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219 Tonnen Eis schmelzen pro Jahr – lässt sich die Antarktis noch retten?

Es gehört mittlerweile zu einer Binsenweisheit, dass die Antartkis immer kleiner wird. Das bedroht zahlreiche Tierarten, gleichzeitig könnte durch die frei werdenden Wassermassen zahlreiche Küstenstädte und Inseln schon bald unter Wasser stehen.

Viel passieren tut aber nicht in diesem Bereich. Im Gegenteil, Staatsoberhäupter hoffen darauf, dass neue Ölfelder frei werden, sobald das Eis erstmal weg ist. Der internationale Handel könnte von neuen Handelsrouten profitieren.

Die Auswirkungen sind fatal, nicht nur im bislang ewigen Eis der Arktis:

Gleichzeitig nimmt der Treibhaus-Effekt immer weiter zu. Und die neuen Zahlen, die eine Hochrechnung am Mittwoch präsentiert, zeigen ums Neue, wie prekär die Lage ist: Das Eis schmilzt schneller als je zuvor.

Die Zahlen stellt ein internationales Forscherteam um Andrew Shepherd von der University of Leeds (Großbritannien) im Fachmagazin "Nature" vor.

Shepherd erklärte:

"Laut unseren Analysen ist es in den vergangenen zehn Jahren zu einer Beschleunigung des Masseverlustes in der Antarktis gekommen."

Würde sämtliches Eis in der Antarktis verschwinden, hätte das einen Anstieg des globalen Meeresspiegels um 58 Meter zur Folge.

Shepherd weiter:

"Es muss den Regierungen, denen wir vertrauen, ein Anliegen sein, unsere Küstenstädte und -gemeinden zu schützen."

Insgesamt 84 Wissenschaftler von 44 internationalen Organisationen führten 24 satellitengestützte Eismasseschätzungen zusammen, um den Eisverlust zu kalkulieren.

Die Zukunft der Antarktis hat auch Martin Siegert vom Imperial College London (Großbritannien) im Blick: "Einige der Veränderungen, mit denen die Antarktis konfrontiert ist, sind bereits irreversibel, wie der Verlust einiger Schelfeisgebiete, aber es gibt vieles, was wir verhindern oder rückgängig machen können", sagt er.

(mbi/dpa)

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