Deutschland

"...Dann sollte man die Koalition beenden." Seehofer warnt Merkel vor Entlassung

Horst Seehofer kann es nicht lassen. Erst setzte der Bundesinnenminister Angela Merkel im Asylstreit mit einer Zwei-Wochen-Frist unter Druck. 

Nun hat er Kanzlerin Angela Merkel davor gewarnt, ihn wegen eines Alleingangs im Asylstreit zu entlassen. "Wenn man mit dieser Begründung einen Minister entließe, der sich um die Sicherheit und Ordnung seines Landes sorgt und kümmert, wäre das eine weltweite Uraufführung. Wo sind wir denn?", erklärte Seehofer im Interview mit der "Passauer Neuen Presse".

"Ich bin Vorsitzender der CSU, einer von drei Koalitionsparteien, und handele mit voller Rückendeckung meiner Partei.", sagte Seehofer.

 "Wenn man im Kanzleramt mit der Arbeit des Bundesinnenministers unzufrieden wäre, dann sollte man die Koalition beenden"

Horst Seehofer

Seehofer bestritt, dass es der CSU in der Auseinandersetzung der Unionsparteien um den bayerischen Landtagswahlkampf gehe. "Die CSU kämpft hier um ihre Überzeugung. Das ist wichtiger als Posten", erklärte er. "Ich höre Tag für Tag von vielen Menschen: "Bleiben Sie standhaft. Fallen Sie nicht um!" Es geht um Glaubwürdigkeit", sagte der CSU-Chef. Das sei die Voraussetzung für das Vertrauen der Menschen. "Das ist wichtiger als ein Amt", erklärte der Bundesinnenminister. Es gebe "nicht wenige in Berlin, die mich loswerden wollen", sagte der Minister.

(mbi/ts/dpa)

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

"Haben die gesoffen?" Maaßen wird wegbefördert – und so reagieren Politiker

Hans-Georg Maaßen muss gehen. Ein bisschen. Maaßen wird als Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutzes abgesetzt. Zugleich aber ins Innenministerium wegbefördert. Darauf verständigten sich am Dienstag Kanzlerin Angela Merkel, CSU-Chef und Innenminister Horst Seehofer sowie die SPD-Vorsitzende Andrea Nahles. Die SPD hatte darauf bestanden, dass Maaßen seinen Posten wegen umstrittener Äußerungen zu den Ausschreitungen in Chemnitz räumt.

Maaßen werde als Staatssekretär nicht für die …

Artikel lesen
Link zum Artikel