ARCHIV - 15.06.2020, Hamburg: Der Containerfrachter

Der Hamburger Hafen ist der größte Hafen Deutschlands und gilt als wichtiger Umschlagplatz für Exportgüter. Bild: dpa / Axel Heimken

Corona-Jahr 2020: Stärkster Exporteinbruch seit Finanzkrise

Der deutsche Export arbeitet sich seit geraumer Zeit aus dem Corona-Tief. Die Bilanz für das vergangene Jahr fällt dennoch düster aus.

Die Corona-Krise hat im vergangenen Jahr tiefe Löcher in die deutsche Exportbilanz gerissen. Die Warenausfuhren brachen gegenüber 2019 um 9.3 Prozent auf 1204.7 Milliarden Euro ein, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte. Es war der stärkste Rückgang seit der weltweiten Finanzkrise im Jahr 2009. Damals waren die Exporte um 18.4 Prozent gesunken. Das Import-Volumen verringerte sich im vergangenen Jahr um 7.1 Prozent auf 1025.6 Milliarden Euro.

Zeitweilige Grenzschließungen, Störungen in der Logistik und Unterbrechungen der Lieferketten zu Beginn der Corona-Pandemie im Frühjahr 2020 hatten das Export-Geschäft deutlich ausgebremst. Zwar arbeitete sich der Außenhandel anschließend schrittweise aus dem Corona-Tief. Doch es reichte nicht, um den Einbruch auszugleichen.

Prognosen versprechen Erholung

Für dieses Jahr rechnete der Außenhandelsverband BGA zuletzt mit einem deutlichen Plus. Das Vorkrisenniveau soll demnach spätestens im Sommer 2022 wieder erreicht werden.

QINGDAO, CHINA - JANUARY 19: A container is loaded onto a cargo ship during the ceremony for the Opening of Belt and Road RCEP Line, including EMC Southeast Asia Line, WHL/IAL Vietnam Line and WHL/IAL/ZIM/KMTC India Line, at Qingdao Port on January 19, 2021 in Qingdao, Shandong Province of China. PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxHUNxONLY Copyright: xVCGx CFP111314190336

China ist für deutsche Exportgüter ein wichtiges Zielland. Bild: www.imago-images.de / VCG

Vor allem die gestiegene Nachfrage aus China schob zuletzt die Geschäfte der deutschen Exporteure an. Die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt, die ein wichtiger Absatzmarkt für Waren "Made in Germany" ist, war trotz der Belastungen durch die Pandemie im vergangenen Jahr gewachsen.

Konjunktur leidet unter zweiter Corona-Welle weniger

Ungeachtet des zweiten Lockdowns in vielen Ländern setzte sich die Erholung zum Jahresende fort. Die Ausfuhren stiegen im Dezember gegenüber dem Vormonat leicht um 0.1 Prozent auf 100.7 Milliarden Euro. Im Vergleich zum Vorjahresmonat legten sie um 2.7 Prozent zu.

Im Januar hatte sich die Stimmung unter den deutschen Exporteuren sogar deutlich aufgehellt. Die Ifo-Exporterwartungen der Industrie stiegen im Januar von 1.9 Punkten auf 6.0 Punkte. Das war der beste Wert seit Oktober. Unter anderem eine robuste Industriekonjunktur und der weltweite Impfstart führten zu einem vorsichtigen Optimismus.

Während die Industrieproduktion in der ersten Corona-Welle eingebrochen war, ging die Arbeit in den meisten Betrieben in der zweiten Welle weiter. Die Grenzen blieben für den Handel geöffnet. Der Export ist neben dem Privatkonsum eine wichtige Stütze der deutschen Konjunktur.

(lau/dpa)

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