Whaaaaaat? Symbolbild.
Whaaaaaat? Symbolbild.bild: unsplash/humphrey muleba

Drei Eltern?! Gerade ist ein Kind mit dem Erbgut von 3 Menschen zur Welt gekommen

11.04.2019, 18:1011.04.2019, 19:54

Es ist eine kleine Sensation. Dieses Baby hat, wenn man so will, drei Elternteile.

In Griechenland ist weltweit zum ersten Mal erfolgreich ein Kind mit dem Erbgut von drei Menschen gezeugt worden. Eine unfruchtbare Frau konnte dadurch Mutter werden.

  • Das Baby, ein Junge, sei am Dienstag mit einem Gewicht von knapp drei Kilogramm auf die Welt gekommen, teilte das griechische Behandlungszentrum Institute of Life (IVF) am Donnerstag in Athen mit.
  • Bei der Mutter handelte es sich demnach um eine 32-jährige Griechin, bei der zuvor mehrere In-vitro-Befruchtungen fehlgeschlagen waren.

So kann ein Kind ein dreifaches Erbgut haben

Die angewendete Methode, bei der eine entkernte Eizelle, das isolierte Erbgut einer anderen Frau und die Samenzelle eines Mannes miteinander verschmolzen werden, war bereits 2016 in Mexiko zur Anwendung gekommen. Damals ging es aber nicht um Hilfe für eine unfruchtbare Patientin, sondern darum, die Übertragung einer Erbkrankheit zu verhindern.

Ein griechisch-spanisches Ärzteteam um den Embryologen Panagiotis Psathas hatte einen Chromosomensatz der Mutter mit den Erbinformationen in die Eizelle einer Eizellspenderin geschleust, aus der zuvor das genetische Material entfernt worden war. Diese zusammengesetzte Eizelle wurde dann im Labor mit einer Samenzelle des Vaters befruchtet und danach in die Gebärmutter der Mutter eingesetzt.

"Heute wird das unveräußerliche Recht einer Frau, Mutter durch ihr eigenes Erbgut zu werden, zum ersten Mal weltweit eine Realität."
Institutsleiter Panagiotis Psathas.

Psathas weiter: "Als griechische Wissenschaftler sind wir sehr stolz, eine Innovation in der künstlichen Befruchtung zu verkünden."

Nun hätten Frauen, bei denen In-vitro-Befruchtung schon mehrmals gescheitert seien oder die unter bestimmten Erbkrankheiten litten, die Möglichkeit, ein eigenes Kind zu bekommen, betonte Psathas.

(as/afp)

Themen

Demo gegen Down-Syndrom-Bluttests: "Down ist in - nicht out"

Forscher: Hinweise auf Leben in der Venus-Atmosphäre

In der Atmosphäre unseres Nachbarplaneten Venus haben Astronomen das Gas Monophosphan entdeckt. Die Verbindung aus einem Phosphor- und drei Wasserstoffatomen (PH3) entsteht auf der Erde vor allem durch biologische Prozesse, die unter Ausschluss von Sauerstoff stattfinden. Der Nachweis in der Venus-Atmosphäre sei allerdings kein belastbarer Beleg für eine biologische Quelle auf unserem Nachbarplaneten, schreibt das Team um Jane Greaves von der Universität Cardiff im Fachblatt "Nature Astronomy". Es weise zunächst nur auf unbekannte geologische oder chemische Prozesse hin. In einer eigens einberufenen Pressekonferenz am späten Montagnachmittag schlossen die Autoren aber die Möglichkeit nicht aus, dass es Leben auf der Venus geben könnte.

Zur Story