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Oct 10, 2018 - Florida, U.S. - From 22,000 miles above the Earth s surface, a weather satellite run by the National Oceanic and Atmospheric Administration captured high-resolution imagery of Hurricane Michael s menacing eye over the Gulf of Mexico Wednesday morning. The latest report from s National Hurricane Center indicates winds up to 150 mph are associated with the eye of Michael as it moves onshore to Florida s panhandle. Michael is a Category 4 storm and winds would need to increase to 157 mph for it to reach Category 5. Tallahassee U.S. PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxONLY - ZUMAz03_ 20181010_rua_z03_854 Copyright: xNOAAx

Bild: imago/ZUMA Press

Trump warnt vor "Dorian": 5 erstaunliche Hurrikan-Fakten, die du vermutlich nicht kanntest

Hurrikan "Dorian" gewinnt über dem Meer an Stärke. Puerto Rico kam glimpflich davon. Aber die Südostküste der USA muss sich am Wochenende wohl auf einen wuchtigen Sturm gefasst machen.

US-Präsident Donald Trump rief die Menschen an der Südostküste des Landes dazu auf, sich für "Dorian" zu wappnen. Es sehe so aus, als würde der Wirbelsturm Sonntagnacht die Küste im Bundesstaat Florida treffen, schrieb Trump am Donnerstag auf Twitter. Er appellierte an die Menschen dort, den Anweisungen der Behörden zu folgen. "Es wird ein sehr großer Hurrikan, vielleicht einer der größten!", mahnte Trump.

Hier kommen 5 Fakten zu diesen gefürchteten Wirbelstürmen, die jeden Sommer in den Meeren östlich und westlich des amerikanischen Doppelkontinents entstehen:

"Hurrikan" und "Taifun" sind eigentlich dasselbe

Die Bezeichnung "Hurrikan" dürfte aus der Sprache der indianischen Ureinwohner der karibischen Inseln stammen. Möglicherweise gibt es auch einen Zusammenhang mit dem Namen der Maya-Gottheit Huracán, die für Feuer und Winde verantwortlich ist. Das Wort ist übrigens gleich zweimal in die deutsche Sprache gelangt: Zuerst als "Orkan", was heute schwere Stürme über Europa bezeichnet, später als "Hurrikan" für diese spezifischen Wirbelstürme.

Die Begriffe "Hurrikan" und "Taifun" beschreiben dasselbe Phänomen. Der Unterschied besteht einzig darin, wo ein Wirbelsturm sich entwickelt: Ein "Hurrikan" ist ein Wirbelsturm vor der amerikanischen Küste, der im Nordatlantik oder nordöstlichen Pazifik seinen Ursprung hat, während man im nordwestlichen Pazifik westlich der Datumsgrenze von einem "Taifun" spricht. Wirbelstürme im Indischen Ozean nennt man "Zyklon"; im Südpazifik heißen sie "Willy Willy" oder ebenfalls "Zyklon".

Hurrikane können Tausende Kilometer Durchmesser erreichen

Typische Hurrikane weisen einen Durchmesser von knapp 500 Kilometern auf und sie ragen in der Atmosphäre bis zu 18 Kilometern Höhe auf. Es gibt jedoch Windsysteme, die bedeutend größer werden: Der bisher größte beobachtete Durchmesser eines Wirbelsturms betrug 2200 Kilometer; es handelte sich um den Taifun "Tip", der 1979 Japan heimsuchte. Der bisher größte beobachtete Durchmesser eines Hurrikans erreichte knapp 1600 Kilometer ("Olga", 2001).

Das windstille Auge im Zentrum des Wirbelsturms weist im Schnitt einen Durchmesser von 45 Kilometern auf, kann aber bis zu 70 Kilometer erreichen. Der Hurrikan dreht sich gegen den Uhrzeigersinn um dieses Auge, wobei die Wolkenfront rundherum die destruktivste Zone des Wirbelsturms mit den höchsten Windgeschwindigkeiten bildet.

Hurrikane bewegen sich laaaangsam

Die Windgeschwindigkeiten von Hurrikanen sind enorm; bei einem Wirbelsturm mit einem Durchmesser von 100 Kilometern können sie über 200 km/h erreichen. Bei den stärksten Hurrikanen sind es 300 km/h – der pazifische Hurrikan "Patricia" (2015) erreichte über dem Meer Windgeschwindigkeiten von 345 km/h, in Böen sogar bis zu 400 km/h.

This NOAA satellite image taken on October 23, 2015 shows the eye of Hurricane Patricia on October 23, 2015. Patricia has became the most powerful hurricane ever measured in the Western Hemisphere on Friday with maximum sustained winds reached an 200 mph. Patricia is expected to make landfall in Mexico later this evening. PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxHUNxONLY WAX20151023302 NOAA

This NOAA Satellite Image Taken ON October 23 2015 Shows The Eye of Hurricane Patricia ON October 23 2015 Patricia has became The Most Powerful Hurricane Ever measured in The Western Hemisphere ON Friday With Maximum sustained Winds reached to 200 MPH Patricia IS expected to Make covered land in Mexico LATER This evening PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxHUNxONLY WAX20151023302 NOAA

Blick aus dem All auf den Hurrikan "Patricia". Bild: imago/upi photo

Die effektive Windgeschwindigkeit ergibt sich aus der Bewegung des Zentrums, der sogenannten Zuggeschwindigkeit, und der Rotationsbewegung. Da sich Hurrikane auf der Nordhalbkugel aufgrund der Corioliskraft im Gegenuhrzeigersinn bewegen, ist die Windgeschwindigkeit auf der rechten Seite des Auges stets höher als auf der linken, wo die Rotationsgeschwindigkeit der Zuggeschwindigkeit entgegenwirkt.

Die Zuggeschwindigkeit ist jedoch auch bei starken Hurrikanen eher bescheiden; ihr Auge bewegt sich relativ zum Grund lediglich mit etwa 15 bis 20 km/h vorwärts. Heißt also: Ein Fahrradfahrer könnte einem Hurrikan locker davon fahren, theoretisch zimindest. Doch gerade diese geringe Geschwindigkeit macht die Wirbelstürme auch gefährlich, denn sie gewinnen dadurch viel Zeit, um Stärke aufzubauen – und weil sie sich so langsam verlagern, suchen sie Orte auf ihrer Zugbahn relativ lange heim.

Erst ab 64 Knoten ist es ein Hurrikan

Der Unterschied zwischen einem gewöhnlichen Tropensturm – der Windgeschwindigkeiten zwischen 63 und 118 Kilometern pro Stunde aufweist – und einem Hurrikan ist die Windgeschwindigkeit. Erst ab einer Geschwindigkeit von 64 Knoten (118,4 km/h), die der Windstärke zwölf auf der Beaufort-Skala entspricht, handelt es sich um einen Hurrikan.

Die Stärke eines Hurrikans wird durch die Saffir-Simpson-Skala ausgedrückt. Ihre Kriterien sind die Windgeschwindigkeit, die Höhe der vom Sturm erzeugten Meereswellen und der Luftdruck im Auge des Hurrikans. Es gibt fünf Kategorien für Hurrikane:

Hurrikane der Superlative

Die schlimmsten Hurrikane sind jene, die am meisten Todesopfer forderten. Die Opferzahlen haben in den vergangenen Jahrzehnten aufgrund der verbesserten Vorhersagemethoden und Schutzmaßnahmen tendenziell abgenommen. Der verheerendste Hurrikan liegt denn auch schon lange zurück: Der "Große Hurrikan von 1780" forderte mit Abstand am meisten Todesopfer; es waren vermutlich mehr als 22.000.

Hurricane Katrina 2005 Hurricane Katrina 2005, was the costliest natural disaster, as well as one of the five deadliest hurricanes, in the history of the United States. At least 1,836 people lost their lives in the actual hurricane and in the subsequent floods PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxONLY Copyright: xPhoto12/AnnxRonanxPicturexLibraryx ARP11A00430

Satellitenbild des Hurrikans "Katrina". Bild: imago images/photo12

Hurrikane, die hohen materiellen Schaden anrichten, dürften dagegen in neuerer Zeit häufiger sein. Hier führt "Katrina" (2005) die Liste an: Der Hurrikan, der über Florida, Louisiana – namentlich über New Orleans – , Mississippi, Alabama und Tennessee hinwegzog, forderte mehr als 1000 Menschenleben und richtete einen Schaden von etwa 81 Milliarden Dollar an.

Der stärkste jemals gemessene Hurrikan ist der bereits erwähnte Wirbelsturm "Patricia" mit einem Kerndruck von lediglich 872 Hektopascal. Die über mindestens eine Minute anhaltende Spitzengeschwindigkeit von "Patricia" betrug 345 km/h – das ist Rekord. Im Atlantik war "Wilma" (2005) der bisher stärkste Hurrikan; der Kerndruck fiel auf 882 hPa ab; niedriger als bei jedem anderen atlantischen Hurrikan. Die mittlere Windgeschwindigkeit betrug bei "Wilma" 295 km/h, in Böen waren es bis 340 km/h.

(dhr)

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