Aktivisten der Gruppe „Die letzte Generation“ haben sich mit ihren Händen auf einen Zebrastreifen auf der Südallee, einer Zufahrt zum Frachtbereich vom Münchner Flughafen, geklebt.
Um ihre Forderungen zu einem Essen-retten-Gesetz zu verstärken, weiten Klimaaktivisten der "Letzten Generation" ihre Proteste inzwischen auf die Zufahrten zu Flughäfen in Berlin, Frankfurt und München aus. Bild: dpa / Matthias Balk
Klima & Umwelt

Klimaproteste: Umweltaktivisten blockieren Flughafenzufahrten an mehreren deutschen Flughäfen

23.02.2022, 16:3723.02.2022, 16:53

Die Umweltaktivisten der Gruppe "Aufstand der letzten Generation" haben am Mittwoch Blockadeaktionen an mehreren deutschen Flughäfen organisiert. Diesen Schritt hatten die Mitglieder der Initiative in der vergangenen Woche als nächste Verschärfung angekündigt, falls ihr Ultimatum für eine konsequentere Klimapolitik von der Politik weiterhin ignoriert bleibe. Nach Angaben der Polizei und der Gruppe fanden am Mittwoch einzelne Protestaktionen vormittags und mittags an den Flughäfen Berlin-Brandenburg (BER), Frankfurt am Main und München statt, die jedoch laut Polizei zu keinen größeren Beeinträchtigungen im Flug- und Autoverkehr führten.

Blockaden in Berlin, Frankfurt und München

Am Frankfurter Flughafen klebte sich nach Angaben der Beamten ein Aktivist im Bereich einer für Betriebszwecke genutzten Zufahrt zum Cargo-Bereich des Flughafengeländes fest, was zu Verkehrsbehinderungen führte. Zudem besetzten sechs Demonstranten demnach eine Fußgängerbrücke über die Autobahn 5 am Flughafen, die allerdings nur zu einem Denkmal führt.

Auf einem Zufahrtsbereich zum Berliner Hauptstadtflughafen BER protestierten demnach etwa zehn Aktivisten, von denen sich vier auf der Fahrbahn festklebten. Der Verkehr konnte laut Polizei aber an der Stelle umgeleitet werden, die Beamten nahmen vier Aktivsten in Gewahrsam. In München versammelten sich acht Aktivisten, von denen sich die Hälfte auf Fahrbahnen festklebte. Die Aktion betraf nach Angaben der Beamten einen Frachtbereich, größere Störungen blieben aus. Am Berliner und Münchner Flughafen waren die Blockadeaktionen laut Polizei damit am Mittwochvormittag beendet.

"Letzte Generation" bestärkt Forderung nach Essen-Retten-Gesetz

Im Anschluss an die Aktionen am Mittwochvormittag erneuerten die Umweltaktivisten ihre Forderung nach einem Gesetz gegen Lebensmittelverschwendung an die Bundesregierung mit einem erneuten Appell an die Bundesregierung. Ein Essen-Retten-Gesetz sei weiterhin ein wichtiger erster Schritt hin zu einschneidenden Klima- und Umweltschutzmaßnahmen. Der Menschheit blieben "nur noch drei Jahre" für einen Kurswechsel, ergänzten sie.

mcm/dpa

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