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Sick young woman at home on the sofa with a cold, she is covering with a blanket and blowing her nose

Zu krank, um zu arbeiten – oder geht es noch? (Symbolbild) Bild: Getty

Husten, Fieber, Halsweh: Wann du lieber zu Hause bleiben solltest

Daniel Huber / watson.ch

Alle Jahre wieder kommt die Zeit der laufenden Nasen. Und jedes Jahr stellen sich unzählige Arbeitnehmer die Frage: Ist dieser Schnupfen oder dieser Husten Grund genug, zu Hause zu bleiben? Und sind meine Symptome so schlimm, dass ich zum Arzt gehen sollte?

Dieser Text bietet eine grobe Orientierungshilfe für solche Fälle – aber er ersetzt nicht die Konsultation beim Arzt.

Generell gilt: Eine erste Abklärung bei Dr. Google kann hilfreich sein, doch im Zweifelsfall sollte man zum Arzt gehen.

Schnupfen

Schnupfen (Rhinitis) ist eine Entzündung der Nasenschleimhaut. Es handelt sich um ein Symptom, das meist auf eine Erkältung hinweist; es ist allerdings auch möglich, dass die Ursache eine Allergie ist (zum Beispiel Heuschnupfen). Eine Erkältung (grippaler Infekt) wird durch Viren ausgelöst.

Ein Schnupfen verschwindet in der Regel nach ein bis zwei Wochen von selbst wieder und muss normalerweise nicht mit Medikamenten behandelt werden. Er kann auch bei einer Grippe (Influenza) auftreten, allerdings geschieht dies seltener.

Husten

Husten ist meist eine Abwehrreaktion des Körpers, die die Atemwege reinigen soll. Die Ursachen des Symptoms können sehr unterschiedlich sein; in aller Regel handelt es sich um eine Erkältung oder eine Grippe, es kann aber auch eine Bronchitis sein. Daneben kommen auch andere Lungenkrankheiten oder Nebenwirkungen von Medikamenten in Frage.

Fieber

Von Fieber spricht man, wenn die Körpertemperatur über die Normalwerte hinaus erhöht ist und auf über 38 Grad Celsius ansteigt. In den allermeisten Fällen handelt es sich dabei um eine Immunreaktion des Körpers, der so beispielsweise gegen eingedrungene Krankheitserreger vorgeht, denn bei höherer Temperatur verlaufen bestimmte Abwehrmechanismen schneller.

Kopfschmerzen

Kopfschmerzen sind Beschwerden, die sehr häufig vorkommen, im Allgemeinen aber eher vorübergehender und harmloser Natur sind. Sie können aber auch in der Form einer Migräne, als chronische Kopfschmerzen oder als Symptom einer ernsten Erkrankung auftreten. In solchen Fällen sind Hausmittel oder Schmerztabletten naturgemäß keine geeignete Therapie – man sollte dann besser ärztliche Beratung in Anspruch nehmen.

Halsschmerzen

Die Ursachen für Halsbeschwerden können vielfältig sein. Oft handelt es sich um einen Infekt; meist liegt eine Erkältung vor. Weitere mögliche Ursachen sind beispielsweise eine Entzündung der Speiseröhre oder ein verschluckter Fremdkörper.

Ohrenschmerzen

Auch bei Ohrenschmerzen sind die möglichen Ursachen vielfältig. Die häufigste Ursache ist eine Entzündung des äußeren Gehörgangs oder des Mittelohrs. Daneben können aber auch Verletzungen des Trommelfells oder ein Verschluss des Gehörgangs zu Schmerzen führen.

Durchfall, Erbrechen

Durchfall und Erbrechen – die beispielsweise bei einer Magen-Darm-Grippe oft gemeinsam auftreten – sind ein Grund dafür, nicht zur Arbeit zu gehen. Nur schon aus praktischen Gründen ist es vorzuziehen, im Bett – beziehungsweise in Toilettennähe – zu bleiben; dazu kommt noch der Flüssigkeitsverlust, dessen Folgen nicht unterschätzt werden sollten.

Kinder

Die hier erwähnten Kriterien gelten im Grundsatz auch für Kinder. Sie leiden allerdings häufiger an Erkältungen als Erwachsene, da ihr Immunsystem noch nicht ausgereift ist. Auch Ohrenschmerzen kommen bei Kindern öfter vor. Bei Fieber, Erbrechen und Durchfall gehört ein Kind auf jeden Fall ins Bett; bei Säuglingen sollte überdies jede Körpertemperatur über 38 Grad Celsius ärztlich abgeklärt werden. Kinder, die an ansteckenden Krankheiten wie Windpocken oder Masern leiden, dürfen keinesfalls in die Schule gehen.

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