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Young women hand scratch the itch on the arm, healthcare

Na, gestochen worden? Bild: Getty Images / Anut21ng

Mücken: Mit diesen Mitteln kannst du juckende Stiche schnell behandeln

Es beginnt mit einem Summen und endet mit Flüchen. So in etwa lässt sich unser Kontakt mit Stechmücken beschreiben. Dazwischen könnte es noch ein Klatschen geben, wenn wir probieren, den Insekten das Leben auszuhauchen. Oft kommt das aber zu spät. Und sind sie erstmal fertig, folgt ein unangenehmer Prozess.

Sticht uns eine Mücke, gelangt ihr Speichel in die Haut und daraufhin ins Blut. Der Speichel dient als Gerinnungshemmer – immerhin will das Insekt in Ruhe trinken. Leider sorgen die in ihm enthaltenen Proteine für eine allergische Reaktion, in deren Folge das Hormon Histamin freigesetzt wird. Das sorgt für die allseits bekannten und gehassten roten, juckenden Stellen.

Nicht immer gleich schlimm

Allerdings lösen nicht alle Mücken dieselbe Reaktion aus. Juckreiz und Hautausschlag können variieren. Vielleicht ist dir ja schon mal aufgefallen, dass direkt nach einem Stich eine große weiße Schwellung auftrat, die bereits einen Tag später verschwand. Oder du hattest eine kleine Schwellung, die dafür tagelang höllisch juckte. Das hängt mit den verschiedenen Mücken-Arten zusammen.

Manche kennt unser Immunsystem besser, wodurch es ihren Proteincocktail effektiv bekämpfen kann. Andere sind hingegen fremd, weshalb unser Körper in eine Art Notfallmodus gerät, da er die Gefahr in dem Fall schlimmer einschätzt, als sie ist. Unser Immunsystem nutzt deshalb alle Ressourcen, um diese "Bedrohung" loszuwerden. Deshalb kann ein Mückenstich im Urlaub schlimmer sein als der in der Heimat.

Doch ob mehr oder weniger schlimm, Mückenstiche nerven und jucken alle irgendwie. Dennoch wird uns stets angeraten, nicht zu kratzen. Das ist auch gut begründet. So sollen wir dadurch die Eiweiße unter unserer Haut verteilen, wodurch der Hautausschlag größer wird und immer stärker juckt. Zusätzlich können Bakterien unter die Haut gelangen, die im schlimmsten Fall zu Infektionen führen. Kein Grund zur Sorge, es gibt andere Hilfsmittel, die gegen Mückenstiche helfen.

Die Einstichstelle kühlen

Die Einstichstelle zu kühlen, lindert die Schwellung und den Juckreiz. So kannst du etwa Eiswürfel in ein dünnes Baumwolltuch schlagen und auflegen. Das Eis direkt auf die Haut zu legen, kann hingegen das Hautgewebe zerstören. Ebenso soll auch eine aufgeschnittene Zwiebel oder eine Scheibe Zitrone die Wunde kühlen und desinfizieren. Quark aus dem Kühlschrank soll auch funktionieren, da er entzündungshemmend wirkt. Einfach auf eine Kompresse geben und auf die Einstichstelle legen. Auch Spucke kann helfen. Sie verdunstet auf der Haut, was einen Kühleffekt mit sich bringt.

Den Mückenspeichel erhitzen

Eine weitere Möglichkeit, die wohl nicht jeder im Haus hat, sind sogenannte Stichheiler. Die Idee dahinter: Indem die Eiweiße im Mückenspeichel unter der Haut kurz und punktuell erhitzt werden, zerfallen sie. Dadurch werden sie funktionsunfähig. Das soll eine Immunreaktion verhindern, weshalb die Immunzellen nichts mehr bekämpfen müssen. So plausibel das auch scheint, gibt es keine Garantie, dass es mit jedem Produkt funktioniert.

Cremes und Gele auftragen

In den meisten Apotheken gibt es auch Antihistaminika in Form von Gelen und Cremes. Sie mindern die Wirkung des körpereigenen Stoffs Histamin, der letztlich zu dem Juckreiz und der Schwellung führt. Weiterhin kühlt es die Einstichstelle zusätzlich. Auch niedrig dosiertes Kortison soll helfen. Darauf sollten jedoch eher Menschen zurückgreifen, die besonders stark auf einen Mückenstich reagieren. Und dann auch nur kurzfristig.

(tkr)

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