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Solche Holzobjekte entstehen im 3D-Drucker. bild: forust.com

Start-up kreiert nachhaltige Design-Objekte – aus Sägemehl

Das amerikanische Start-up Forust hat ein neuartiges Konzept entwickelt: Aus Holzabfällen wie Sägemehl sollen neue, hochwertige Produkte geschaffen werden. Verschiedene Haushaltsgegenstände wie zum Beispiel Schüsseln, aber auch größere Möbel sollen durch die moderne Technologie eines 3D-Druckers entstehen.

Das Verfahren ist deshalb so nachhaltig, weil aus den Überresten der Holzindustrie neue Objekte entstehen – und so Material, das eigentlich keine Verwendung mehr findet, eine zweite Chance bekommt und kreativ neu verarbeitet wird. Den Anbietern zufolge sind die Produkte sowohl biologisch abbaubar als auch wiederverwertbar.

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Auch Möbel entstehen durch das neuartige Verfahren. bild: forust.com

Forust hat sich im vergangenen Jahr als Tochter der US-amerikanischen 3D-Druck-Firma Desktop Metal gegründet. "Forust bietet fast unbegrenzte Flexibilität. Von exotischen Maserungen bis zu Holz ohne besonderes Muster können wir Holzstrukturen digital reproduzieren. Und weil wir Holzstoffe und Harz verwenden, haben diese Teile die gleiche Steifigkeit und Funktionalität wie gewöhnliches Holz", erklärt Forust-CEO Andrew Jeffery dem Magazin Tech & Nature zufolge.

Kreislaufwirtschaft und nachhaltige Produktion

Die Forust-Produkte gibt es im Online-Shop zu kaufen, der Firma zufolge werden sie innerhalb von zwei Wochen mit dem 3D-Drucker hergestellt. Sogar individuelle Formen können gedruckt werden – so können Designer ohne großen finanziellen Aufwand ihre eigenen Projekte umsetzen.

Die Kreislaufwirtschaft geht noch einen Schritt weiter: Kunden können nämlich ihre fertigen Produkte wieder bei Forust zum Recycling einreichen, wenn sie sie nicht mehr brauchen oder sie beschädigt sind. "Am Lebensende des Holzproduktes können Kunden sie entweder wegwerfen, weil sie biologisch abbaubar sind – oder sie durch Forust für neue Teile wiederverwerten lassen. Unsere Vision ist ein wirklich zyklischer Herstellungsprozess", sagt Jeffery. Durch die nachhaltige Produktion und die Wiederverwertung des Holzes müssen insgesamt weniger Bäume gefällt werden.

(sb)

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