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Vor dem Walhai muss der Mensch keine Ahnung haben. Die bis zu 13 Meter langen Tiere ernähren sich von Plankton und anderen Kleinstlebewesen.   imago

Das Nahrungsnetz der Ozeane droht zu kollabieren – Forscher stehen vor einem Rätsel

Um das Nahrungsnetz der Ozeane steht es nicht gut. Kanadische Forscher haben festgestellt, dass die Planktonproduktion in den letzten vier Jahren massiv abgenommen hat. Über mögliche Ursachen konnten noch keine Erkenntnisse gewonnen werden, wie CBS News berichtet.

Phytoplankton und Zooplankton – pflanzliches und tierisches Plankton – sind zwar nur extrem winzige Pflanzen und andere Organismen, aber ihr Einfluss auf die Meere ist gewaltig. Sie bilden die Grundlage des Nahrungssystems. Sämtliche Lebewesen in den Ozeanen sind von ihnen abhängig. 

Pierre Pepin, ein Forscher vom kanadischen Ministerium für Fischerei und Ozeane (DFO), ist besorgt: "[Das Plankton] bestimmt tatsächlich, was passieren wird, wie viel Energie für den Rest der Nahrungskette zur Verfügung steht." 

Wie mich die Klimaignoranz ankotzt

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Video: watson/Saskia Gerhard, Lia Haubner

Fast 50 Prozent weniger Planktonproduktion

Messungen zum Planktongehalt in den Gewässern rund um Neufundland und Labrador haben einen Rückgang von fast 50 Prozent der Biomasse ergeben. Die Abnahme ist aber nicht nur in Kanada, sondern auch weltweit zu beobachten. 

"Wenn das so weitergeht, in unserem Fall schon drei oder vier Jahre, dann fangen zumindest kleine Alarmglocken an zu läuten", sagt Pepin. Zu den Ursachen ist bislang nichts bekannt. Eines ist aber sicher: Das Nahrungsnetz in den Ozeanen wird sich grundlegend verändern. Gemäss dem Forscher lässt es sich nur schwer abschätzen, wie lange es dauert, bis die Auswirkungen erkennbar sind.

Das Ministerium für Fischerei und Ozeane (DFO) ist unter anderem zuständig für die Bewirtschaftung von Fischbeständen und den Schutz der Meere. Ohne die Ursachen des Planktonrückgangs zu kennen, ist es allerdings schwierig, konkrete Maßnahmen zu ergreifen. "Es ist eine echte Herausforderung", sagt Pepin.

(vom)

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