstaub. Wie kann der knochentrockene Staub die Form halten, fragen Kritiker. Urs Mall vom Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung erklärt die gute Bindung vor allem mit der Konsistenz des extrem feinen Mondstaubs. Dessen Bausteine seien nie durch Wind oder Wasser abgeschliffen worden, kantig geblieben und hafteten daher besonders gut aneinander.

Bildnummer: 60071394  Datum: 01.01.1900  Copyright: imago/United Archives International     Space Neil Armstrong s footprint on the moon s lunar soil. kbdig 1900 quer 174/10859  PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxONLY

Bild: imago stock&people

Da es auf dem Mond keine Atmosphäre und daher weder Wind noch Wetter gibt, werden diese Spuren übrigens auch unverändert bleiben – Millionen Jahre lang. Sie werden unvorstellbar langsam vom Staub aus winzigen Meteoriten verschüttet. Es sei denn, ein Meteorit schlägt genau dort oder nah genug ein, dann könnte es schneller gehen.

Zu niedrige Hüpfer

Die Sprünge der Astronauten auf der Mondoberfläche seien zu niedrig, wenden Zweifler ein. Angesichts der geringen Gravitation – etwa ein Sechstel der irdischen Schwerkraft – hätten die Raumfahrer meterhoch springen können. Tatsächlich sind die dokumentierten Hüpfer mit 60 Zentimetern Höhe nicht sehr imposant; sie sind nicht höher als durchschnittliche Sprünge auf der Erde.

Die Astronauten trugen freilich schwere Raumanzüge. Bis Apollo 14 war es das Modell A7L mit einem (irdischen) Gewicht von 83 Kilogramm. Das Nachfolgemodell A7LB wog sogar 90.7 Kilogramm. Solche Anzüge würden auf der Erde jeden Sprung verhindern. Sie schränkten im Übrigen auch die Beweglichkeit der Astronauten ein. Nicht zuletzt wären hohe Sprünge auch aus Sicherheitsgründen problematisch gewesen.

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Gene Cernan von Apollo 17 bewegt sich mit Sprüngen auf der Mondoberfläche fort. Video: YouTube/Plasma Ben

Die Auswirkung der niedrigeren Schwerkraft zeigte sich jedoch an Bewegungsabläufen, die auf der Erde unmöglich sind: So konnten sich die Astronauten beispielsweise aus dem Liegestütz problemlos per Hand und etwas Schwung wieder in den Stand aufrichten.

Mangelnde Haftung des Mondfahrzeugs

Die Astronauten fuhren mit Fahrzeugen über den Mond. Angesichts der geringen Schwerkraft hätten die Räder dieser Rover beim Beschleunigen durchdrehen müssen, glauben Zweifler. In Kurven hätten die Mondfahrzeuge zudem aufgrund der Fliehkraft aus der Bahn rutschen müssen.

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Astronaut Jim Irwin mit dem Rover von Apollo 15. Bild: NASA

Die Fliehkraft hängt jedoch insbesondere von Radius und Geschwindigkeit ab. Das Höchsttempo der Fahrzeuge lag laut Nasa bei etwa 15 Kilometern pro Stunde. Das entspricht – bei ähnlichem Untergrund – rechnerisch etwa der Fliehkraft, die ein irdisches Auto bei gleichem Radius mit 37,5 Kilometern pro Stunde hätte. Dass die Astronauten die Kurven mit Vollgas fuhren, ist zudem eher unwahrscheinlich. Dazu kommt, dass der Reibungskoeffizient der Rover-Räder durch deren Design bedeutend besser war als bei Gummireifen. Die Haftung auf der Mondoberfläche war dadurch deutlich besser.

Zu scharfe Bilder

Die Fotos der Mondlandungen, die die Nasa veröffentlichte, sind von brillanter Qualität – zu brillant nach dem Dafürhalten mancher Verschwörungstheoretiker. In der Tat sind die Aufnahmen hochaufgelöst und bestechen mit satten Farben. Zudem hatten die Astronauten offensichtlich ein gutes Händchen: Abgeschnittene Köpfe, schlechte Bildausschnitte oder unscharfe Aufnahmen fehlen.

Dabei mussten die Astronauten quasi blind fotografieren, denn ihre modifizierten Hasselblad-Kameras hatten keinen Sucher – der hätte auch keinen Nutzen gehabt, da die Raumanzüge es unmöglich machten, durch ihn zu schauen. Darüber hinaus waren die Kameras auf Brusthöhe an den Raumanzügen befestigt. Unter solchen Umständen konnten kaum scharfe Bilder entstehen, monieren Skeptiker.

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Die meisten Aufnahmen der Apollo-Missionen, die von der Nasa veröffentlicht wurden, sind von bestechender Qualität. Hier Buzz Aldrin vor der Landefähre. Bild: NASA

Die Astronauten hatten jedoch auf der Erde den Umgang mit diesen Kameras monatelang geübt. Zudem waren die Kameras so modifiziert, dass man die Schärfe nur in vier bestimmten Stufen festlegen konnte statt stufenlos. Die Astronauten konnten so ungefähr auf ein gewünschtes Objekt scharf stellen. Obendrein war das standardmäßig verwendete Objektiv ein leichtes Weitwinkelobjektiv – dies erleichterte die Wahl des Bildausschnitts und das Scharfstellen. Ohnehin wurden die veröffentlichten Fotos zuvor bearbeitet und zurechtgeschnitten. Und zu guter Letzt gibt es zahlreiche unscharfe oder sonst weniger gut gelungene Fotos, die aber genau deswegen von der Nasa meist nicht veröffentlicht wurden.

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Bild: NASA

Wiederkehrende "Kulissen"

Zahlreiche Fotos zeigen dieselben Mondlandschaften im Hintergrund. Für manche Verschwörungstheoretiker sind solche wiederkehrenden Hintergründe ein Beweis dafür, dass es sich in Wahrheit um Kulissen handelt und die Aufnahmen daher gestellt sind.

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Nur eine Kulisse? Die Hügel im Hintergrund sind die Hadley-Apennine. Bild: NASA

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Hier ist der gleiche Hintergrund rund anderthalb Stunden später zu sehen. bild: nasa

Es sind mehrere Faktoren, die zum Eindruck führen, die Hintergründe seien Kulissen. Zum einen machten die Astronauten an ihren Landestellen Tausende Fotos aus verschiedenen Perspektiven. Zum andern ähneln sich die Landschaften an den Landestellen ohnehin stark, auch weil markante optische Elemente wie auf der Erde fehlen. Eine wichtige Rolle spielt jedoch auch ein Effekt der räumlichen Wahrnehmung. Für uns Menschen ist es schwierig, die dreidimensionalen Verhältnisse aus zweidimensionalen Bildern herauszulesen, ohne dass es dabei zu Fehlinterpretationen der räumlichen Tiefe kommt – der sogenannten Kulissenwirkung. Bei genauerer Betrachtung von unterschiedlichen Fotos derselben Stelle zeigt sich, dass sich Elemente des Hintergrunds relativ zueinander verschieben, was bei einer Kulisse nicht der Fall wäre.

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Die Anaglyphe beider Bilder zeigt, dass sich gewisse Elemente verschoben haben, was bei einer Kulisse nicht der Fall wäre. Bild: wikimedia

Fehlende Fadenkreuze auf den Bildern

Auf zahlreichen von den Astronauten geschossenen Fotos sind feine Fadenkreuze zu erkennen. Sie sollten der Vermessung dienen und wurden speziell für die Apollo-Missionen mit einer Glasplatte in die Hasselblad-Kameras integriert. Auf einigen Fotos scheinen diese Fadenkreuze hinter den abgebildeten Objekten zu verschwinden – was für Kritiker ein Beleg dafür ist, dass diese Aufnahmen per Fotomontage manipuliert wurden.

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Die Anaglyphe beider Bilder zeigt, dass sich gewisse Elemente verschoben haben, was bei einer Kulisse nicht der Fall wäre. bild: nasa

Bei näherem Hinsehen zeigt sich jedoch oft, dass die Kreuze durchaus da, aber vor dunklem Hintergrund kaum erkennbar sind. Manchmal sind diese Kreuze auch nur teilweise nicht sichtbar. Zudem ist teilweise der fotografische Effekt des "Ausblutens" dafür verantwortlich: Beim Ineinanderlaufen von Farbgrenzen können Elemente des Motivs im Bild überdeckt werden. Zu diesen technischen Gründen kommt noch der Umstand hinzu, dass die Nasa später auch bearbeitete Bilder veröffentlicht hat.

Keine Sterne am Mondhimmel

Keine Sterne am Mondhimmel – diese Tatsache ist eines der am häufigsten angeführten Argumente der Verschwörungstheoretiker, auch wenn nicht alle es vorbringen. Der sternenlose Mondhimmel gilt aber vielen von ihnen als Beleg dafür, dass die Aufnahmen in einer abgedunkelten Halle gedreht wurden.

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Bild: NASA

Der aufgrund der fehlenden Atmosphäre tiefschwarze Mondhimmel ist nicht etwa ein Nachthimmel. Die Astronauten betraten den Erdtrabanten tagsüber – ein Mondtag dauert zwei Wochen. Auf den Bildern ist der Kontrast zwischen der grellen Mondoberfläche und dem dunklen Himmel viel zu stark, als dass lichtschwache Pünktchen am Firmament sichtbar wären. Möchte man sie trotzdem sichtbar machen, wären so lange Belichtungszeiten nötig, dass Gegenstände und Boden auf dem Bild extrem hell oder gar weiß sein müssten. Fotografische Filme haben nur einen Kontrastumfang von neun bis elf Blendenstufen; auf demselben Bild können daher nur Objekte aufgenommen werden, deren Leuchtstärke nicht zu unterschiedlich ist. Auch heute fehlen Sterne auf Fotos aus dem Weltraum in der Regel, es sei denn, es wird ein hoher Belichtungsindex und eine lange Belichtungszeit gewählt.

Seltsamer Schattenwurf

Auch der Schattenwurf auf dem Mond ist ein beliebtes Argument der Verschwörungstheoretiker. Dass Schatten auf den Bildern in verschiedene Richtungen verlaufen oder gestaucht sind, führen sie darauf zurück, dass verschiedene Lichtquellen vorhanden gewesen seien.

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Nicht parallel verlaufende Schatten auf dem Mond dienen Zweiflern als Argument. Bild: nasa

Allerdings hat der Mond eine extrem helle Oberfläche, sodass viel Licht zurückgestrahlt wird. Ein Astronaut auf dem Mond wird nicht nur von der Sonne angestrahlt, sondern auch vom Untergrund. Dies hat unterschiedliche Schattenwürfe zur Folge. Ein weiterer Grund für die Verzerrung von Schatten besteht in den Unebenheiten der Mondoberfläche, wodurch Licht konfus reflektiert wird. Schatten können dadurch länger oder kürzer erscheinen. Die konfuse Reflexion des Lichts führt im Übrigen auch dazu, dass es mit zunehmender Distanz immer mehr streut. Je weiter ein Objekt von der Kamera entfernt ist, desto dunkler erscheint es deshalb.

Fehlender Landekrater

Das Triebwerk der Apollo-11-Landefähre hat auf der staubigen Mondoberfläche keinen erkennbaren Krater hinterlassen. Wie ist das möglich? Für Zweifler ist der Fall klar: Der fehlende Krater ist ein Beweis dafür, dass die Landefähre gar nicht wirklich auf dem Mond landete.

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Das Triebwerk der Mondfähre – ohne erkennbaren Krater auf der Mondoberfläche darunter. Bild: NASA

Die Landefähre flog jedoch die Landestelle seitlich an, nicht senkrecht. Dies ist der Hauptgrund dafür, dass das Triebwerk keinen Krater in den Boden brennen konnte. Immerhin kam es aber zu einer leichten Verfärbung des Bodens. Der seitliche Landeanflug führte dazu, dass die Füsse der Fähre Mondstaub vor sich herschoben. Ein weiterer Grund für den fehlenden Krater liegt darin, dass die Landekapsel den Schub vor der Landung kontinuierlich drosselte und kurz vor dem Aufsetzen lediglich einen Drittel der normalen Landeschubkraft nutzte. Und zu guter Letzt expandierte der Gasstrom im Vakuum sehr stark, sofort nachdem er aus der Düse trat.

Bei der Nasa war man übrigens davon ausgegangen, dass es einen Krater geben würde. So ist auch ein solcher auf einem vor der Landung produzierten Nasa-Logo zu sehen. Und Neil Armstrong bemerkte nach dem Ausstieg aus der Fähre den fehlenden Krater und meldete seine Beobachtung per Funk. Hätte die Nasa die Mondlandung gefälscht, hätte sie also auch den Krater gefälscht.

Tödliche Strahlung

Die Erde ist von einem Strahlungsgürtel umgeben, dem sogenannten Van-Allen-Gürtel. Raumfahrer, die von der Erde zum Mond fliegen, müssen diese Zone unweigerlich beim Hin- und Rückflug durchqueren. Dort sind sie einer erhöhten Teilchenstrahlung ausgesetzt, die normalerweise etwa 0.7–1.5 mSv pro Tag beträgt – bei starker Sonnenaktivität können diese Werte kurzzeitig aber auch 1000-mal höher liegen. Skeptiker monieren, die Strahlenbelastung im Van-Allen-Gürtel wäre für die Astronauten tödlich gewesen.

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Darstellung des Van-Allen-Gürtels. Dessen tödliche Strahlung wird von Verschwörungstheoretikern geflissentlich überschätzt. Bild: nasa

Die Crews der Apollo-Missionen waren allerdings zum einen durch die Aluminiumhülle der Raumkapsel geschützt und durchquerten zum anderen den Strahlungsring in rund 90 Minuten. Sie waren daher zwar erhöhter Strahlung ausgesetzt, aber die Dosis war mit rund 4,3 mSv überschaubar; sie entspricht etwa der doppelten mittleren effektiven Dosis, die eine in Deutschland lebende Person pro Jahr erhält. Bei einer Dosis, die 10 mSv nicht übersteigt, rechnet man maximal mit einem zusätzlichen Krebsfall pro 10.000 Personen. Da an den Apollo-Missionen bis zum Mond – sie sind die einzigen, die den Van-Allen-Gürtel durchquerten – aber weniger als 30 Astronauten beteiligt waren, ist dieses erhöhte Krebsrisiko bei ihnen nicht statistisch belegbar. Überdies plante die Nasa die Flugbahn der Missionen so, dass die intensivsten Strahlungsbereiche umflogen wurden.

Fehlende Stichflamme

Beim Abheben der Landefähre gab es keine sichtbare Stichflamme. Für Verschwörungstheoretiker ist dies ein Beweis, dass die Fähre mit anderen Mitteln – beispielsweise verdeckten Seilen oder dergleichen – bewegt wurde.

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Die Mondfähre von Apollo 17 hebt ab. Es ist keine Stichflamme zu erkennen. bild: naas

Der Brennstoff, den die Triebwerke der Mondfähre verwendeten, bestand aus Distickstofftetroxid als Oxidator und einem Hydrazingemisch. Dieser Treibstoff verbrennt mit einer Flamme, die kaum sichtbar ist. Im Gegensatz zur landläufigen Annahme verbrennt nicht jeder Treibstoff mit einer Stichflamme. Auch die Sauerstoff-Wasserstoff-Kombination, die für die Haupttriebwerke der Space Shuttles verwendet wird, verbrennt mit einer kaum sichtbaren Flamme, während die Booster, die festen Treibstoff verbrennen, eine deutliche Stichflamme produzieren. Die fehlende Atmosphäre auf dem Mond trug zusätzlich dazu bei, dass beim Abflug der Fähre keine ausgeprägte Flamme entstand.

Computertechnik

Wir alle kennen den Vergleich: Ein Smartphone ist leistungsfähiger als die Computer, die für die Berechnungen bei der Mondlandung eingesetzt wurden. Und diese Supercomputer von damals waren zudem bedeutend grösser als heutige PCs. Für Verschwörungstheoretiker ein klarer Fall: Die Mondlandung war nur schon deswegen nicht möglich, weil der Bordcomputer der Apollo-Raumschiffe niemals in der Lage war, die Flugbahnen zu berechnen.

Die Flugbahnen wurden jedoch nicht an Bord der Raumkapseln berechnet, sondern vom Real-Time Computer Complex (RTCC) in der Nasa-Bodenstation in Houston. Die Daten wurden dann per Funk an die Apollo-Systeme geschickt. Die Steuerungseinheit für die Phase vom Start bis zur Erdumlaufbahn war der Launch Vehicle Digital Computer (LVDC). An Bord des Raumschiffs befanden sich hingegen lediglich zwei Varianten des Apollo Guidance Computer (AGC); einer in der Mondfähre, der andere im Kommandomodul. Sie arbeiteten ähnlich wie ein Autopilot und wandelten die Daten von Houston in Steuerbefehle um. Aufgrund der deutlich beschränkteren Leistungsfähigkeit der Computersysteme musste in dieser Phase der Raumfahrt viel mehr manuell geflogen werden als heute.

Das Argument der mangelnden Leistungsfähigkeit der Elektronik kehrt sich übrigens gegen eine andere These von Verschwörungstheoretikern: Diese behaupten nämlich, die auf der Mondoberfläche installierten Messinstrumente seien bei unbemannten Flügen von ferngesteuerten Robotern aufgebaut worden. Dies wäre jedoch mit der damaligen Technik tatsächlich nicht möglich gewesen.

Und was spricht eigentlich dafür, dass die Mondlandung stattfand?

Anhänger von Verschwörungstheorien lassen sich in der Regel nicht so schnell überzeugen. Es gibt im Internet eine Unzahl von Seiten, deren Mission einzig darin besteht, die Mondlandungen als Hoax zu entlarven. Die Nasa selber nimmt grundsätzlich keine Stellung zu solchen Thesen. Immerhin hat sie aber vor einigen Jahren Bilder der Mission Lunar Reconnaissance Orbiter (LRO) veröffentlicht. Die Raumsonde hatte Aufnahmen von Apollo-Landestellen in hoher Auflösung zur Erde gefunkt. Sie zeigen neben zurückgelassenen Instrumenten die Spuren der Rover und sogar Fußspuren der Astronauten.

Ein indirekter Beleg für die Faktizität der Mondlandungen besteht darin, dass über Jahre hinweg Tausende von Mitarbeitern an den insgesamt sechs Missionen mitwirkten. Es ist unwahrscheinlich, dass sie alle auch nach Jahrzehnten noch ein Geheimnis dieser Größe bewahren würden.

Ein ziemlich handfester Beleg besteht in den mehr als 380 Kilogramm Mondgestein, die von den Apollo-Missionen auf die Erde gebracht wurden. Sie haben eine einzigartige Zusammensetzung, die sie vom irdischen Gestein unterscheidet.

Schließlich ist es auch sehr verwunderlich, dass die Sowjetunion sich diese Gelegenheit nicht nehmen ließ, die verhassten Amerikaner zu desavouieren. Die Funksignale, die von Apollo 11 während der Mondlandung kamen, wurden nicht nur von der Nasa in den USA empfangen, sondern auch von Moskau. Per Triangulation kamen die Sowjets zur Erkenntnis, dass sie das Weltraumrennen verloren hatten.

Mit Material der Nachrichtenagenturen DPA.

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