Ein riesengroßer Zufall bescherte der Straßen-Hündin Suzy ein neues Zuhause.
Ein riesengroßer Zufall bescherte der Straßen-Hündin Suzy ein neues Zuhause.Bild: Screenshit twitter

Das Wunder von Fishtown: So wurde Straßen-Hündin Suzy das Leben gerettet

19.12.2019, 11:26

Unsere vorweihnachtliche Geschichte spielt im US-Bundesstaat Pennsylvania. Genauer gesagt: in der Stadt Philadelphia. Um ganz genau zu sein: im Stadtviertel Fishtown am Ufer des Delaware Rivers.

Hier leben unser Held Jack Jokinen, seine Frau, ihr gemeinsames Baby und ihr Hund George unter einem Dach.

Malerische Straße in Fishtown (Symbolfoto).
Malerische Straße in Fishtown (Symbolfoto).Bild: getty images

Samstagmorgen wurde das friedliche Zusammenleben der Familie je gestört. Es begann damit, dass Jack von seiner Frau unsanft aus dem Schlaf gerüttelt wurde.

Was war los? In einer Mischung aus Verwirrung und Angst habe seine Frau gesagt:

"Ein fremde Hündin ist in unserem Haus!"

Auf Twitter teilte Jack die ganze Geschichte in einem langen Thread. Dem US-Portal "Bored Panda" erzählte er, wie es an dem Morgen weiterging: "Wir hatten keine Ahnung, wie die Hündin hierher kam. Das Tier hatte Angst und zitterte, weil es nass und kalt war. Wir befürchteten, dass jemand in unserem Haus war."

Also überprüfte Jack sämtliche Türen und Fenster im Haus. Unheimlich: Alle waren fest verschlossen.

Wie also hatte es die total abgemagerte Kreatur geschafft, in ihr Haus zu gelangen??!!

Um das herauszufinden, habe Jack die Aufnahmen seiner Überwachungskamera am Hauseingang überprüft.

Das Video zeigte: Jack hatte abends die Haustür nicht fest genug zugezogen. Nachts stand die Tür also irgendwann sperrangelweit offen. Durch Zufall kam die streunende, frierende, verletzte und halb verhungerte Hündin des Weges – nutzte ihre Chance und huschte ins Warme. Kurze Zeit später hatte ein umsichtiger Nachbar die offene Tür bemerkt und diese geschlossen. Die Straßen-Hündin saß in der Falle.

Auf den Hund gekommen: der Beginn einer Lovestory

Nicht nur der gutmütige Familienhund George und die friedliche Streunerin hätten sich auf Anhieb verstanden. Auch Jack und seine Frau verliebten sich an diesem Morgen in die traurige Hündin und gaben ihr den Namen Suzy. Für das Paar stand sofort fest: Sie nehmen Suzy bei sich auf. Und statt ins Tierheim sei es darum auch schnell zum Tierarzt gegangen.

Dort habe sich allerdings herausgestellt: Suzy ist etwa 8 Jahre alt, stark unterernährt, hat sehr schlechte Zähne, ist übersät mit Flöhen, hat ein lahmendes Bein, entzündete Pfoten und vermutlich einen Herzfehler.

Das alles kümmerte Jack nicht. Er berichtet: "Wir haben uns entschieden, sie zu adoptieren, weil sie keinen Besitzer hat. Sie benimmt sich großartig, auch gegenüber unserem Baby. Suzy ist sehr süß und will nur geliebt werden."

"Sie ist auf dem Weg der Besserung und es geht ihr von Tag zu Tag besser. Sie nimmt zu und und sie bekommt Antibiotika, um einige ihrer Probleme zu behandeln", so Jack zuversichtlich.

Aber für Jack, der die ganze unglaubliche Geschichte fleißig auf Twitter teilte, kam es zunächst ziemlich dicke. Für die erste tierärztliche Behandlung habe er rund 1000 Dollar bezahlen müssen!

Aber weil sein Thread inzwischen ein Eigenleben entwickelte und Jack einen Spendenaufruf startete, gingen bereits 18.000 Dollar über Paypal auf das Konto der Familie ein.

Jack gegenüber "Bored Panda": "Hoffentlich kostet die Behandlung nicht so viel, so dass wir den Rest des Geldes für eine wohltätige Sache spenden können."

Lieber Jack. Vielen Dank, dass es Typen wie dich gibt.

(lj)

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