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Physik-Nobelpreis: Nach 55 Jahren gewinnt wieder eine Frau 

Nobelpreis für Physik geht in diesem Jahr jeweils zur Hälfte an Arthur Ashkin (USA) sowie an Gérard Mourou (Frankreich) und Donna Strickland (Kanada) für ihre bahnbrechenden Erfindungen im Bereich der Laserphysik.

Herzlichen Glückwunsch, Frau Strickland!

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Das teilte die Königlich-Schwedische Akademie der Wissenschaften am Dienstag in Stockholm mit. Die höchste Auszeichnung für Physiker ist mit umgerechnet etwa 870.000 Euro (9 Millionen Schwedischen Kronen) dotiert.

Und was macht die Forscherin genau?

Strickland in einer ersten Reaktion: "Zuerst muss man denken: Das ist verrückt", so die Kanadierin. Ashkin (geboren 1922) hat mit Optischen Pinzetten hochpräzise Werkzeuge für die Wissenschaft entwickelt. Deren "Finger aus Laserstrahlen" können Partikel, Atome oder Moleküle greifen. Selbst Viren, Bakterien und andere lebende Objekte können damit festgehalten und untersucht werden - ohne dass sie dabei Schaden nehmen.

In vielen Laboren würden heute solche Laserpinzetten eingesetzt, um biologische Phänomene zu untersuchen, etwa Proteine, molekulare Motoren, DNA oder das Innenleben von Zellen, heißt es in der Begründung des Nobelkomitees. Sie eröffneten neue Möglichkeiten, die Maschinerie des Lebens zu beobachten und zu kontrollieren.

Mourou (geboren 1944) und Strickland (geboren 1959) entwickelten in den 1980er Jahren ein Verfahren, Laserpulse zu verkürzen und zu verstärken. Diese sogenannte Verstärkung gechirpter Pulse (Chirped Pulse Amplification) wird inzwischen nicht nur in der Forschung eingesetzt, sondern auch in der Medizin, etwa bei Augenoperationen.

(pbl/pb/dpa/afp)

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